"Die Augenzeugin": 69
17. Dezember 2011 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Die Augenzeugin"
Kein Sterbenswörtchen, das Verena je mit dem gewechselt hätte. Nicht ein Vorkommnis, das Verena mit dem gehabt haben könnte, das Verena einfiel, jetzt, wo der derart im Zentrum von Verenas Gedankenwelt sich befand, daß es in Verenas Kopf nur so ratterte.
Bloß den immer kurz wahrgenommen, am Stationsplatz. Und beim Weggehen aus der Sozialstation, den mit Höchstgeschwindigkeit vergessen.
Obwohl er gewiß besser ausschaute als manch anderer der Ansteherbevölkerung, hieß das deswegen lange nichts. Aus den Augen, aus dem Sinn.
Daß Verena das eingefallen wäre, sich wegen dem übermäßig zu erregen. Nicht die Bohne.
Der großgewachsene Mittdreißiger, schlußendlich auch nur einer, der mit einer langen Latte Personen auf der sozialen Station der Stadt anstand. Das mit der Ansteherei betreiben mußte.
Was nichts anderes bedeutete, als daß er ein nahe der Null gefülltes Bankkonto hatte.
Wie Verena, der Rest.
Seine Gegenwart auf der Sozialstation sagte aus, der Mann hatte so seine Besorgungen, Kümmernisse, über die Runden zu kommen. Sonst hätte er nicht anwesend sein müssen, Nahrungsmittel für sich abzuholen, deren Haltbarkeitsdatum zumeist abgelaufen war.
Was hatte die Schuld daran, daß der Kerl zur Stationspräsenz gezwungen war? Arbeitsplatzverlust? In weiterer Folge große Schwierigkeiten beim Finden einer neuen Arbeitsstelle? Ehescheidung? Schulden? Suff?
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