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Blog von TeddeMehr

"Die Augenzeugin": 71

17. Dezember 2011 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Die Augenzeugin"

 

 

Dem kleinsten Kind sollte es möglich sein, das begreifen zu können, daß das ein Platz war, an dem Menschen für Lebensmittel anstanden. Entweder, weil man sie überhaupt brauchte. Oder als Hilfe, über den Monat zu kommen, hatte sich das mit dem eigenen Geld dem Ende zugeneigt. Weil man sonst nichts mehr auf den Tisch kriegte. Die verschiedensten Speisen, die sich unvermittelt verabschiedet hatten.

 

Gewissermaßen auf Kante, daß man in der Gegend herumlebte.

 

Das bedeutete, für keinen auf der Sozialstation war die Welt in allergrößter Ordnung, stand er in der Ansteherreihe herum. Ob Mann oder Frau.

 

 

Das mußte Klein Conny wirklich alles lange überblicken.

 

Diejenige Klein Conny, die oft genug mit ihrer Mutti Corny mit auf der Sozialstation mit dabei war.

 

Auch mit elf war das für ein Mädchen zu wissen und zu durchschauen, daß sie von keinem der Kerls, die hier auf der Station anstanden, viel zu erwarten hatte.

 

Wahrscheinlicher, daß er das blanke Nichts in der Hinterhand hatte. Nicht mehr viel Erfreuliches. Jenseits jeglicher Romantik. Gleichgültig, wie der ausschaute. Wie nett er sich zuerst gab.

 

Da sollte sich nichts zu einer ernsteren Angelegenheit entwickeln. Damit der, mit dem das Mädchen sich abgab, nicht nach einer kleinen Weile anfing, Dinge von ihm zu verlangen. Mit denen es hübsch Geld verdienen könnte. Einfach. Erzählte er ihm wenigstens. Obwohl am Schluß er der sein wollte, der den ganzen Reichtum für sich abschöpfte. Für den es sich mit ihrem jungen Körper eingesetzt hatte. Indem es in rauhen Mengen Kundschaft an sich ranließ.

 

 

 

 

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