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Blog von TeddeMehr

"Drei Erwachen": 10

11. März 2013 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Drei Erwachen"



Das spöttisch grinsende Gesicht Margas näherte sich dem Joachims. Die Lippen zum Kuß gespitzt. Küßchen kriegte Joachim jedoch keine. Die Gesichtszüge von Marga, die lösten sich abrupt auf. Aus der amorphen Masse, die ihre Kopfform beibehielt, tauchte ein Gebiß auf. Prächtig, weiß, die Zähne. Riesige Dinger, wie bei einem Sauriermonster aus der Vorzeit. Die Zahnreihen Margas schnappten auseinander, bissen zu. Tief trieben sie sich ihm ins Fleisch. Die Bisse, die taten weh. Nicht auszuhalten war der Schmerz.



2


Seitdem Joachim die Augen aufgeschlagen hatte, horchte er. In der Wohnung, außer ihm niemand. Keine Marga, nirgends. Marga, nur geträumt. Den großen Hund in der Wohnlichkeit im Stockwerk eins unten drunter hörte er bellen. Ansonsten war nichts.

Fiebrig blinzelte Joachim vom Fußboden her zur Flurdecke seiner Mietwohnung hoch. Alles in ihm vibrierte vor Pein, Schwäche, Krankheit. Keine Ahnung, wie er es aus dem Bett auf den Wohnungsflur geschafft hatte. Ohne Marga.

Sein Zustand: eine einzige Qual. Dringend hätte er einen Arzt nötig gehabt, der ihm Schmerzmittel verabreichen hätte können. Das Ganze ohne auszuhalten, das war nicht der Bringer.

Wenn er nur eine Ahnung gehabt hätte, was über ihn gekommen war. Aber, die Geschichte, die war vollkommen unerklärlich für ihn. Im Leben war es ihn noch nie so übel gegangen, fand Joachim.

In einem Anfall des puren Trotzes und des Zorns wuchtete Joachim seinen Schädel vom Boden hoch, drehte ihn nach links und nach rechts. An der weißgestrichenen Wand zu seiner Linken war der blutige Abdruck einer Hand.

Etwas spürte Joachim unvermittelt zwischen seinen Fingern - glattes, hartes Material.


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