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Blog von TeddeMehr

"Drei Erwachen": 290

15. März 2013 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Drei Erwachen"



"Warum wollen Sie nicht weitererzählen, Herr Herrmann?" war die Nachfrage von Frau Doktor Tatz, Frau Doktor Tatz, die hochschaute. "Fahren Sie bitte fort, mir einen Ihrer Träume zu erzählen."

"Weiß nicht." Der Kehlkopf hüpfte Joachim. "Ich ..."

"Daß in Träumen Menschen vorkommen, die man von der Arbeit her kennt, das ist nichts Ungewöhnliches, Herr Herrmann", meinte Frau Doktor Tatz. "In Träumen zeigen sich auch Wünsche, die man hat. Nun, die Ehefrau, die sieht man täglich. Die Geliebte, die hat man auch öfters ..."

"O ja, Frau Doktor ..." Joachim nickte Frau Doktor Tatz eine Runde. "Schon klar! Also, ein Traum. Dieser Traum. Der war bei mir zuletzt öfter. Das letztemal, daß ich den geträumt hab, hatte ich, als ich daraus aufgewacht bin, die Kratzer an der rechten Brust. Die Sie an mir gesehen haben, Frau Doktor Tatz."

Mit ausdruckslosem Gesicht betrachtete Frau Doktor Tatz Joachim.

"O ja!" Schulterzucken Joachims. "Fang ich mal an mit der Erzählung: Wir sind auf grünen Wiesen mit schönen Blumen, das hübsche Mädchen und ich. Die Rothaarige, die Melinda ähnelt. Oder auch Melinda ist. Wir rennen, hüpfen fröhlich durch die Gegend. Über Stock und Stein. Aus dem Wald auf eine Lichtung. Ich verfolge Melinda, fange sie ein. Melinda läuft wieder mit wehenden rotem Haar weg. Von mir wird Melinda auf der Wiese eingefangen. Wir lachen, tanzen fröhlich herum. Küssen uns. Und das. Und das, daß Melinda und ich ganz eng beieinander sind. Wir schmiegen uns aneinander. Wir lassen uns ins Gras fallen, und wir ... Und plötzlich ändert sich die Perspektive total. Gerade, daß wir miteinander fertig geworden sind, die Schönheit Melinda und ich. Als der perspektivische Wechsel sich ereignet hatte, hatten Melinda und ich uns voneinander getrennt. Ich bin zusammen mit meiner Freundin Melinda in einer Art kleinem Theater. Könnt auch ein Studentenhörsaal sein. So was in der Art. Schräg gehen die Ränge hoch bis zur Wand mit zahllosen weißen Säulen nebeneinander. In die Zuschauerränge starren wir, Melinda und ich, nackt und erhitzt. Nein, das sind



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