Overblog Alle Blogs Top-Blogs Literatur, Comics & Gedichte
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU
Werbung
Blog von TeddeMehr

"Drei Erwachen": 308

16. März 2013 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Drei Erwachen"



konnte wirklich kein Kleidungsstück schaden, überlegte Joachim. Zu Bewußtsein war der Umstand Joachim gekommen, wie gut er Melindas Körper eigentlich kannte. Allerdings lediglich aus seinen Träumen. Jene verfluchten Alpträume. In denen er, Joachim, und Melinda zusammen waren. Das hier, das war jedoch die wirkliche Welt, Wirklichkeit pur. Deswegen schwer zu sagen, wie Melinda Witgluck so was aufnehmen mochte, würde er, Joachim, dem drängenden Impuls nachgeben wollen, sie, Melinda, von hinterrücks zu umarmen, sich an sie zu schmiegen, um ihr das Ohrläppchen herzuknabbern und Melinda ein paar Worte von ihrer Schönheit ins Ohr zu hauchen.

Abrupt blieb Melinda Witgluck stehen, und Joachim stieß gegen sie, vor allem ausgerechnet mit dem, das um der Körpermitte ein klein bißchen härter war als vorhin noch. Viel zu lange, empfand es Joachim, daß er brauchte, sich wieder von Melinda Witgluck und Melinda Witglucks rotem Haarschopf, auf dem er die Wange hatte, wegzuschaffen. Bei der schwer einzuschätzenden Stimmung Melinda Witglucks begannen sich in Joachim die Gedanken wegen möglicher Folgen rasend zu überschlagen. Auf Melinda Witgluck, die sich mit rotwangigem Mädchengesicht zu ihm umwandte, starrte Joachim mit offenstehendem Mund.

"Entschuldigen Sie, Herr Herrmann!" war nach ewigen Sekunden von Melinda Witgluck zu erlauschen. "Bin heute früh irgendwie mit dem verkehrten Bein aufgestanden. Heute passieren mir Sachen ..."

"Kann bei jedem mal vorkommen ...", laberte Joachim leise.

"Hier sind wir!" erklärte Melinda Witgluck. "Da drinnen können Sie warten. Soll ich Ihnen eine Tasse Kaffee bringen? Mache jetzt dann eine neue Kanne."

"Ja, Kaffee ist sicher nicht schlecht", stimmte Joachim dem Vorschlag zu, während Melinda Witgluck keine Anstalten machte, ihn vorbei und in die Räumlichkeit für die Warterei zu lassen.

"Bringe Ihnen dann eine große Tasse, Herr Herrmann ..." Melinda Witgluck fixierte Joachim mit ihren großen, blauen Augen, deutlich die geröteten Wangen.



308

Werbung
Diesen Post teilen
Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post