"Drei Erwachen": 320
16. März 2013 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Drei Erwachen"
stark gemacht."
"Wenn Nina nun nicht mitgehen will ..." Die Schulter zuckte Joachim.
"Mußt du Nina zusetzen, die Vorteile eben haarscharf klarmachen, Joachim." Anke Axt seufzte, faßte mit Daumen und Zeigefinger nach der letzten mit Käse und Hartwurst belegten Brötchenhälfte auf dem Teller vor sich.
"Werd ich viel, viel mit Nina sprechen müssen ..." Das Schulterzucken wiederholte Joachim.
"Bin sehr neugierig, Joachim, welche Dinge du in Amsterdam in Erfahrung bringen wirst können." Ohne abgebissen zu haben, setzte Anke das Brötchen auf die Tellerfläche zurück. "Ich kann nur noch mal sagen: Bisher hatten wir nie den Eindruck, daß in Amsterdam nichts mit rechten Dingen zugehen könnte. Alles respektable Frauen und Männer, die wir dort eingestellt haben. Uns zuarbeiten. Habe mir die Lebensläufe, alles schon mehrmals durchgesehen. Gegen keinen, keine können wir etwas sagen. Trotzdem hatte ich da diese Erscheinung am Bildschirm ..."
"Wäre nicht gut, Nina zu erzählen, daß die Mafia ihre Hand im Spiel haben könnte", laberte Joachim. "Würde Nina nicht wollen, daß ich mich mit so was in Lebensgefahr bringe."
"Dir wird schon etwas einfallen, Joachim." Einen Schluck aus der Mineralwasserflasche nahm Anke.
"Also - Geldwäsche, ja? Meinst das sicher, Anke?" Auf den Tisch klopfte Joachim.
"Darauf setze ich schwer, Joachim." Kopfnicken Ankes. "Wahrscheinlich, daß unsere Niederlassung von ein, zwei Leuten infiltriert wurde. Durch eine mafiöse Struktur. Mafia-Kreaturen, die sind bei uns untergekommen. Wie die Art von Schläfern. Plötzlich, nach zwei, drei Jahren normaler, unauffälliger Mitarbeit, ein Anruf bei ihm oder bei ihr, wie's steht - es geht los. Ist das die Mafia - klar, das Hauptaugenmerk auf dem Waschen von Geldbeträgen. Aber alles andere wird's auch sein. Alles, was man sich nur denken kann. Insiderhandel. Fonds, die sich zu unserem Nachteil entwickeln können. Nicht heute, sondern auf lange Sicht ... Der, die, er, sie leitet die Mitarbeiter zu einem erhöhten Risiko an. Das sind wir uns
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