"Drei Erwachen": 325
16. März 2013 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Drei Erwachen"
das."
"Man soll den Leuten nicht alles glauben, was sie daherlabern", sprach Joachim auf Melinda Witgluck herab, die ihm das Männerhemd aufknöpfte.
"Sie, Herr Herrmann, streiten das immer ab, wird gesagt, daß Sie und Ihre Frau ...", kam die Fortsetzung von Melinda Witgluck, die in ihrer Beschäftigung innehielt, zu Joachim heraufguckte. "Ach was, vergessen wir's. Momentan nicht so wichtig. Nicht jetzt, hier. Nicht im Augenblick. Ich - ich ... Ich träume nur. So viele Träume. Träume ... Träume, ich mit Ihnen, Herr Herrmann, und Sie mit mir. In den Träumen sind wir zusammen. So zusammen. Auf weiten Wiesen gehen wir, ins Irgendwo. Auf Straßen, in Orten, in denen nie jemand ist. Bis auf ... Daß wir große Angst haben ... Wenn es am schlimmsten wird, wach ich dann auf."
"Ich ...", entschlüpfte es Joachim.
"Wir beide, wir vor Publikum. Einem gemeinen Publikum." Ein unvermittelter Schluchzer, den Melinda Witgluck hören ließ, Melinda Witgluck, die ihr Gesichtchen Joachim an die Brust mit dem weißen Unterhemd lehnte. "Böse ist's. So böse ..."
Ein Stöhnlaut entschlüpfte Joachim. Was er durch Melinda Witgluck in die Gehörgänge kriegte, unter anderem deswegen war er, Joachim, im Albertz-Sanatorium gewesen. Dort war Joachim Herrmann entlassen worden, dürfte jedoch jederzeit problemlos dorthin zurückkehren, sollte er mit dem Horror und seinen Angstattacken nicht zurechtkommen.
"Ich bitte Sie, Herr Herrmann, ich will das." Am Gürtel seiner Geschäftsanzughose beschäftigte sich Melinda Witgluck, brachte das Lederband durch die Durchziehschlaufe, öffnete die Schnalle, den Knopf des Verbunds an der Hose. Den Reißverschluß im Schritt ruckte Melinda Witgluck abwärts. Das Hosenteil, das Joachim zu den Fußknöcheln herabrutschte. "Zeigen Sie es mir. Zeigen Sie mir, wie Sie ausschauen. Alles von Ihnen will ich sehen. Ich zeige Ihnen auch, Herr Herrmann ... Jetzt - und hier!"
Das Nadelstreifenjackett zog Melinda Witgluck sich aus, legte es zu dem anderen auf den mit einem im Grundton weißfarbenen Fleckelaken zugedeckten Putzkolonnenwagen.
Nach den Hügeln, die sich unter Melinda Witglucks Hemd abzeichneten, langte Joachim mit
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