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Blog von TeddeMehr

"Drei Erwachen": 329

16. März 2013 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Drei Erwachen"



aus dem Schweizer Internat geholt werden. Das sind sicher die wenigsten Probleme, Junior in Amsterdam auf eine Schule zu schicken. Und deine Schwester hätte auch keine weiteren Fisimatenten mehr mit den örtlichen Behörden. Wegen unserer Kinder ..."

"Geli macht das gern für mich." Ins Gesicht lächelte Nina Joachim, ihrem Ehegemahl. "Als meine ältere Schwester fühlt Geli sich auch heute noch für mich verantwortlich."

"Das hört sich beinah an, als wärst du mit einem gemeinen Penner verheiratet." Für einen gereizten Gesichtsausdruck sorgte Joachim bei sich. "Verklicker deiner Schwester demnächst glasklar, daß ich, sollte ich meine Aufgabe in Amsterdam erfüllen, dort eine ziemlich hohe Stellung einnehmen werd können. Zumindest, daß ich mich dabei ausprobieren darf, Leute zu delegieren. Und sollte ich auf dem Sessel klebenbleiben ... Was wird Geli dann glauben, wenn ich damit in gesicherte höhere Einkommensklassen aufsteigen werde? Von denen Geli und ihr Gemahl sicher nur träumen dürften, würd ich mal behaupten, Nina. Ich, auf einem Chefposten ... Was mir da auf das Konto bei der Bank kommt, Nina ..."

"So hab ich das jetzt sicher nicht gemeint, Jo", übernahm Nina, weil von Joachim keine Fortsetzung seines Liedes mehr erfolgte. "Geli ist einfach nur nett. Ist sie von Natur aus."

"Davon sollte sie bald erlöst werden können, laufen die Dinge weiterhin in meine Richtung", gab Joachim sich weiter, als wäre er ärgerlich geworden. "Muß die Schwester nicht mehr nett sein, ihre Natur oder nicht."

"Hör doch auf, Jo!" Nina winkte ab. "Vorgestern warst du noch froh, daß ich eine Schwester wie Geli habe, die das für uns tut. Daß sie für uns die Wege bei den Behörden macht ..."

"Sind wir erst in Amsterdam, braucht deine Schwester sich nicht mehr lange zu bemühen." Mit der Zunge schnalzte Joachim. "Wir werden unsere armen Kinder wieder ganz bei uns haben, sag ich dir. Für was haben wir dazu noch unseren Timmi. Alles wird gut werden, denke ich."

"Hoffentlich bringst du dich in Amsterdam nicht zu sehr in Gefahr, Jo", wechselte Nina das Thema, während die Musik des Tanzorchesters zurückkehrte, die ersten Töne eines Tangos.



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