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Blog von TeddeMehr

"Drei Erwachen": 345

16. März 2013 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Drei Erwachen"



der Körpermitte rausfloß.

Das Adrenalin, das sich abgebaut hatte. Die selbstverursachte Stinkerei, die Joachim nervig das feine Näschen quälte.



3


Minuten, daß Joachim reglos rumstand. Den Wunsch hatte Joachim, sich nie wieder in seinem Leben der glasartigen Dunkelfläche zu nähern, die nicht blickdicht war. An der dreimal klebend, er schon viel zu viel schauen hatte dürfen. Vor allem nichts von einem Wesen mit menschlicher Gestalt.

Die Augen schloß Joachim, nichts auch nur flüchtig wahrnehmen zu müssen. Nichts davon, was sich jenseits des Gläsernen seines Gefängnisses abspielte. Denn da war ständig etwas unterwegs. Ein Kommen und ein Gehen war das. Kleines. Großes.

Die musikalischen Töne von Blasinstrumenten vorder- und hintergründig in den Ohren haben zu müssen, das langte Joachim voll und ganz. Schiere monströse Erkenntnis, die ihn, Joachim, überwältigt hatte: daß die hellen und dunklen Tonfolgen aus der Bandbreite von Instrumenten, in die hineingeblasen wurde, den echsenartigen Ungeheuern außerhalb zur Verständigung dienten. Öfters, daß hier etwas aufklang, das zum Beispiel sich nach Art Trompetenspiel anhörte, das folgende, lustig zu assoziierende Getröte eindeutig eine Antwort war.

Durst empfand Joachim. Langsam war es an der Zeit, überlegte Joachim, daß er mit einem Getränk versorgt würde. Oder ihm Kleinigkeiten zum Essen aufgetischt wurden. Oder war es gleichgültig, kippte er, Joachim, vor Schwäche um? Wollte man nicht dafür sorgen, daß Joachim am Leben blieb?

Wie Vieh im Zoo vorm Verhungern bewahrt wurde.

Das Augenpaar riß Joachim weit auf. Zoo? Die Idee mit dem Zoo, die war elektrisierend.




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