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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 100

22. März 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Hab' ich denn, weil Manuela keine Anstalten machte, sich nicht selbsttätig ranschaffen wollte, Geldwertes für sich hervorzubringen, die Rechnung für uns zwei, Manuela und mich, bezahlt.

Danach, daß die Mezzolatte-Oberin es zufrieden war, davonmarschierte.

 

 

Ich, zu Manuela: 'Was bildet die sich denn ein, die -? Redet uns hier drinnen schief an, nicht zu glauben. Beschweren würd' ich mich am liebsten.'

Manuela zuckt die Schulter.

Ich: 'Paßt dir das etwa, wenn die uns schief ansieht und oberblöd anredet?'

Manuela wiederholt ihr Schulterzucken. Manuela: 'Soll ich mich deswegen aufregen? Fällt mir nicht ein.'

Mit dem Papiertaschentuch aus meiner Hosentasche wische ich mir die Stirn her, die Wangen. Der Tag mit seinen hohen Temperaturen; dazu der gezuckerte Tee mit Rum, der heiß war und mir ziemlich rasant die Kehle hinabgelaufen war. Währenddessen Manuela, die an ihrer Glastasse eher herumnippte, keine solchen Probleme zu kennen schien.

Ich: 'Ich würd' sagen, wir verschwinden auf der Stelle von hier. Wir gehen zu Joeys.'

Manuela guckt mich bloß komisch an, wiederholt ihr Schulterzucken. Am Stuhl bleibt Manuela sitzen, hatte anscheind trotz des kleines Vorfalls momentan kein Interesse daran, zu Joeys aufzubrechen.

 

 

Wäre die Welt für mich heutzutage nur auch so belanglos banal, geehrtes Tagebuch, wie das Obige daherkommt - alles wäre für mich in allerbester Ordnung.

So jedoch ist das Ganze nur schwer auszuhalten.

Für mich.

 

 

*

 

Zwanzigster Juli, mein Tagebuch.

Mittagszeit. Genaue Uhrzeit: 13:07.

 

 

Ich hab' mich erholt. Einigermaßen.

 

Das mit meinen heftigen Angstattacken, das ist abgeklungen. Erst mal.

Der Schweiß tropft mir nicht mehr nur so die Nase herunter. Mein Herzschlag hat sich relativ normalisiert. Die Zitterei hat ein Maß, daß ich mich normal verhalten kann.

 

Beinahe wie ein epileptischer Anfall, der Schüttelzustand, der gegen halb fünf in der Früh.

Minutenlang, daß das mir anhielt. Beängstigend.

Nie vorher erlebt, das, was mich da im Griff hatte.

Bis ich mich wieder auf den Drehstuhl hocken konnte, für Dich auf der Tastatur zu tippen, Tagebuch. Gedauert hat das.

 

 

 

 

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