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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 128

1. April 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Erinner' mich, daß ich dann den Kopf geschüttelt hab'. Um den Gedanken loszuwerden, den, auf der Stelle heimwärts zu fahren. Manuela Manuela sein zu lassen. Das zu vergessen, mit Manuela zusammen an den Königweiher zu fahren.

Das mit dieser abenteuerunlustigen Überlegung hielt denn nur kurz an.

Den Motor hab' ich angelassen. Und damit war auf einen Schlag die alte Laune bei mir zurück. Manuela geil und auf mir sitzend - das hab' ich vor meinem geistigen Auge gesehen. Das, danach verlangte es mich. Mehrere solcher Szenen mit Manuela von früher her hab' ich mir im Schnelldurchlauf eifrig ins Gedächtnis zurückgerufen. Damit bin ich im Wagen abgefahren.

Am liebsten wäre ich mit Manuela zusammen schon am Königweiher gewesen.

 

 

Tja ...

 

 

*

 

Einundzwanzigster Juli, die Tagebuch-Datei, aufgeklickt.

Mitten in der Nacht. 03:54 Uhr.

 

 

Matt, trübe mich fühlend, bin ich in der Dunkelheit am Drehstuhl hier gesessen. Habe auf die Geräusche um mich herum gelauscht.

Das obskure Gefühl hatte in mir Verweildauer, ich müßte nur den Rolladen am Fenster meines Zimmers hochziehen - und Manuela würde sich mir kurz darauf unten im Garten zeigen. Ein einziger Wink von mir, der reichen würde - Manuela, die käme zu mir hoch ...

 

Menschenskind, eben will ich genervt vom Sitz hochkommen, das Rollo in die Höhe ziehen, mich umzuschauen - haben ein paar von der Straße her angefangen, herumzulärmen. Für längere Zeit.

Das Herumgeplärre von Kerlen, Weibergekreisch bei ihnen. Viel Gelächter.

Jede Menge Geräuschkulisse. Kurzum: nächtliche Ruhestörung.

Am liebsten hätte ich auf die ganze Bande geschossen.

Hätte ich ein Gewehr gehabt, hätte es losknallen können.

Die gute Laune hätte ich dem Jugendlichen- und Teenagerpack verdorben.

 

Hat aber nichts geknallt.

Und Stille ist schließlich auch eingekehrt.

Weil die heimgegangen sind zu sich? Oder zu einem, einer von ihnen, der, die in der Nachbarschaft einen Partykeller offen hatte?

 

 

Gut, das war das.

 

 

 

 

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