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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 183

19. April 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Das Seitenfenster auf der Fahrer- und der Beifahrerseite wurde je von einem Feuerwehrmann mit großem, schwerem Hammer eingeschlagen. Obwohl von Händen zugepackt wurde, war mit dem Insassen am Fahrersitz nichts anzufangen. Ein Notarzt in weißgrauem Mantel versuchte eine erste Behandlung, schien dabei nicht recht voranzukommen. Nun daß Feuerwehrmänner mit langen Metallzwickern auf der Fahrer- und der Beifahrerseite drinnen am vierrädrigen Gefährt zugange waren. Dann schien alles erledigt, und einer der Männer von der Feuerwehr griff auf der Fahrerseite hinein, zerrte die leblose Person, erkennbar weiblich, blond, langhaarig und in Jeans, am Oberkörper vom Platz hintern Lenkrad hoch und durch die glaslose Seitenfensteröffnung heraus.

Daraufhin waren auf der Stelle Sanitäter für die Frauensperson da, haben den reglosen Körper auf die Liege plaziert, festgehalten und angefangen, ihn festzuschnallen. Zwei Notärzte in weißgrauen Mänteln beugten sich von beiden Seiten gleichzeitig über die Blondine, versuchten gemeinsam eine Reanimation. Diverses ärztliches Hilfsgerät wurde den Doktoren von ihren Helferlein hingehalten.

Vielleicht eine Minute herrschte die hektischste Aufregung, während nicht viel vom Treiben der Ärzteschaft mitzubekommen war, weil uniformierte Gestalten unten die Sicht versperrten. Dann erhob sich der erste Arzt auf die Beine. Erkennbar die Resignation des wegrutschenden Mannes am steil abfallenden Gelände.

Von drunten, daß einer der rotgekleideten Feuerwehrleute deutlich vernehmbar heraufschreit: 'Sie ist tot! Sie ist tot, Leute! Genickbruch. Sie hat das nicht überleben können.'

 

Die Filmaufnahmen zeigen, wie die Transportliege, angesichts der Steile nur mühsam hochgehalten von vier Männern und mit Hilfe eines Seils von der Drehwinde am Feuerwehrwagen aus hinaufgezogen wurde.

Über die Leitplanke hoben die kräftigen Sanitäter die Liege, stellten diese am Rand der Teerstraße der Kurve ab. 

Diejenige, die draufgeschnallt war, brachte der Kameramann nun bestens in Sicht.

Eindeutig Manuela Dombrowski. Manuelas Dombrowskis hübsches Gesicht farbig und in allen Details aus nächster Nähe durch die Kamerau aufgenommen.

Im Tod mit einem Aussehen, als würde Manuela Dombrowski lediglich mit geschlossenen Augen schlafen.

Nirgendwo die allerkleinste Verletzung bei Manuela Dombrowski zu erkennen. Nicht die kleinste Spur eines Blutfadens, der Manuela Dombrowski aus Mund oder Nase herauslief.

 

 

 

 

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