"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 203
26. April 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Mit Tabert diskutierte Gina die Dinge, die bei Gina am Morgen auf der frühmorgendlichen Agenda standen, am liebsten. Nicht mit irgendwelchen anderen Anrufern. Gegenüber dem ganzen anrufenden Rest da war Gina nun richtiggehend kurzangebunden. Der wurde wie nebenbei abgefertigt. Was zuvor in Ginas Hör-Schau ganz anders war.
Es mußte in der Folge kommen, wie es kommen mußte: Je länger das mit Ginas Zusammensein mit Tabert andauerte, um so mehr kam Gina die charmant sexy Ausstrahlung abhanden. Daß sich die Prozentzahl der Gina am Morgen lauschenden Hörerschaft mit jeder Woche weiter und weiter abbaute.
Um an der Stelle mal eine Zusammenfassung anzubringen ...
Gina, die war die, ganz nach dem Gusto von Herrn Hans-Georg Tabert. Die mit dem hohen Prestige mit dabei, wenn einer Gina bei sich am Schoß hocken hatte.
Gina, für Tabert keine von den doofen Tussen aus der Niederung dumpfer Alltäglichkeit. Von denen Tabert ohnehin jede hatte. Sobald Tabert winkte, kam eine herbei, erfüllte Tabert jedes vorstellbare Gelüst.
Oder - um es anders auszudrücken -: Gina entstammte einer andren Welt. Die mit der eigentlichen Taberts so überhaupt nichts zu tun hatte.
Gina, auf der anderen Seite wieder keine mit unbestimmter Unübersichtlichkeit. Keine, die es schwierig machte für Tabert, ihr den Rücken zuzudrehen. Eine wie zum Beispiel Manuela Dombrowski, die mit Hansi schon ewig lange auf der Reise war.
Mit nichts, das sich bei ihm, Hans-Georg Tabert, abspielte, hatte Gina irgendwas zu tun.
Die wirkliche geschäftliche Unternehmensart von Hans, in die hatte Gina keinen Einblick.
Voll unwissend, Gina. Naiv, ahnungslos.
Frage mich, was das wohl für ein Erlebnis war für Manu Dombrowski damals, das mit Gina. Gina, der Radiomoderatorin. Gina, die öffentlich an der Seite Hans-Georg Taberts herumtanzte, Manu Dombrowskis Hansi.
Alle Vorzüge genoß Gina, die man in Hans-Georg Taberts Umgebung genießen konnte. Stets dabei in Watte eingebettet, Gina. Nichts, das Tabert an Gina herankommen ließ.
Dagegen sie, Manu, auf einem beruhigten Neben- oder sogar Abstellgleis.
Ja, sagen wir mal so: Sollte Gina mal was mitbekommen haben, womit Hans-Georg Tabert seine Geschäfte betrieb - begriff die verliebte Gina wenig davon. Beziehungsweise wußte Hans-Georg Tabert den Auftritt der Minimal-Irritation bei Gina mit ausgewählten Worten und der Entfernung des Belästigenden augenblicklich abzubügeln.
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