"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 251
12. Mai 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Hinter dem Großkotzbauern- und -wohnhaus hinausgemacht, das hatte Hans-Georg Tabert im Verlaufe der die Polizeikommandos ablenkenden Unternehmungen Manuela Dombrowskis im allradgetriebenen Wuchtbrummegefährt, wie eine echte Bonnie durch die Gegend ballernd.
Die Idee Hans-Georg Taberts - alles andere als Clyde-mäßig - war, hinter seinem großen Bauernhaus über die gemähte Grünfläche zu sprinten. Um in den nahen, dichten Wald zu entfliehen.
Kaum aber hatte Hans-Georg Tabert die Nasenspitze länger draußen aus dem bäuerlichen Gebäude, war Hans-Georg Tabert in die Mitte genommen, lag am Boden, die Arme auf den Rücken gezerrt. Für Hans-Georg Tabert klickten die Handschellen.
Lediglich Manuela Dombrowski, die hatte auf ihrer Fahrt ein paar Kurven tiefer die Geiersdorfer Bergstraße hinab, kein Glück mit ihrer unangemessen hohen Fahrgeschwindigkeit. Manuela Dombrowski, ihr Vierräder durchschlug die Leitplanken ...
Für alle Welt ist Manuela Dombrowski gestorben, liegt in einem Sarg am Gnaden-Friedhof unter der Erde.
Aber mir, mir läuft Manuela Dombrowski ... - oben steht das ja schon getippt.
Die Fragestellung der Lokalseite der regionalen Tageszeitung: War das das Kalkül Hans-Georg Taberts, die von der Polizei, die würden auf das Mädchen im Wagen sicher nicht so oft schießen wollen wie auf einen Kerl?
Hat ja auch schließlich keiner von der Behörde richtig gemacht, Manuela Dombrowski viel zu beschießen.
Die in der Zeitung vieldiskutierte Problematik: Hatte Manuela D. sich die Pistole Hans-Georg Taberts nun gegriffen, weil Manuela D. selbsttätig auf diesen Einfall gekommen war? Oder war es doch Hans-Georg Tabert, der seine Geliebte Manuela D., die ihm in Liebe treu ergeben war, aufforderte, das halsbrecherische Unternehmen für ihn zu beginnen?
Eine Pistole Hans-Georg Taberts war es auf alle Fälle, mit der Manuela Dombrowski herumschoß. Sogar eine, für die der Jägersmann Hans-Georg Tabert unter anderem eine gültige Waffenbesitzkarte hatte.
Hans-Georg Tabert, eingetragener Jäger mit eigener gepachteter Jagd, Hans-Georg Tabert, im B-Kader des Geiersdorfer Schützenvereins. Sowohl für das Kleinkalibergewehr wie für die Sportpistole. In olympischen Disziplinen.
Als solch ein Mensch hatte Hans-Georg Tabert Zugang zu Waffen. Jede Menge Handfeuerwaffen und Gewehre hatte Hans-Georg Tabert samt zugehöriger Munition in seinen bestens vor dem Zugriff Dritter gesicherten Waffenschränken. Alles rechtlich abgesichert, also mit staatlicher Genehmigung, der Geiersdorfer Gemeindestempel drauf, mit Unterschrift der Zuständigen.
251
Newsletter
Gib Deine E-Mail-Adresse ein, um bei zukünftigen Artikeln benachrichtigt zu werden.
Seiten
Kategorien
- 768 "Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
- 374 mehr meilen
- 370 Kurzware
- 368 "Drei Erwachen"
- 360 hug it
- 352 allerlei
- 325 Kurzware II
- 315 kleine Szenen
- 310 Kleinteile
- 304 rundgehen
- 223 "Die Augenzeugin"
- 167 nach dem Tritt
- 152 dreimal erwachen
- 93 T-Rixi
- 57 K.K.
- 39 miles
- 22 Jäger des nächsten Textes
- 16 Kurzgeschichte