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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 342

12. Juni 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Bei mir auf der Bude hatte Christine Dombrowski Vampirzähne drinnen ...

 

Für was brauchte Christine Dombrowski aber Zähne, daß sie mit ihnen eine Wirkung entfaltete, als wäre sie ein Vampir?

War Christine Dombrowski in das Domina-Geschäft eingestiegen?

Entweder als Herrin. Oder in der Rollen der Devoten, die bei der Kundschaft für den Sex zuständig war.

Besorgte Christine Dombrowski es jetzt Fetisch-, Lack- und Lederleuten? Welchen aus diesem erweiterten Umfeld?

Alles mögliche gab es in der Gegend gegen Bares zu kaufen. Sogar einige, die dir in Krankenschwesterkitteln Katheter legten, dir Spritzen verabreichten, intravenös oder nicht.

 

Im Rollenspiel wählte Christine Dombrowski die Rolle des weiblichen Vampirs ...

 

Oder waren Christine Dombrowskis Zähne kein bloßer Zahnersatz, sondern waren in Echt angespitzt?

Wie handhabte Christine Dombrowski das allerdings bei zahlbereiten Kunden, die sich vor solchen Zähnen erschraken, präsentierten sich bei Christine Dombrowski die weißen Zähnreihen?

Jedermanns Geschmack war das nicht unbedingt.

 

 

Es ist eine Tatsache, Christine Dombrowski hatte bei mir auf der Bude ihren Mund weit aufgerissen, mich mit ihren Vampirzähnen gebissen.

Nachdem ich ins Krankenhaus eingeliefert worden war, war ich sehr, sehr krank. Wirklich krank, daß sich die Ärzte Sorgen machten. Eineinhalb Tage.

Bis bei mir plötzlich, zur Überraschung der Krankenhausärzte, eine Kombination Antibiotika anschlug. Regelrecht schlagartig ging es mir danach wieder besser, daß ich innerhalb kürzester Zeit selber trinken und wieder feste Nahrung zu mir nehmen konnte. War sofort in der Lage, Angelika und meine Mutti während der Besuchszeit zu empfangen, konnte nicht gehindert werden, auf meinen beiden Beinen herumzulaufen, mich komisch aufzuführen und seltsame Dinge zu reden.

Angelika und Mutti teilten die Ärzte Tage später noch mit, als ich bereits ins Meinhardt-Sanatorium verbracht worden war, daß ich ein Virus im Körper hätte. Eins, das die Leute im Labor bisher nicht identifizieren hätten können. Das sich jedoch, nachdem es am ersten Tag meinen Körper noch geflutet hatte, eine abgeschwächte Form zeigte. Vorbei mit den schlimmen Zustände, die es bei mir auslöste, daß man glaubte, ich würde die nächste Stunde nicht überstehen. Jetzt war das Virus zwar weiter bei mir in den Blutbahnen, bloß eine Kranheit resultierte daraus für mich nicht mehr. Das Virus schien wie eingeschlafen. Ob daran direkt die Antibiotika-Behandlung schuld hatte, konnten die von der Krankenhausärzteschaft Angelika bei dem Thema nicht recht sagen. Vielleicht. Oder vielleicht auch nicht. Es schien ihnen eher so, als hätte sich der Virus abrupt den Begebenheiten des neuen Körpers angepaßt. Um in und mit mir fortleben zu können, und das Gleichgewicht der Kräfte nicht zu stören. Vielleicht jedoch, um mich in ein paar Jahren wieder mit einem neuen Ausbruch zu überraschen.

 

 

 

 

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