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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 393

30. Juni 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Zuerst werde aber das hier speichern. Dann werde ich das Foto mit Manuela nehmen, es zwischen die Seiten des Ökologie-Lexikons schieben.

Denn - sollte Angelika das Foto sehen ... Entweder zerreißt Angelika es mir. Oder Angelika übergibt es Frau Doktor Hella. Am Schluß besitzt es dann Herr Doktor Entje im Meinhardt-Sanatorium. Herr Doktor Entje mit den gleichen Fragen wie Frau Doktor Hella. Nur daß ich von Frau Doktor Hella aus mit Angelika nach Hause gehe, während ich, sehe ich Herrn Doktor Entje, im Meinhardt-Sanatorium bleiben muß.

 

 

*

 

Neunundzwanzigster Juni, foxy.jpg.

Sonntag in der Nacht. 03:43 Uhr.

 

 

Vor zwanzig Minuten sind Angelika und ich nach Hause gekommen. Aus dem Molto.

 

Jetzt sitzt Angelika gerade in ihrem Arbeitszimmer, hat die Netzkamera an, unterhält sich mit Tina, Tina in den Vereinigten Staaten von Amerika.

 

Wäre ich nicht so plemplem, sagt Angelika, könnte sie darüber nachdenken, für ein, zwei Semester zum Studieren nach den USA zu machen. Vielleicht sogar eine green card beantragen.

So aber, ich, mit meinen dauernden Meinhardt-Sanatorium-Aufenthalten ...

 

 

 

Schauen wir, wie viele Momente mir bleiben, etwas in foxy.jpg. zu tippen.

Muß schnell gehen.

Mit den Ohren dauernd Richtung Zimmertüre. Alle paar Zeilen auf Speicherfunktion.

Falls ich was von Angelika höre, daß Angelika urplötzlich zu mir rübermacht, muß schnell gespeichert und geschlossen werden.

Bisher hat Angelika foxy.jpg. nicht entdeckt. Dabei müßte sie nur der Brünetten, die sich zwischen den Laken räkelt, bis zum Schluß nach einer Minute zuschauen ...

 

 

Was habe ich so nötig, daß ich es unbedingt in foxy.jpg. festhalten muß?

 

Erst mal ist der Punkt das: Jemand ist am Donnerstag, dem sechsundzwanzigsten Juni, nachts ins Meinhardt-Sanatorium eingedrungen.

Er hat im Laufe seines Aufenthalts im Meinhardt-Sanatorium die Sicherheitsanlage ausgelöst. Das uniformierte Wachpersonal war hinter ihm her.

 

Kameraaufnahmen gibt es jede Menge von dem Mann.

Ganz in Schwarz gekleidet; schwarze Mütze mit Augenschlitzen über den Kopf gezogen. Schwarzer Pullover, schwarze Trainingshose, Stiefel.

In den Büroräumen hat die Person herumgesucht. Auch bei den Psychologen und Ärzten. Bis derjenige die Flucht ergreifen mußte.

 

 

 

 

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