"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 418
13. Juli 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
3. Geschäftsbriefe
Schreiben der Detektei Umschau an Herrn Doktor Gregorius Weil-Esch vom 20.09.xxxx:
"Sehr geehrter Herr Doktor Weil-Esch,
Sie wollen von mir - und ausschließlich von mir persönlich - auf dem laufenden gehalten werden. Dafür bezahlen Sie Ihr Geld.
Zwar sind meine Mitarbeiter, -innen - Detektive der Detektei Umschau - keine Idioten, können genausogut Berichte, Briefe schreiben. Aber wie heißt es so schön: Wer zahlt, schafft an.
Deswegen verfasse ich selber diesen Brief.
Worum wir, wir von der Detektei Umschau, uns üblicherweise kümmern, sind - nebenbei erwähnt - keine 0815-Fantasy-Geschichten mit Magiern, die mit ihren Zauberstäben bzw. -stöcken winken. Vampire, die aus ihren Gräbern heraufgestiegen kommen. Ufos, die auf Untertassen anfliegen.
Das gehört nicht zu unserem ureigenem Aufgabengebiet als private Ermittler.
Es soll jedoch Geister- und Vampirjäger, Ufologen auf der Welt geben. Auch in der realen. Habe ich schon davon gelesen. Erinnere mich an den einen oder anderen Artikel, der in letzter Zeit auf Internet-Plattformen zu den Aufmachern gehörte.
Wir von der Detektei Umschau, wir halten uns da dagegen weitestgehend an harte Fakten. Sonst an nichts.
Objektiv. Kühl. Um zu sehen, was bei einer Sache dahintersteckt. Wenn aber bei etwas nichts dahinter ist, ist nichts dahinter.
Deswegen bezahlen Sie der Detektei Umschau schließlich das Geld, wenn ich das richtig verstehe. Daß wir so etwas herausfinden. Was ungefähr der Wirklichkeit entspricht.
Das heißt jedoch nicht, daß wir Ihre Ideen, Herr Doktor Weil-Esch, nicht interessant finden, nicht darauf eingehen. Von der Hand zu weisen ist erst mal nichts. Nur ...
Das jetzt möchte ich hier kurz angesprochen haben, Herr Doktor Weil-Esch.
Wenn Ihnen die Dinge so nicht passen, wie wir, wir von der Detektei Umschau, sie übermitteln, können Sie gut andere Institute für sich arbeiten lassen.
Detekteien gibt es in beinahe jeder Stadt. Zwei, drei. Oder mehr. Jeder kann sich zu diesem Gewerbe anmelden, wenn er ein einigermaßen gutes Führungszeugnis vorzuweisen, ein bißchen Taschengeld zur Verfügung hat.
Um sich dann als Detektiv auszuweisen, genügt ein guter Drucker, ein ordentliches Paßfoto und eine großspurige Unterschrift.
Es steht Ihnen zur Gänze frei, Herr Doktor Weil-Esch, sich nach anderen Leuten umzutun.
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