"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 421
14. Juli 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Um es zusammenzufassen, Herr Doktor Weil-Esch:
Seit ihrem sechsundzwanzigsten Lebensjahr kann Frau Tatjana Christine Dombrowski keine Kinder mehr bekommen.
Adoptionsbelege für Babys, Kleinkinder, die Frau Tatjana Christine Dombrowski die Jahre zuvor zur Welt gebracht haben könnte - Fehlanzeige.
Der Briefverkehr, den Frau Tatjana Christine Dombrowskis Ehemann Manuel Ernst mit den Jugend- und Sozialämtern der verschiedensten Wohnorte der Familie Dombrowski führte, bezieht sich ausschließlich auf ihre lebenden Kinder Christine Marianne und Manuela Christiane.
Dreimal hatten die Eheleute, Frau Tatjana Christine Dombrowski und Herr Manuel Ernst, das Problem, ob die Kinder Christine Marianne und Manuela Christiane bei ihren Eltern bleiben dürfen. Oder ob die Mädchen Christine Marianne und Manuela Christiane ihrer Familie weggenommen werden sollten.
Darum drehte sich der Inhalt der amtlichen Anschreiben, das ganze Hin und Her. Ergebnis allerdings: Christine Marianne und Manuela Christiane durften bei ihren leiblichen Eltern bleiben.
Natürlich kümmern meine Mitarbeiter, -innen sich weiterhin um die Fragestellung, Herr Doktor Weil-Esch, ob Frau Tatjana Christine Dombrowski nicht doch ein Baby geboren hätte, das Herr Manuel Ernst und Frau Tatjana Christine Dombrowski später zur Adoption freigaben. Ob das Mädchen Manuela Christiane bei der Geburt nicht einen Zwilling hatte. Allem Leugnen, Abstreiten Frau Tatjana Christine Dombrowskis zum Trotz.
Unter Tränen hat Frau Tatjana Christine Dombrowski meinen bei ihr in der Wohnung befindlichen Mitarbeiterinnen gestanden, daß sie jahrelang als Prostituierte gearbeitet hatte.
Angefangen hatte das bei Frau Tatjana Christine Ebershagen mit dreizehn, vierzehn Jahren. Öfters, daß das Mädchen Tatjana ab diesem Lebensjahr kleine, größere Geschenke und Geldbeträge für Liebesdienste genommen hat. Nicht nur für einen Kuß.
Wegen dieser Ungebührlichkeit, daß das Mädchen Tatjana Christine dann mit der Zeit bei ihren Freundinnen, -en und an ihrer Schule immer stärker in Verruf geriet. Den anständigen Teil ihres Freundeskreises büßte das Mädchen Tatjana Christine Ebershagen ein.
Die Eltern Ebershagen haben ihre Tochter Tatjana Christine von der Schule genommen, auf eine andere geschickt. Dort setzte sich das Treiben Tatjana Christines jedoch bald ähnlich fort. Die folgenden beiden Schuljahre hatte die vierzehn-, fünfzehnjährige Tatjana Christine noch drei weitere Schulwechsel.
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