"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 436
20. Juli 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Bei den Smartphone-Fotos im Ordner Manuela, Herr Weil-Esch, können wir eigentlich nicht glauben, daß Herr Bernd Reil irgendwo auf den Einfall gekommen wäre, die Fotodateien nachzubearbeiten.
Wie sollte Herr Bernd Reil daran gedacht haben?
Herr Bernd Reil würde sich wohl kaum überlegt haben, daß in der Zukunft irgendwelche Mitarbeiter einer Detektei Umschau oder sonst jemand ankommt, die Fotos einscannt, Bildsequenzen kopiert, anpaßt. Um die einzelnen Bildstücke zu einem neuen Bild zusammenzufügen. Dann die Funktion: Autovervollständigung.
Ergebnis: Es ist nicht Angelika, Herrn Bernd Reils Freundin. Die, die wir erkennen, ist Frau Manuela Christiane Dombrowski.
Was jedoch gewisse Fragen aufwirft, Herr Doktor Weil-Esch. Vor allem die: Warum bei der Betrachtung einer ziemlich versteckten Laptop-Datei und der Bilder des Smartphone-Ordners Manuela Frau Manuela Christiane Dombrowski zum Vorschein kommt.
Es stimmt schließlich, was Herr Bernd Reil in seinem Tagebuch beziehungsweise in foxy.jpg. des öfteren schreibt, daß Frau Manuela Christiane Dombrowski ihre letzte Ruhestätte auf dem Gnaden-Friedhof ihrer Heimatstadt hat. Nach allen offiziellen Bekundungen, Informationen ist Frau Manuela Christiane Dombrowski tot. Tot. Bei diesem Autounfall nahe bei Geiersdorf ums Leben gekommen.
Wie kann das dann sein, daß Herr Bernd Reil in der Zeitspanne zwischen dem 11.07. und dem 26.07. komische Fotos von einer Frau schießt und abspeichert, die, wie wir herausgefunden haben, zu fünfundachtzig Prozent Frau Manuela Christiane Dombrowski war? Wie kommt es, daß Frau Manuela Christiane Dombrowski - mit neunundsiebzigprozentiger Wahrscheinlichkeit ist SIE es - mit kupferrotgefärbten Haar, nackt aus dem Badezimmer in der Studentwohnung Angelikas, der Freundin Herrn Bernd Reils, tritt?
Es ist der Flurgang von Angelikas Wohnung.
Es gibt hier also einiges an Ungereimtheiten zu entdecken, Herr Weil-Esch.
Dafür sind wir, wir von der Detektei Umschau, allerdings da, Licht ins Dunkel zu bringen.
Dafür werden wir bezahlt, daß wir daran arbeiten. Uns nach bestem Können und Gewissen daran versuchen.
Hiermit verbleibe ich,
mit freundlichen Grüßen
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Anlage
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