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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 469

2. August 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Überdies war vor drei Jahren eine Hoch- und Tiefbaufirma mit Arbeiten bei Tabert-Hansi am Hof beschäftigt. Bauarbeiter mit Hochkran und allem Drum und Dran, die im klotzigen Silobau, dem Holz- und dem gemauerten Stall und dem großen Bauernhaus ein- und ausgingen.

Was das äußere Aussehen der Tabert-Hansi-Gebäude anging, wurde schließlich nichts verändert. Die Bauarbeiten dienten dazu, die besagten Gebäude tiefer zu unterkellern.

Jetzt ahnen wir, für was Tabert-Hansi den vielen Extrastrom braucht: Die Sonnenkollektoren mit thermischer Speichertechnik sorgen bei einem Großrechner für die Stromversorgung. Zudem müssen die einzelnen Rechnerparzellen gekühlt werden. Wahrscheinlich moderne Vierzig-Grad-Wasser-Kühlung.

 

Fragen Sie mich aber nicht, Herr Doktor Weil-Esch, mit wie vielen Petaflops Höchstleistung der Superrechner Tabert-Hansis möglicherweise arbeitet. 

 

 

Um unsere Überlegungen zu untermauern, sind meine Mitarbeiter Regina und Thomas gestern zum Sitz des lokalen Stromanbieters gefahren.

Nach einigem Hin und Her, nachdem Regina und Thomas von einem Büro zum nächsten geschickt wurden, fand sich doch ein Mann, der uns in seinem Büro sitzen ließ und uns im ungefähren Auskunft gab. Für zwei weitere Extrascheine drauf.

Er sagte, Herr Hans-Georg Tabert, der bezahle immer noch eine monatliche Stromrechnung, bekäme wie jeder andere gegen Ende des Jahres eine Jahresabschlußrechnung.

Man wisse davon, daß auf den Dächern des Gebäudekomplexes, das Herr Hans-Georg Tabert besitzt, und auf Wiesen, die Herrn Tabert gehören, Strom erzeugt wird. Herr Tabert speist überschüßigen Strom ins Allgemeinnetz ein, bekommt dafür aber keinen müden Cent Abschlag überwiesen. Herrn Tabert gibt seinen Strom umsonst.

 

 

Bleibt die Frage nach dem Zweck des Großrechnerzentrums im Bauernhaus Herrn Hans-Georg Taberts.

Da dürfen wir bei Herrn Hans-Georg Tabert gewiß groß denken, Herr Doktor Weil-Esch.

Vielleicht hat Herr Hans-Georg Tabert einen Weg gefunden, Geld zu verdienen, obwohl er im Gefängnis sitzt. Indem Herr Hans-Georg Tabert Millionen eingesetzt hat, einen eigenen Großserver betreibt.

Das Zauberwort, auf das ist Herr Augustin gekommen: Server.

Ein Server. Eine Anlage, riesige Datenmengen zu verarbeiten. Geschützt mit einem Verschlüsselungsprogramm ungeheuren Ausmaßes.

Sie kennen das ja, Herr Doktor, Weil-Esch, Firewall, Virusschutz und all das. Sicherlich jedoch kein Programm, das jeder Kleinbürger, selbst Geschäftsleute nicht, herunterladen können. Sondern etwas, das Herr Hans-Georg Tabert mit Geld extra für sich seine Zwecke entwickeln hat lassen. Von Leuten aus dem Hacker-Milieu.

 

 

 

 

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