"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 581
13. September 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Detektei Umschau: Wenn es die gleiche Sache ist, ist trotzdem etwas anders ...
Herr Johann Gleibt: Ja. Wie gesagt, ich bekomme die Späße bei Ramona nur vom Hörensagen mit. Eigentlich bin ich von Ramona ziemlich weit weg. Ramona hatte sich mit der Scheidung von Soni und mir auf die Seite ihrer Mutter geschlagen.
Detektei Umschau: Wissen Sie von weiteren Vorkommnissen mit dem Mann im Trenchcoat und dem Hut? Mit jenem Mann, von dem wir wissen, daß er Drakonie Rupertus Wank heißt, umgangssprachlich 'Fransen' genannt wird?
Herr Johann Gleibt: Ramona hat ihn sogar bei der Polizei angezeigt. Sogar mehrmals. Der Polizei ist er auch bekannt. Habhaft geworden ist die Polizei seiner deswegen nicht. Auch nicht in der Geiersdorfer Gegend. Obwohl er dort bis heute hin und wieder gesehen wird.
Detektei Umschau: Da hat Ihre Tochter Ramona aber auch Ihren Arbeitsplatz auf der Bank, Herr Gleibt ...? Nicht weit fort von Geiersdorf ...
Herr Johann Gleibt: He, die Gegend dort war gut für ein paar Wochen Ferien am Bauernhof. Hören Sie, meine Tochter Ramona ist eine ausgebildete Fachfrau in Börsenfragen. Eigentlich sollte meine Tochter an der Börse Handel treiben. Das wollte sie ja auch ursprünglich mal, an der Börse landen. Leider hat Ramona ihre eigenen Pläne geändert. Lieber hat meine Tochter dafür gesorgt, daß sie aufs Land versetzt wird. In die Geiersdorfer Gegend ...
Detektei Umschau: Zu uns hat Ihre Tochter Ramona gesagt, daß sie dorthin in die Filiale einfach versetzt wurde, Herr Gleibt ...
Herr Johann Gleibt: Nein, nein. Selber wollte Ramona dorthin. Hat sich extra dafür beworben, obwohl für Ramona perspektivisch eigentlich etwas anderes vorgesehen war. Statt dessen arbeitet Ramona heute in einer Bankfiliale, von der aus man im Auto in einer Viertelstunde nach Geiersdorf kommt. In ihrer Filiale steht Ramona hinter dem Schalter. Oder Ramona hat einen eigenen Raum, in dem sie ein paar Bankkunden in Aktiengeschäften berät. Nein, nein, dorthin versetzt hat Ramona keiner. Während alle in die Städte wollen, hat Ramona sich extra darum bemüht, in eine Filiale auf dem Land zu kommen.
Detektei Umschau: Sie sagen uns, Herr Gleibt, Sie meinen - um IHM damit näher zu sein, jenem Mann im ewigen Trenchcoat, der auch oft Strohhut trägt? Jenem Fransen?
Herr Johann Gleibt: Denk ich doch mal. Sonst sehe ich eigentlich keinen Grund.
Detektei Umschau: Nicht?
Herr Johann Gleibt: He, haben Sie schon mal mit Hänsel unterhalten, Josef Hänsel, Ramonas Freund?
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