"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 631
1. Oktober 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Wahrscheinlich die eigene Furcht, die bei Frau Ramona Gleibt auf Wachposten steht. Anders können wir von der Detektei Umschau es nicht umschreiben, Herr Doktor Weil-Esch.
Wenn Thomas, Regina und Agathe, die sich in der Überwachung Frau Ramona Gleibts abwechseln, nichts direkt mitbekommen, was Frau Ramona Gleibt ängstigen könnte.
Ist Frau Ramona Gleibt im Hotel Bertha in Zimmer sechzehn - ist die Welt in Zimmer sechzehn die Stille. Nicht mal aufs Klo geht Frau Ramona Gleibt oft.
Noch mal, Herr Doktor Weil-Esch, bei Frau Ramona Gleibt in ihrem Hotelzimmer im Hotel Bertha tut sich nicht das geringste. Nichts, fast nichts, was wir aus Zimmer sechzehn zu hören bekommen.
Unsere Abhörgeräte sind nicht defekt. Meine Mitarbeiter Thomas, Regina und Agathe wechseln sich in ihrer Arbeit ab, sind motiviert.
Sollte Frau Ramona Gleibt in ihrem Zimmer, von woher auch immer, Besuch bekommen, müßten Thomas, Regina und Agathe das mitbekommen.
Ich gebe zu, woher Frau Ramona Gleibt den Befehl bekommen hätte, sich bei Herrn Josef Hänsel in der Wohnung einzufinden, darüber rätseln Thomas, Regina und Agathe einigermaßen.
Vielleicht war am letzten Donnerstag bei 'Ein Leben e.V.' am Bauernhof irgendwas.
Da war Frau Ramona Gleibt mit ihrer gesamten Selbsthilfegruppe eine halbe Stunde im Dunklen im Freien unterwegs. Wahrscheinlich, daß das gegen bestimmte Urängste hilft, wenn man als Gruppe in der Dunkelheit zwischen Bäumen rummarschiert.
Meine Mitarbeiterin Agathe war einigermaßen davon überrascht, daß die Therapiegruppe in voller Zahl samt den Psychologen aus dem Bauerhaus rauskommt.
Erst alle am Hof im Licht. Dann nahmen sich zwei, drei an den Händen, und so wurde grüppchenweise in die Dunkelheit gelatscht. Die letzten Minuten wurde alleine herumspaziert.
Leider hatte das Nachtsichtgerät Agathes einige Aussetzer. Mittlerweile haben Thomas, Regina, Agathe das Gerät ausgetauscht.
Wobei - woher hätte eigentlich unser Freund - der mit dem Trenchcoat an - das wissen können, daß das am Bauerhof bei Frau Ramona Gleibts Abendsitzung geschieht?
Müßte er dort ebenfalls herumgestanden haben, um Frau Ramona Gleibt für einen Moment abzugreifen.
Dieses Schreiben hier, das liest sich bestimmt ziemlich obskur.
Hoffe, Sie sind trotzdem einigermaßen zufrieden, Herr Doktor Weil-Esch.
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