"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 706
28. Oktober 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Patzig reagierte Gustl Strauchinger auf die Worte Herrn Augustins, erwiderte, keiner hätte Probleme. Nicht seine Familie, nicht Frau Ramona Gleibt. Aus dem Weg sollte Herr Augustin Gustl gehen.
Herr Augustin meinte zu Gustl Strauchinger, daß er Augustin heiße, Herr Augustin. Daß er nicht von der Polizei wäre. Sondern ein Privatdetektiv. Mitarbeiter der Detektei Umschau, die Gustl kannte. Ein paar Detektive gehörten zur Detektei Umschau. Einer, Thomas mit Namen, Gustl durchaus kein Unbekannter, hätte vorgestern am frühen Abend beobachtet, wie ein Mann, Trenchcoat an, Basthut auf, zwischen Bäumen hervortrat, Frau Ramona Gleibt umarmte und nach ein bißchen Techtelmechtel hinter das Gebüsch zerrte.
Als Herr Augustin das gesagt hatte, stieß Gustl Strauchinger einen spitzen Schrei aus, eine seiner Krücken entfiel Gustl Strauchinger. Am ganzen Körper zitterte Gustl Strauchinger. Gustl Strauchinger wankte, drohte, am Gehsteig zusammenzuklappen. Unter die Arme mußte Herr Augustin Gustl Strauchinger fassen, ihn stützen.
Man könnte die Geschichte auch woanders als auf offener Straße besprechen, redete Herr Augustin auf Gustl Strauchinger ein. Nebenan wäre ein Gasthaus, in dem könnte man sich an einen Tisch setzen.
Eine Überraschung für Herrn Augustin, Gustl Strauchinger stimmte dem Vorschlag zu. Ließ sich von Herrn Augustin über die Straße helfen.
In die Gaststätte begaben Herr Augustin und Gustl Strauchinger sich hinein.
Weil Gustl Strauchinger alles andere als in einem brauchbaren Zustand war - eher mußte damit gerechnet werden, daß Gustl Strauchinger im für jedermann offenen Gastraum auffällig werden könnte -, fragte Herr Augustin die Bedienung, ob das Wirtshaus nicht einen kleinen Raum für Geschäftsbesprechungen unter vier Augen hätte. Einen, in dem man ungestört bleiben könnte.
Den hatten sie, die Wirtsleute, und die bedienende Dame, die zu Herrn Augustin und Gustl Strauchinger zurückkehrte, gab Bescheid.
Mit Gustl Strauchinger zusammen fand sich Herr Augustin dann ein paar Minuten später alleine in einem Nebenzimmer der Gaststätte.
Kaum auszuhalten für Herrn Augustin, das minutenlange Geflenne Gustl Strauchingers. Ein richtiger Nervenzusammenbruch Gustl Strauchingers.
Sein Diktiergerät stellte Herr Augustin auf den Tisch, schaltete ein, und Gustl Strauchinger legte keinen Widerspruch dagegen ein, daß das Gerät seine Unterhaltung mit Herrn Augustin aufzeichnete. (In Schriftform gebracht hat das Gespräch zwischen Herrn Augustin und Gustl Strauchinger Frau Regina Datz, Mitarbeiterin der Detektei Umschau.)
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