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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 714

31. Oktober 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

Anruferin: Dann ist gut. Habe ich endlich die Nummer richtig eingeben können. Würd ich nicht so zittern, wär alles kein Problem. Sehen tu ich die Sachen auch immer wieder doppelt. Spreche nicht von meinem Phone aus. Hab mir das meiner Zimmerkollegin nehmen dürfen. Bin im Aufenthaltsraum, mit meiner Handtasche. Die haben meine Handtasche für mich mit ins Krankenhaus genommen. Daran haben die gedacht, stellen Sie sich vor.

Detektei Umschau: Sie sprechen mit Herrn Augustin, Mitarbeiter der 'Detektei Umschau'. Mit wem, bitte, spreche ich?

Anruferin: Na, mit mir. Mit mir - Ramona Gleibt. Ramona Gleibt. Sie wissen doch, wer ich bin? Wenn Sie's nicht wissen, fragen Sie bitte jemand, der's weiß. Der mich kennt - Ramona Gleibt. Damals hab ich mich mit zwei Frauen unterhalten, die von der 'Detektei Umschau' waren ... Geben Sie mir mal eine von Ihren Frauen ...

Detektei Umschau: Klar kenne ich Sie, Frau Ramona Gleibt ...

Frau Ramona Gleibt: Ich ruf Sie schnell an, weil ich Ihnen was sagen will.

Detektei Umschau: Ja ...? Was?

Frau Ramona Gleibt: Später geht das nur noch schlecht, weil, Sie müssen wissen, ich werde dann jetzt gleich verhaftet. Festgenommen. Dafür werd ich sorgen. Alles ist besser, als ... Ich werd sicher sofort mitgenommen und eingesperrt.

Detektei Umschau: Warum wollen Sie das ...? Sie lassen sich verhaften?

Frau Ramona Gleibt: Ja. Eigentlich würde ich nicht verhaftet. Verhaftet ist schon Gustl, Gustl, der Dreckskerl. Mir geht's aber heute schon wieder so gut, daß ich aus dem Krankenhaus raus könnte. Nach Hause. In meine Wohnung. Aber ich will nicht nach Hause, will nicht in meine Wohnung zurück. Auch nicht zu Mutter fahren. Weil ...

Detektei Umschau: Soweit sind Sie schon wieder auf den Füßen, Frau Gleibt ...?

Frau Ramona Gleibt: O ja. Mir geht's leider schon wieder viel zu gut. Es hätte mir ruhig noch ein paar Tage länger schlechter gehen können, sag ich Ihnen. Ich dürfte heute wieder heim, will aber nicht heim. Weil ich weiß, was mich daheim erwartet. Wer. Wenn ich jetzt im Taxi heimfahre, hab ich nicht mehr das Glück. Da weiß ich, was mit mit passieren würd. Darauf kann ich gut verzichten. Weil, da wartet ER nur drauf. ER wartet da nur drauf, daß ich wieder heimkomme. Und dann ... Und dann ... Dann geht's mir wie meiner Schwester Gaby. Dann macht ER mich endgültig fertig. Ruckzuck. Und, wer weiß. Gustl, der Dreckskerl, der sitzt zwar jetzt. Das heißt aber nicht viel. Hat Gustl einen guten Anwalt, ist er vielleicht in Nullkommanix schon wieder frei. Dann kommt Gustl auch noch zu mir. Dann möchte Gustl wieder, daß ich zu ihm auf den Bauernhof komme. Gustl hat mich ja so, so lieb. Sagt Gustl jedem. Dabei lügt Gustl. Nichts als SEIN Wurmfortsatz ist Gustl. Gustl hat sich an IHN verdingt. Sie wissen, was Gustls Eltern passiert ist ... Das haben sie Gustl zu verdanken. Gustl hat IHM das Haus aufgemacht. Ich hatte keine Ahnung. Sonst ...

 

 

 

 

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