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Blog von TeddeMehr

"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 86

17. März 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"

 

Das wird jetzt sicher die nächsten Tage eine Lösung finden, Tagebuch. Jetzt nachdem das zwischen mir und Mutti wieder klargeht.

Einhundertprozentig, daß mir das nichts ausmachen wird, als erstes auf Vati zuzugehen. Sogar Worte der Entschuldigung zu sprechen, als wär' ich der, der sich entschuldigen müßt'.

Weil, es ist Tatsache: Ich bin der, dem die Pistole auf die Brust gesetzt ist. Der, der die Probleme hat.

Solcherart Kümmernisse, Besorgungen gestatten keinen falschen Stolz.

 

Sollte eher froh sein, daß sich mir jetzt, gerade im richtigen Moment, die Tür einen Spaltweit aufgemacht hat. Es hätte wirklich noch eine Zeitlang so weitergehen können, daß die ganz für mich zu bleibt.

Hätte meine Mutti Helens Mutti nicht am Telefon erreicht ...

 

 

Ha!

Danke, Helen!

Dankeschön! Vielen Dank!

Danke Dir und Deinen Ansagen, Helen. Dir sei herzlichst gedankt.

Danke! Danke! Danke!

 

Danke, meine Helen!

Dank Dir, Helen, bekomm' ich morgens wieder Kaffee, den ich mir nicht selber aufbrühen muß. Die hingestellte Tasse wird mir von der Seite her von Mutti vollgeschenkt.

Die Thermuskanne Kaffee fürs Hinaufnehmen aufs Zimmer, die füllt mir meine Mutti.

Die Brötchen werden mir aufgeschnitten, zuvorkommend bestrichen und mit Wurst und Käse belegt.

Dank Dir, Helen, ist's bald, wie's früher für mich war.

 

 

Schade, mein Lieblingsitaliener ist nicht länger mein Lieblingsitaliener. Vergessen werden die Anreisen mit dem Auto, der Spaziergang hin zu mir an die Haustüre.

Andererseits - mein Lieblingsitaliener ist er schon noch. Nachdem's geschmeckt hat, werd' ich ihn mir im Gedächtnis behalten. Für den Fall, daß ich seine Dienste irgendwann wieder in Anspruch nehmen will.

Bei meiner Mutti kann ich mir das aber sicher sein, daß mir keiner ins Essen gespuckt hat, bevor's mich erreicht. Oder sonst irgendwas Spöttisches beim Kochen oder mit dem Brät angestellt worden ist, wovon ich, höchstens gut dafür, teuer zu bezahlen, keine große Ahnung hab'.

 

Natürlich nur, solange ich, der Idiot, nicht auf was Festeres beiß'...

 

 

Alles paßt, alles kommt hin, Helen.

 

 

 

 

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