"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach": 98
21. März 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Ein Sommernachmittag und das Makabre danach"
Ich: 'Ich hab mich in Helen verliebt. Auch, weil Helen mir gefallen hat. Helen war schön. Du bist schön, Manuela. Vielleicht bist du sogar schöner wie Helen, Manuela.'
Manuela: 'Ah! Ah - ja, Bern-die?'
Ich: 'Ich hab' mich in Helen verliebt gehabt - auch, weil Helen hübsch war. Mir gefallen hat. Sicher doch! Jetzt haben Helen und ich uns aber getrennt. Obwohl ich Helen eigentlich heiraten hab' wollen ...'
Manuela: 'Du meinst, Bern-die, du bist gerade sehr, sehr ein-sam. Du bräuchtest eine ... Eine, mit der du ... Da komm' ich dir gerade recht ...'
Ich: 'Bit-te, Manuela!'
Manuela zuckt die Schulter.
Ich: 'Du bist einfach hübsch, Manuela. So hübsch. So hübsch, wie du bist ... So hübsch, wie du bist ... Kann ich dir überhaupt nicht oft genug sagen, das.'
Manuela: 'Helen hat deine Verlobte geheißen ... Bin ich also viel hübscher wie die, Bern-die?'
Ich: 'Du bist hübsch, Manuela. Und sicher ist Helen auch hübsch. Alle beide seid ihr hübsch ...'
Manuela: 'Aber - was war, Bern-die? Warum seid ihr beiden nicht mehr zusammen, Helen und du? Warum bist du nicht mehr mit Helen zusammen?'
Das wollte ich Manuela einfach noch nicht klar beantworten, irgendwie. Ich: 'So hübsch, wie du bist, Manuela. Fast würd' ich sagen, du bist noch viel, viel hübscher geworden. Noch viel, viel hübscher. Kann dir nicht sagen, wie ich das gerade bereue, das, wie das damals zwischen uns gelaufen ist. Hätten uns nicht aus den Augen verlieren dürfen, Manuela.'
Manuela: 'Tja, Bern-die, haben wir aber. Ist Tatsache.'
Hört sich nichts schrecklich an, Tagebuch, was?
Wie ich das Geplapper da zwischen Manuela und mir im Mezzolatte ungefähr umsetze, das verbreitet bei Dir nicht viel Schrecken.
Aber - mich ... Mich schüttelt's. Vor Entsetzen.
*
Zwanzigster Juli, mein Tagebuch.
Uhrzeit: 05:04.
Ich war auf Horror. So richtig auf Horror.
Der blanke Horror hatte mich gepackt, Tagebuch.
Anders ist das nicht zu nennen - Horror!
Horror, minutenlang hatte mich der im Griff.
Geschüttelt hat's mich wie toll. Die Brust war mir zugeschnürt. Hatte Schwierigkeiten, Luft zu kriegen.
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