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Blog von TeddeMehr

Eine Politik auf Erden

10. November 2019 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #hug it

Eine Entschiedenheit wurde am "Urknall" zur beherrschenden Charakteristik, die es früherdings einfach so nicht gab. Nicht in den Wissenschaften. Als Wissenschaftswelt guckte man freisinnig und ergebnisoffen hinauf in den Dunkelhimmel, zu den Sternen. Die zwanziger, dreißiger, bis hinein in die vierziger Jahre. Verhältnismäßigen Freigeist übte man als Wissenschaftsmensch. Bei einer verbesserten Optik entdeckte man glattweg Dinge, die man rasch am Neuigkeitenmarkt unterbrachte, einer Veröffentlichung zuführte. Ohne sich groß was drum zu scheren, ob da jemandem eine Nachricht, Neuigkeit am Sternenhimmel passen würde oder nicht.

Durchaus paßte da was nicht jedem. Jemandem, der eine relative Zuschauerrolle hatte, nicht im mindesten. Mancherorts echt fürchterlich überrumpelnde Dinge, die man auf Erden erfuhr, das Kosmos anbetreffend. Man stelle sich nur diese fürchterliche Vielzahl an Galaxien vor, die man urplötzlich katalogisiert präsentierte, mit Namen, Bezeichnungen versehen. Haufenweise Parallelgalaxien zur Milchstraße. Allesamt hell ausgeleuchtet, strahlend, diese und jene noch mal um einiges gewaltiger als die eine schlappe Milchstraße, der man selber auf Minimalstäubchenniveau anteilig war. Die Erde drehte sich lange um die Sonne, das hatte man zugestanden, und nun: Grundlegend nirgends hockte man als Mittelpunkt wo rum. Nicht das geringste, das sich um einen herumdrehte oder sich irgendwie großartig um einen scherte. Randverortet hatte man selber seinen Milchstraßenplatz, einen, nicht mal auf Bazillengrößenniveau, übersetzt man sich das mit den Größenumfängen. In einem Sonnensystem hatte man seinen Platz, einem unter zigfach Millionen. Praktisch die Frage, ob da dort an sich einmal eine einzige Sonne samt Planetenystem wo eine Sekunde fehlte, fehlte es wo. Oder ob eine Denke, nicht vielmehr etwas wie Jacke und Hose. In Wahrheit war man ...  Allerhöchstens die einem eigene Paranoia, die ... So als "Abbild Gottes". Nach dem "Abbild Gottes" erschaffen.

Nirgends nichts größer Exklusives, echt wahr, das war man. So am Spiralarm der einheimischen Milchstraße, anteilig einem Sonnensystem, beleuchtet von einer Sonne, wie es sie im Dutzend billiger gab. Selbst noch größere Sonnen existierten, alleine in der Milchstraße, hört man nicht auf, in diesen bestimmten Größenmaßstäben in der Gegend rumzudenken. Daß ... Daß der Horizont im Weltall ein Wahnsinn war. Ganz nahe betrachtete man dann diese gigantomanischen Nachbargalaxien, bei denen dabei man in einem wahren Galaxienhaufen mitfuhr, in jenem Haufen, daß man mit voranreiste. Daß man durchaus die Frage stellen konnte: Wer war der Mensch eigentlich? Der eine, diese "Besonderheit", die, echt wahr, tatsächlich jene Versuche unternahm, sich die Erde "untertan machen" zu wollen. Als dürfte er sich durch Worte bei Glaubensfragen in Echt zu so was veranlassen lassen.

Voll weggebolzt wurden da welche, bei der Sicht auf sich und ihre eigene Größe. Obzwar sie sich als Mittelpunkt von allem sahen. Man war es schlußendlich DAS, das Ebenbild "Gottes". In der Weise lehrte man es. Alles demnach dermaßen was von schrecklich, beim eigenen Ego schwer mit der und der Tatsache zurechtzukommen, von der man durch Sternengucker und jenen bei den mathematischen Rechenaufgaben etwas erfuhr. Das Mittelalter war überdies für einen auch schon länger her, man hatte Aufklärung, "Reformation" erfahren, DAS zu ertragen lernen müssen. Zu Mittelalterzeiten hätte man Gericht gehalten, nach ergangenem Urteil Scheiterhaufen aufstapeln lassen, "Hexen" und "Zauberer"im Feuer bei lebendigem Leib verbrannt. All das. Diesen und jenen Astronomen hatte man die Mittelaltertage ja auch böse segiert, nur weil einer ansagten, daß sich die Sonne nicht um die Erde, sondern die Erde um die Sonne .... Bei Glaubensfragen war man nicht ewig mühselig am Rumdiskutieren. Von Folter, Qual und Elend hatte man nicht bloß was leer dahergeredet; man hatte "katholisch" gemacht. Zur Wirklichkeit hatte man derartiges bei vielen gebracht, den einen "Gott" vorschützend. Und jetzt ...

Zwanziger, dreißiger, vierziger Jahre. Man lag nahezu darnieder, war Wissenschaftsneuigkeiten und wissenschaftlichem Wissen fast hilflos ausgeliefert. Richtig ausgesetzt war man. Nichts konnte man im mindesten kontrollieren, obwohl man früherher sich darum bekümmerte, was Menschen wissen durften, was nicht. Umständlich "Exkommunikation" drohte man an, besprach die "heilige Inquisition", dieses und jenes bei dem Thema, guckte dabei in gleichmütige Gesichter, als hätte da wer nicht richtig gehört, was ungläubig nicht recht verstanden. Während man beim eigenen Teleskop in die Sternendunkelwelt hinausblickte. Priesterschaft unter sich, das Neueste aus den Wissenschaftsmedien selber in Augenschein zu nehmen. Die Berechnungen von kosmologischer Physik ließ man sich erläutern. Selbst die Ergebnisse versuchte man gegenzurechnen, Fehlerhaftigkeit aufzufinden. Bei "Außerirdischen"-, "Marsianer"-Gerede, den Tausendsten "Ufo"-Sichtungen. Die "Schäfchen" am Kirchenhof plapperten einem wissenschaftlich daher. Was angelesen hatte man sich, keine Sachverhalte des Glaubens. Mancher fehlte überhaupt in der Kirche, hörte sich dort nichts weiter mehr an. Selbst noch um die eigene Weltentstehungslegende, dem bei "Gott schuf ..." hatte man sich seine Besorgungen, Kümmernisse zu bereiten. Größte Verzweiflung herrschte vielerorten vor, bei den Kirchenleuten: die "Engel", die - das waren doch keine "Außerirdische".

Irgendwas hatte man dringendst nötig, seit längerem, die zwanziger, dreißiger bis hinein in die vierziger Jahre. Bei den Wissenschaften mußte man Einfluß geltend machen können. Da hatte sich was zu ereignen. Für die höchsteigene Weltsicht im Religionssinne mußte sich was bei denen mit den Wissenschaften abspielen. Irgendwas Gehöriges hatte zu passieren. So, wie die bei den Wissenschaften unterwegs waren, so konnte es mit ihnen nicht weitergehen. Und es ging auch nicht so weiter. Im Laufe einer "Urknall"-Debatte konnte man was mitkriegen, hochfahrend, daß man was merkte. Um zupackend zu werden. Auch noch während allerbester, tauglichster Tage. Die Aufmerksamkeit der Welt, eher abgelenkt, auf das Geschehen bei den "Nazis" und dem Rest an Faschistenbagage gerichtet. Viel Not, Elend und Krieg herrschte bei einem mörderischen Weltkrieg. Den "Nationalsozialisten" zu verdanken, dem Faschismus im allgemeinen, das so viel Ablenkung war. Daß ...

Die große Epoche der Faschisten, "Nationalsozialisten", die sich in den Vierzigern einem Ende zuneigte. Kaum war man zu jener Zeit am Ball zu beobachten. Weil eine umfängliche Unaufmerksamkeit vorherrschte. Im Laufe von diesen gewissen Lebenstagen, als die "Nationalsozialisten", Faschisten ihr Schicksal fanden, daß es dann "Urknall" werden konnte. Endlich war man dazu befähigt, daß man es "Urknall" werden lassen konnte. Der "große Knall", bei Hubble und Kollegenschaft war er in den Wissenschaften unterzubringen. Ganz grundsätzlich. Damit wollte man sich zu Ruhe und Frieden verhelfen, bei den großen Glaubensfragen. Eins zu eins entsprachen sich die Weltentstehungslegenden des "Urknalls" und des "Im Anfang schuf ...". Zwar sprachen Wissenschaftler weiter nicht von einem "Gott". Als "Singularität" und bei so Worten deuteten sie einem diesen "Schöpfergott" allerdings an. Nur, im Grunde war das einem voll gleichgültig, daß man in der Wortwahl nicht ausgereifter übereinstimmte. Für "Gott" konnte man denn selber sorgen. Dafür war man die Priesterschaft. Die Hauptsache war ohnehin das eine "Urknall"-Ereignis. Mit dem sich der Gleichklang der Weltentstehungslegenden offiziell für alle auf der Erdenwelt einstellte. Dafür war zu sorgen, daß Wissenschaft und Religion sich in dem Sinne gleichschalteten. Daß den Wissenschaftlern endlich der "Urknall" das EINE Wesentliche wurde. Bei Hubble konnte man das EINE endlich umfänglich unterbringen. Den Rest am Weltbildmarkt vom Tisch herunterwischen. Selbst wenn man Hubble, wenn man ihm begegnete, nur kurz mit Handschlag begrüßte, Hubble dann rasch wieder stehen ließ, weil Hubble ungebärdig daherzureden verstand, mußte man das schon zugeben, Hubble, der war der, der eine Faktor. Ohne den wäre man vielleicht nicht so großflächig an den "großen Knall" herangekommen. Wie man ihn in der Folge Hubbles für alle auf der Erdenwelt unterzubringen vermochte. Nicht größer kommentiert, wie selbstverständlich einvernehmlich hingenommen. Das, daß bei den Wissenschaften eine "Wissens"-Feststellung war.  Mit der sich alles Wissenschaftliche grundlegend änderte: beim Endergebnis "Urknall". Jeder Forschende, der seitdem vom "Urknall" auszugehen hat. Oder ... Dabei hatte man am "Urknall" auch nicht mehr Wissen am Platz wie eine Religion, die Glauben zuzugeben hat. Wissen, wissen tat man was nicht; wer gläubig war, der glaubte an die und die Sache. Und weiteres war mit dem "Urknall" in Wahrheit auch nicht los. Außer, daß man den "großen Knall" von oben herab verordnete. Ihn zur institutionellen Lehrmeinung umgestaltete. Vor Jahrzehnten. Nicht unter der Überschrift "Glauben", beim "Wissen" steht der "Urknall" im Lexikon.

 

 

 

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