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Blog von TeddeMehr

Religiös hinab zur Erde

11. November 2019 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #hug it

Gereizt war man lange Jahre, von kirchlicher Seite. Bei "Science fiction" und dem Gesamten, mit dem jüngere Leute umgingen, sich Träume erzählen ließen, selber am Universum träumten. Da wünschten sich Theologen, Klerikale Zugriff, Einflußnahme. Auch Abwertung, Herabsetzung dieser "Science fiction"-Inhalte. Von Träumereien, die weniger mit Religionsinhalten zu schaffen haben. Man sollte beten, in die Kirche gehen, Priester, Nonne werden, keine Zukunfts- und Weltraumromane lesen.

Es war wirklich alles mögliche ganz fürchterlich, vieles rund um den Globus, für die der Institution Kirche. Selbst noch Teleskopanlagen, die man sich für den Kirchenstaat besorgte, mit eigenen Augen hinauszugucken, in die Untiefen des Weltenraums. Bei den Zahlenwerten und im Formelhaften unternahm man manches, denen der Wissenschaften unbestimmt hinterher- und was gegenzurechnen. Irgendwann fühlte man sich wissenschaftlich in einer Weise firm, entsandte Leute auf beinah jedes bessere Wissenschaftlertreffen, solche, die ihr Priesterwesen lediglich andeuteten, geduldig wissenschaftlich daherredeten. Als wäre irgendwas der Wissenschaften ihr Interesse.

Alles räkelte sich trotzalledem sinnlos in der Gegend rum. Allen Klagen zum Trotz, die man bei Wissenschaftsleroberen-, -koryphäen und staatlichen Institutionen unterbrachte. Die angeseheneren "Gottsucher" unter den Wissenschaftsleuten, die allerdings an der gesamten Ausrichtung wissenschaftlicher Forschungstätigkeit auch nicht recht was ändern konnten. Man blieb ergebnisoffen, freisinnig, freigeistig. Entschied sich lieber nicht für irgendwas. Für nichts, das da diesem und jenem einmal nachdrücklicher, einmal weniger nachdrücklich, vor- und angetragen wurde.

Nichts wollte sich wie gewünscht abändern, man fand keine Tür, die sich weiter öffnete, als daß man, freundlich im Ton, abgewiesen wurde. Auf die einen Gedankengänge mit dem bestimmten religiösem Hintergrund wollte man nicht unbedingt eingehen. Man blieb mit seinen Religionsdringlichkeiten verhältnismäßig außen vor, wie im Abseits, mit sich und seinen Anliegen. Bis, bis sich doch noch so eine bessere Gelegenheit für Dinge ergab. Für gewisse Mächte, Kräfte an den Kirchenstaathöfen, die um ihre Macht, ihren Einfluß in der Menschenwelt sich besondere Besorgungen machten. Bekümmert sah man selbst materielle Pfründe in Gefahr. Handfeste Interessen hatte man. Am Devotionalienmarkt. Also war dann war doch noch was am Abgehen, so richtig mit sich durchdringen zu können. Einfluß zu nehmen, auf das Wissenschaftsvolk, das weiter anstellte, was es wollte. Am Kosmos befeuerten die Sternengucker und Physiker gottlos die menschlichen Phantasien. "Science fiction", Zukunftsromane, das war eine Ware, die einem die zwanziger, dreißiger, vierziger Jahre aus den Händen gerissen wurde. Weltweit hatte der Zukunftsroman eine große Zeit. Währenddessen allüberall in Europa die Faschisten rumtanzten, unter denen die "Nationalsozialisten" rundweg die Allerschlimmsten waren. Reinste mörderische Abartigkeit, Widerwärtigkeit, bei einer umfänglichen Volksverdummung. Ignoranz, Intoleranz wurde bei der "nationalsozialistischen" Borniertheit ganz groß geschrieben. Der "Nationalsozialismus", der bei den als kulturell hochstehend vermuteten Deutschen die bösartigste Ausprägung des einen Faschistenunwesens war, das viele europäische Staaten heimsuchte.

"Ufo"-Sichtungen waren außerhalb Europas Gang und Gäbe, mit "Marsianern", der Landung von "Marsianern" in Nordamerika - eine einfache Interpretation einer Jules Verne-Geschichte aus dem neunzehnten Jahrhundert -, konnte eine Wahnsinnshysterie veranstaltet werden. Es war geradezu unglaublich, was da im Ernst abging, bei den Nordamerikanern. Am Kirchenvorplatz nahe den Gräbern war häufig ein arges Gerede. Nicht um "Engel", den "Heiligen Geist" drehte es. Sondern um "Außerirdische". Zwar oft als Monster beschrieben. Nichtsdestotrotz hatte man begreiflich zu machen, man stelle sich das mal vor, daß diese "Außerirdischen" sicher keine "Engel" wären, nichts, das mit dem "Heiligen Geist" zu schaffen hatte. Vielmehr waren sie "Teufelswerk", "Blasphemie".

Aber nun, es tat sich was. Iin den Vereinigten Staaten. Hubble, der Wissenschaftler, tauchte auf, Hubble und Kollegenschaft. In den Staaten, wo für manche Wissenschaftler bei den Artikelveröffentlichungen in Wissenschaftsmagazinen alles beinah wie immer war, wurden Hubble und Co zu einer Hausnummer. Zwar umfinsterte Tage, nur, außerhalb Europas existierte auch noch eine Erdoberfläche, alles auf ihr ein klein wenig anders, ungezwungener. Hubble, der forschte glattweg exzentrisch, unbeeindruckt von allem Geschehen woanders an Geschehnissen bei "Galaxien". Allerhöchstens nachrichtentechnisch medial, daß Hubble und die Kollegen Hubbles in den nordamerikanischen Staaten mitkriegten, welche Kriegsgeschehnisse es gab. Welch ein grausamer Krieg das war, der zweite Weltkrieg. Hubble, derweil munter dabei, bei Sachverhalten, die die Fahrt und die Reise von Galaxien in der Betrachtung hatten. Das Reiseaufkommen von Galaxien und -haufen, eine Voranfahrerei im ätherischen Vakuumdunkel des Weltraums. Irgendwas mußte da die Galaxien in Gang und auf Tempo gebracht haben. Vielleicht ein "großer Knall". Hubble war der, der das Geschrei bei der "Urknall"-Denke voll befeuerte. Hubble und was seine "Kollegah's", die besorgten dem einen "Urknall"-Weltbild frischen Zunder.

Der "Urknall", der erfuhr eine Renaissance bei vielen Wissenschaftsmenschen. Durch Hubble waren sie auf- und angeregt. Der eine "Urknall", der darüberhinaus das eine war, das manche gläubige Menschen unter dem Wissenschaftsvolk seit eh und je liebend gerne exklusiv gesehen hätten. Bei Glaube und Religion hätte man den "Urknall" längst gerne installiert gehabt, ihn untergebracht. Damit man sich nicht so abgesetzt von Dingen des Glaubens vorfände, bei den Wissenschaften. Man war als Wissenschaftler doch auch zu Glaube und Religion fähig. Selbst der Forscher am Sternenhimmel und der, der bei den mathematischen Formeln rechnete.

Und nun, weil man Hubble und Hubbles Kollegenschaft und jener Forschungsarbeit Hubbles bei den Galaxien, die Hubble und die seinen zahlreich als Wissenschaftsneuigkeiten nordamerikanisch veröffentlichten, mehr und mehr Aufmerksamkeit schenkte. Angeregt besprach man mit dem bei Hubble auch das am Weltbildmarktplatz. Der "Urknall", das eine bei den Wissenschaftlsweltentstehungslegenden, das mit einem scharf umrissenen Anfang, einer Endspielmöglichkeit und eben diesem einen, dem dazwischen, daherkam. Eine universelle Weltentstehungswegstrecke hatte der "Urknall", allerbeste Religionsentsprechung hatte er damit. Das "Im Anfang schuf ...", das unzweideutig bei den Begebenheiten am "Urknall" mit im Lokal. Daß man bei den Wissenschaftsdiskussionen demnach ganz woanders von den Sitzen hochkam. Während die Wissenschaftler am Kosmos sich von wegen des "Urknalls" erhitzten, meinten Figuren da: "Bingo". Endlich "Bingo". Dort, wo man mit Studiengang "Theologie" umging, erregte man sich mehr und mehr. Denn, das war es doch. DAS, auf das man ewig gewartet hatte. Diese Chance, sie mußte genützt werden, daß ... Die Wissenschaft, quasi ein weltliches Konkurrenzunternehmen, bei dem konnte man gleichschalten. Wissenschaft und Religion gleichschalten. Und, sie wurde genützt, die gute Gelegenheit, Wissenschaft und Religion waren gleichzuschalten. Mit dem "Urknall" übernahm man die Herrschaft, regierte durch. Despotisch, autokrat. Entweder, man war für den "Urknall". Oder man ...

Muß man sich echt vorstellen: Europaweit hatten sich die Nationalsozialisten, die Kollaborateure der "Nationalsozialisten" und all die restlichen Faschisten zu ergeben und zurückzuziehen. Derweil bei jenen der Wissenschaften nochmals kurz was wie in einem ordinären Faschistenstaat durchregiert wurde. Von oben nach unten. Mit der großen "Urknall"-Installierung schuf man Tatsachen, die im Grunde die Ausrichtung wissenschaftlicher Arbeit grundlegend änderten. Bei einer "Wissens"-Feststellung am "großen Knall". Bis in die heutige Gegenwart ist diese Änderung wahrnehmbar. Erkennbar, wie sie trägt.

Und wie man weiter in der Landschaft rumforscht, hektisch ist am "großen Knall". An diesem Endergebnis. Seit Jahrzehnten vorgegeben.

 

 

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