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Blog von TeddeMehr

Südliche Lande

29. Mai 2019 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #hug it

Bei Tolkien haben die Südländer, die als Menschen an der Seite der "Orks" kämpften, nicht viel Gesicht. Finden lediglich so beiläufig Erwähnung. Genauso wie die "Piraten", die es auf die Schiffe der abreisenden "Elfen" abgesehen hatten. Als nichts weiter wurden die "Südländer" aufgeführt, als als diejenigen, die am Schlachtfeld haufenweise an der Seite der "Orks" liegenblieben. Irgendwas größer Heldisches darüberhinaus wollte Tolkien nicht ohne Not von ihnen erzählen. Außer eben, daß ihrer Heerscharen waren; bei denen Trupps sogar Elefanten mit sich führten. Beim großen letzten Gemetzel blieben sie eher gesichtsloses Schlachtvieh, namenlose Leichname vor Ort.

So "Südländisches", das hat auch die Gegenwart anzubieten, erst mal kurz die im Jahre '19 nach dem Millenium. Ein Sonderangebot. Ein billiger Aspekt geht bei ihm klar. Der von mal zu mal eine Zuspitzung erfährt. Immer besser wird da was, als Nachgang der Gesamteuropäischen Jahr '19-Wahl. Einer Wahl, bei der es zu mancherlei Ergebnissen kam. Obskur. Fürs Schaudern.

Da möchte nun einer geradezu noch jedermann das Wort führen, in so einer südländischen europäischen Regionalität. Dermaßen euphorisiert IHN das Wahlergebnis, dieser Stimmenzuwachs, zu dem man es mit ihm als Zentralperson bringen konnte.

Ganz vergessen soll da ein jeder dieser Südlandregion Europas, was einer ist. Von wo er herkommt. Nebenher auch das, das ER, allem spottend, hemmungsbefreit, längst anstellte. Mit welcher Häme er das von oben herab unternahm. Was der wirklichen Übelkeit im Grunde genommen. Dort in den Regionalgebieten, in denen sich viel zu viele ihm gegenüber irgendwie heutzutage als Gedankenlose erweisen. Solche, die sich zu gerne von ihm blenden lassen. In einem immer größeren Maßstab, daß sie das "Stimmvieh" für ihn geben. Nichts kann IHM anscheinend anbei bei IHNEN mehr was schaden. Alles scheint lange gleichgültig, nochgerade das, von welchen Balkonen ER sonst noch herunterspricht. Nun führt er sich auf, als sollte am besten jedermann restlos jegliches vergessen, bei seinem Antlitz. Eben das, welchem Parteiwesen er doch entstammt. Auf wen oder was er von daher immer deutlicher Bezug nimmt. Als dürfte er DAS schadlos so anbringen, verhält er sich. Als wäre das denn schon DAS, das ALLE von ihm erwarten. Und ER gibt es den vielen.

Im Namen von einem JEDEM da möcht er derweil sprechen. Als Wahlsieger. Als könnt niemand mehr irgendwie noch für sich selber denken, so sein Gehabe. Keine weiteren Perspektiven am Horizont, außer den SEINEN. Als wäre er bereits jenseits von Gut und Böse. Jemand dieser Weise. Beim Denken soll sich jedermann an der Hand  nehmen lassen, ausgerechnet von IHM, gleichgültig, welcher Partei man ansonsten anhängt.

So ein Telepath und Jedermann-Umarmer hockt da hemdsärmlig rum. Einer, der vorgibt, praktisch das Innerste von einem jeden haarklein zu kennen. Nebenher deutet ER für seine gläubigeren Ureinwohner noch viel was Religiöses an. Läßt oft das Wort "Gott" fallen, was von dem in Worten, Sätzen anklingen. Schon lustig, auch DAS noch. All das wohl für den einen einzigen Zweck, noch mal breiter aufgestellt bei so dröger Wählerschaft zu sein, unter denen viele es ausgerechnet bei IHM immer kritikbefreiter lieben. Selbst noch Spaß an Kritikwürdigstem von ihm hat man von dem her. Als wäre man ... Ohne jede Selbstreflektion. Regelrecht, als verlange, fordere man von dem her noch was von IHM, verhält er sich. Er, der gerne Wünschen nachkommt. Als dieser Wünscheerfüller, daß er sich präsentiert. Schlußendlich das kleinste Problem von ihm, angesichts SEINER Parteiherkunft. Und wenn er "was für die Leute tun kann", wenn DAS "denen so gefällt", er ist von daher gerne bereit, was in dem Sinne für jedermann zu unternehmen. Wie man ebenfalls jede Menge "Selfies" zusammen mit IHM kriegen kann, hat man danach das Verlangen. IHM hilft auch DAS aus.

So die fast fiebrig glotzende Leuteschar, zutraulich geworden, seltsam aus der Wäsche guckend, komisch dahergrinsend. ALLE die, die kein Arg mehr in ihm vermuten, weil sie dem Argen großflächig anteilig wurden. Dieser Art gestatteten, bei sich vorzukommen. Von dem her ist heute jeder andre doof, wenn er sich nicht von IHM das Wort führen lassen möchte. War sicher auch der "Duce" ehedem oft dergleichen Ansicht. Der "Duce", der ebenfalls den vielen andeutete, er spräche doch ganz in ihrem Sinn. Er gab das ja den Nachrichtenmedien vor, was die Meinung im ganzen südländischen Land sein sollte, in alter Epoche. Nebenher bei dem Umstand: Wer nicht für mich ist, ist gegen mich. Manch Eingesperrter, der wähnte, doch noch was anderes meinen zu müssen, war mal in alter Zeit der Beweis. Wie manch einer das beweist, der beispielsweise in diesen Gegenwartstagen in der Türkei in den zahlreichen Gefängnissen sitzt. Dort, in der Türkei, wo längst alles so ist, wie so Figuren in der Europaregion "Italien", "Frankreich", "Deutschland" es gerne hätten. Wo sie derweil weiterhin erst noch mit sich hinkommen müssen. Man konnte bisher immer nur noch ein Stückweit näher an den Thronsesssel heranrücken. Damit man so auf ihm Platz nehmen könnte. Wie der "Führer" ehemals, der "Duce".

Das ist das eine große Ziel.

Was lockt da? Scheinbar das, daß beide, der "Führer", der "Duce", als Despoten jede Menge Zeit hatten. Zwölf lange Jahre ging dem "Führer" das Unsäglichste noch durch, ehe er sich im Bunker doch dazu entschloß, sich zu erschießen. Auch der "Duce", der herrschte fast eine halbe Ewigkeit. Da hielt sich was, bis er kopfrunter vom Geländer einer Tankstelle hing. Tot. Seine Geliebte in derselben Position neben sich, eine, an der niemand irgendwas der Reize erkennen wollte, die der "Duce" mal an ihr entdeckte. Um sie noch am Leben zu lassen

Alle starben sie zwar nicht durch Altersschwäche. Zwischendurch lebten sie jedoch ein geraumes Weilchen, konnten jede Menge Machtfülle in sich vereinigen. Waren die Ansager für vieles. Nebenher noch "Kriegsherren", dergleichen. Sogar Tolkien konnten sie als Geschichtenerzähler ein klein wenig den Weg weisen. Bei der Art, wie er die große "Ring"-Geschichte seinen Kindern nahebrachte. Bei der Geschichte des einen vom abscheulichen "Dunkelherrscher" vor Urzeiten geschmiedeten Rings, die Tolkien später dann noch in Buchform verlegen ließ.

 

 

 

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