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Blog von TeddeMehr

Im Osten, wo kein Schatten mehr viel birgt

28. Mai 2019 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #hug it

Mann, Mann, diese Vergeßlichkeit.

Denke gerade ein bißchen an Tolkien. Den "Herr der Ringe". Muß sagen, weiß gerade nicht mehr, wie Tolkien die "Orks" genau beschrieben hat. Jene "Orks". So Ostvolk. Jene, vom Dunkelherrscher dem Menschen Nachgestaltete. Menschähnliche. Menschenimitate. An Armen und Beinen wie Menschenart aussehend. Und doch nicht mit übermäßig viel was an Menschlichem unterwegs. Am allerwenigsten mit einem menschlichen Charakter. Was die Gruppe, unter denen der Ringträger einer war, dann auch beizeiten unmittelbar zu erfahren hatte. Unter anderem von Ost-"Orks" wird die Gruppe angegriffen. In kleine Grüppchen zerstieb anschließend alles, von denen jedes der eigenen Wege zu gehen hat.

Jetzt ist zwischendurch im Heute die Europawahl geschlagen. Und im Osten der Europaregion "Deutschland" hat sich der Stimmenumfang von Leuten noch mal um einiges gemehrt. Die Ostländer, eine Region, in der man nach dem Mauerfall massiv mit dem Beibehalten von Früherem trotzte. Das sich direkt aus so den Tagen von zuvor behielt. Die, die bei den Kader-Namen weniger durch allzu häufigeres Auftreten auf den Bühnen des vormaligen Regimes bekannt. Bei einem Begriff als Parteinamen, der in der Demokratie auf was politisch Linksgerichteteres hindeutete, und doch nebenher, den Regionalbezug im Auge hatte, auf das Vorhergehende verwies, das verging. Das wählte man denn in den Ostländern bei den demokratischen Wahlen über Jahre hinweg bei den Prozentzahlen ziemlich in den zweistelligen Bereich. Statt sich davon abzuwenden, lieber das für sich zu erwählen, das im Westen eher frei gewählt wurde. Sturköpfig achtlos gegenüber den Begebenheiten des früheren Regimes bewahrte man sich DIE. Die sich wie Demokraten und bürgerlich antäuschten, obwohl grundsätzlich klar war, welchen Kadern da die in den Wahlkabinen Gewählten entstammten. Als wäre der "DDR"-Überwachungsstaat, das "kommunistische" Staatswesen, das jedermann von oben herab indoktrinierte, eigentlich für viel zu viele nicht allzu schlimm gewesen. Hätte man sich die "DDR" ruhig noch ein Weilchen länger behalten können. An sich. Pech, wie es denn durch den Mauerfall und dem Fall des eisernen Vorhangs kommen hat müssen.

Das war also das Damalige an Trotzigkeit. Aber nun, heutzutage, diese Gegenwartszeit, dreht sich das Gesamte noch zu was viel Schlimmerem um. In seiner Unsäglichkeit an biestiger Bösartigkeit kaum zu überbieten. Aus diesem einem unbestimmten, seltsamen "Links" der neunziger Jahre gebiert sich in diesen Gegenwartszeiten geradezu die Übelkeit an sich. Obwohl so was bei einer Bodenfläche des Links- und des Rechtsraus, wo der eine nur scheinbar weit vom anderen entfernt steht, mitinbegriffen ist. Am Ende eher ein Knick in der Optik, daß man da die große Ferne wähnt, statt da die irre Nähe des einen zum anderen zu erkennen. Derweil jeder dort locker über den Gartenzaun zum Nachbarn rübersteigen kann. Wie das eben gerade lustig ist. So scheint es ostwärts auch gekommen zu sein. Jetzt zeigt sich vormalige Schein-Rot als politische Ausrichtung auf eine boshafte Weise eingebräunt. Fast sind keine anständigen Worte mehr für diese Bräune mit seinen Figürlichkeiten zu finden. Spottet das jeder Beschreibung, allem, zu dem man beim bildlichen Beschreiben fähig sein könnte. Nebenher bei der Fragestellung: Erst DIE? DIE? DIESE? Und nun - neuerdings - DIE? DIESE? Ausgerechnet ständig so was, mit dem man sich umtreibt. Warum denn nur? Weshalb müßte man, als wer aus dem Osten, derartiges immer für sich erwählen? Etwas, neuerdings, im Jetzt, noch dermaßen weit von unterdrunter - bessere Worte dafür zu finden, das fällt schon schwer.

War ja schon was die Rede von jenem besonderen kleinbürgerlichen Mief, der sich in den Gartenlauben des Ostens Jahrzehnte breitgemacht hatte. Da so, hinter dieser einen hohen Mauer. Fast schon idyllisch hatte es von daher ein althergebrachter deutsch-nationaler Muff. Viel die vorgestrigste Vorgestrigkeit, aus JENEM heraus etwas lobend. Etwa JENEN Faschismus. Bei so Geschehnissen, die sich aus diesem Gestern ergaben, mit denen die altvordere DDR-Diktatur, die sich hinter einem politisch "linken", "kommunistischen" Parteibegriff verschanzte, arg rumzukämpfen hatte. DAS, das dieses "Links"-Regime, bei dem nebenher gar nicht so sehr viel sich von dem des anderen von noch viel früher unterschied, auch lieber im verborgenen hielt. Daß man mit der Aufarbeitung des Vormaligen ziemlich seine Probleme hatte. Daß sich öfters Dinge ereigneten, die in den rassistischen Übergriffe der "punk"- und "skinhead"-Horden gipfelten. Die "punks" und die "skinheads", dieses Britische, eine üble Seuche war das so ostwärts. Dieses aus dem britischen "Commonwealth": der "linke", biersaufende "punk". Der allerdings dem rechten "skinhead" gerne die Hintertür aufhielt. Schließlich war man gemeinsam miteinander auf der Anfahrt. Bloß, daß der eine nebendran beim "punk" in der Karre gerne übersehen wurde. Zu überdeutlich trat der beim "punk" nicht ins Licht. Durch die "punks" kam der "skinhead" allerdings von hinten rein ins Haus. Ziemlich oft war man überhaupt nicht voneinander zu unterscheiden. Ließ sich schwer ausdeuten, wer gerade zur Sekunde "punk" war, wer "skinhead". Irgendeine Art Glatze war bei jedem von denen mal. Bier konnten sie in trauter Eintracht miteinander literweise saufen. Auch in selber Weise die Leute bepöbeln.

Demnach, so die des Ostens: Aus dem "Linksraus" wen "Rechtsraus" gemacht. In der Gegenwartsepoche. Gegenwärtig ist man beim politischen Rechtsraus großmächtig was am Auffahren. Offensichtlich erfüllt von einer Böswilligkeit. Vergleichbar mit dem, wie sie in den Neunzigern den Nachgänger des einen Parteiwesens der "DDR" als das "Links"-Genannte, höherzahlig in die demokratischen Parlamente reinwählten. Die, die von denen über bleiben konnten, als da vordergründig noch was der "Kommunismus" vorgeherrscht hatte. Eine "kommunistische" Staatspartei. Die dem Kleinbürgergeist mitunter aushalf. Beim Soldatenspielen selbst noch in der Schule und bei turnerischen Parteigroßveranstaltungen an Begebenheiten Annäherung hatte, die bei dem mit dem "Tramp"-Antäuscherbärtchen schon gerne für "Das Volk", "Die Jugend" genommen wurden. Wußten Leute zu "DDR"-Zeiten ja auch, wie sie zu planen hatten, wo sie hinzugehen hatten, sobald die "Partei" rief.

Jetzt also ruft die "Bräune" SIE. Fühlen sie sich aufgerufen, diese trübe Kloake ... Diejenigen, die beim Klein- und Spießbürger so im Osten Wünsche haben, mit DEM.

Ekelhaft. Unsäglich. Schwer erträglich, das.

Jetzt kommen DIE von DORT. Aus dem Osten. In den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts noch so die bockigen "Linkswähler". Heutzutage versuchen SIE einen jeden mit DEM anzutanzen. So voll komisch DAS. Mit DEM.

Auch die aus den "Südländern", die "südlichen Menschen", von denen Tolkien als die "Heerscharen" Verschiedenes textete, vielen sind DIE in dieser Gegenwartsära neuerlich ein Begriff. Tolkien beschrieb sie als DIE aus dem "Süden", die dem Ruf des "Dunkelherrschers" folgten. Sich für DAS beim "Dunkelherrscher" in das Schlachtgetümmel warfen.

 

 

 

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