Wer echt was vom "Knall" hat
Finstere Zeiten herrschten die gesamten vierziger Jahre durch. Qual, Elend hoch zehn. Wer lebte, der hatte sich wirklich wegen anderen Dingen zu bekümmern, als sich Gedanken darüber zu veranstalten, warum es denn plötzlich so großartig "Urknall" werden konnte.
Die Dunkelzeiten, ebenfalls ein Faktor, der sicherlich wohlweislich bedacht wurde. Man schätzte die Lage auch richtig ein: der "Urknall", öffentlich bekanntgegeben, der wurde gleichmütig zur Kenntnis genommen. Besondere Aufführungen hatte man wegen dem "Urknall" nicht zu gewahren. War man überdies dem Religiösen, eben wegen den besagten Düstertagen, die anhaltend waren, ziemlich wohlgesonnen. Bei viel Gebet mancherorts; es drängelten sich die Leute in den Tempeln und Kirchen. Hätte wer demnach darauf hingewiesen, daß beim "Urknall" die der Wissenschaften und das Religiöse sich wirklich bedenklich nahegekommen wären, freundlicher hätte man ihn deswegen nicht angesehen.
Dieser Apekt, wem wäre der überhaupt ein Begriff gewesen im unkommentierten Selbstverständlichen? Wer hätte so was gemeint, daß Wissenschaft und Religion sich am "Urknall" so ziemlich gleichschalteten? Beispielsweise bei jener einen Legende der universellen Weltentstehung. Als wäre das früherher die Vergangenheitstage auch schon so gewesen, daß man dermaßen übereinstimmte.
Dabei ... Dabei war am "Urknall" an sich eigentlich alles wie früher die Tage. Wie die zwanziger Jahre, die dreißiger, bis rein in die vierziger. Besser war das Wissen auch nicht unbedingt. Davon abgesehen, daß man Hubble für wichtiger als wichtig nahm. Mit Hubble in der Hinterhand, daß man auch vorkam. Bei dem bei Hubble, daß man den "Urknall" konstatierte. Beim "Urknall", daß man es von dem her auch zu einer umfänglichen Wissensfeststellung brachte. Dabei war der "Urknall" im Grunde auch nichts Abgesicherteres als irgendeine bessere Glaubenssache. Beinahe eine astreine Glaubensangelegenheit, der "Urknall". Kirchenabgesandtschaft der Marke "Kirchenstaat", die den wissenschaftlichen "Gottsuchern", denen mit der "schönen Formelhaftigkeit" dazutraten, zu ihresgleichen, Priesterschaft, ohnehin am Platz, wie ein gewöhnlicher Sternengucker daherzureden, sich bei den Rechenkünstlern in Weltall-Fragen umzutun. Die Abgesandtschaft aus dem Kirchenstaat, die nichts anderes zu bedeuten hatte, als das: des weiteren sollte für Entscheidungsfreudigkeit gesorgt werden.
Zufrieden davonfahren konnte die Kirchenstaatabgesandtschaft auch späterhin: Am "Urknall" wurde den religiösen Anliegen Genüge getan. Am "Urknall" gestand da Wissenschaft zu, daß man lange altes Wissen hatte. Ständig nur Neues, Ergebnisoffenheit zu wollen, das war Unsinn. Es war daran zu denken, daß zum Beispiel in den "Büchern der Bücher"immer schon DIESE Sachverhalte zu lesen standen. Tausendfach Generationen hatten sich DAS als Wissen schon angeeignet. Dieses eine Althergebrachte. Das man seit einer halben Ewigkeit zur Verfügung hatte; als Wissenschaftler hätte man sich nur darauf zu besinnen brauchen, was man "wußte", statt ...
Was brauchte man denn ständig "neues Wissen", wenn seit eh und je alles klar war? Wenn es denn bei Hubble und Kollegen der "Urknall" war, hätte er das nicht von Haus sein können? Seit Jahren? Wen interessierte all der Rest, dieses "Freigeistige"? Was sollte das denn immer?
Am "Urknall" brachte man es für die Wissenschaftsfakultäten, die Sternengucker und die der mathematischen Formelhaftigkeit am Weltall, zu einem Endergebnis. Die Festlegung darauf, daß man von nun an am "Urknall" forschen wollte. Sonst an nicht mehr viel. Alles nur mehr vor dem "Urknall"-Hintergrund. Aus ihm heraus. Der "Urknall", der in seiner Legendenbildung, was die Weltenentstehung anbetrifft, nahezu mit der Weltentstehungslegende übereinstimmt, die so "Bücher der Bücher" abbilden. Die Zeilen "Im Anfang schuf .."
Ward es "Urknall", war alles sofort wieder richtig geordnet. Für die der Theologie, die Klerikalen und der allgemeinen gewöhnlichen Priesterschaft, die Leute, die vor ihre "Schäfchen" hinzu zu treten hatten. Am "Urknall" kehrte dort wieder sorglos Ruhe ein. Weil für die Ansage "Gott" am "Urknall", für die konnte man selber sorgen. Sorgte man schließlich seit eh und je dafür. Dafür benötigte man keine weltliche Wissenschaft, überdies bei den haufenweise Bibiothkeken, die man selber sein Eigen nannte. Bis zum Rand mit Büchern vollgestellt, die kirchlich ausgerichteten Bibliotheken. Auch wenn die der Wissenschaften trotzalledem noch zusätzlich aushalfen, ihre Andeutungen machten. Etwa, indem der "Urknall" auch noch als "Singularität" umschrieben wird. Auch das mit dem "X-Faktor", das hat man mit dabei, zieht einen "X-Faktor" für das im Weltenraum mit in Betracht.
Die einen mit der "Gottsuche", die da ehedem die Macht bei den Wissenschaftsleuten genommen hatten, als Wissenschaftskonvent war. Zur großen "Urknall"-Installation brachten sie es, zusammen mit wissenschaftlich sich gebärdender und daherredender Priesterschaft, jene, die ihr Priestergewand nur nicht so überdeutlich trugen. Und: auf dem besagten Konvent, daß sich allem auch noch unzweideutige Kirchenstaatabgesandte allem dazugesellten. Allesamt, daß man Hubble vorschützte. Um für sich vor allem für eins zu sorgen: für eine Entscheidung. Für die Ruhe am perspektivischen Weltbildmarkt. Regelrecht durchregiert wurde, bei denen mit den Wissenschaften, von oben herab, dekretemäßig despotisch, autokrat. Quasi ereignete sich so was, daß die "Nationalsozialisten" und die restlichen Faschisten überall am Vergehen waren. Während da die Wissenschaftsleute in einem Moment noch ihr "Urknall"-Ermächtigungsgesetz abkriegten. Am "Urknall" stellte man ein "Wissen" fest. Alles, mit dem ein Schlußstrich unter dem von zuvor gezogen werden konnte. Mitunter verhielt man sich grobschlächtig, Kollegenschaft was androhend: Status- und Berufsverlust und so was. Damit griff man durch, wie es jedem Faschisten, "Nationalsozialisten" gefällig hätte sein können.
Mit dem "Urknall" brachte man es für die Wissenschaften zu einer umfänglichen Exklusivlehre. Eine, die bis heute von Professoren auch noch an den Universitäten Studentenschaft unterbreitet und vorgekaut wird. Daß man ja alles, wenn möglich, genauer versteht. Nur nicht so recht mit dabei so das umschattet Hintergründige am ferneren Marktplatz. Dafür muß jemand schon selber sorgen, für den weiteren Hintergrund.
Wer aber von Haus aus nichts gegen Religion und so etwas hat, dem könnte da ein Hintergrund am Ende gleichgültig sein. Gestern schon, heutzutage erst recht. Außerdem: Forscht man nicht am "Urknall", findet sich nicht so in IHN ein, dann hat und hatte man es ein klein wenig schwerer, umständlicher im Beruf. Praktisch, wenn man nicht mit den Wölfen heult. Man kennt den Spruch doch, was er einem sagen möchte.
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