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Blog von TeddeMehr

Die "Wissen"-Falle

20. November 2019 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #hug it

  Wohl eher nicht, daß die der Wissenschaften ein besonderes Interesse daran haben hätten können, da so was wie den "großen Knall" zu installieren - damit gleichzeitig vorzugeben, das am Universum, wie es eventuell vor Äonen entstanden wäre, das hätte sich nun unvermittelt entschieden. Quasi nach dem Motto: Böllerschlagsmäßig wüßte man Bescheid. Es wär gut für eine "Wissens"-Feststellung. Ob man beim "Urknall" noch eine Überraschung erleben könnte oder nicht.

Allen Unwägbarkeiten zum Trotz verhalf man sich zur großen "Urknall"-Installation. Fast, als wäre der "Urknall" ein Rundum-Sorglos-Paket. Vor allem auf Erden, am Erdplaneten unten, ist alles seit jenen "Urknall"-Installations-Tagen grundsätzlich "Urknall"-durchdrungen. Nicht länger das Unentschiedene, das man auf Lager hatte. Seit der "Urknall"-Werdung ballert, "knallt" ein "Wissen". Als ob sich zu jener Vergangenheitsepoche gegenüber noch früheren Tagen was geändert gehabt hätte, als man nicht exklusiv eine Legende meinte, eher mehrere auf Lager hatte. Allesamt waren sie genausogut drinnen. Die eine ebenso wie die andere. Während man sich beim "Urknall" eine knappe Ansage zu gewärtigen hat, eine, die bis heute am "großen Knall" ungefähr so gilt: entweder war man für den "Urknall". Oder, man kriegte unzweideutige Blicke ab. Als hätte man seine Hosen unten.

Bei der "Urknall"-Exklusivität, weil der "Urknall" doch als Resultat besprochen wurde, daß offen oder versteckt Probleme auf "Urknall"-Zweifler zukamen. Nochgerade, weil das mit dem "Urknall" auch noch staatlich-institutionell geregelt wurde. Zur allerbesten Lehrmeinung geworden, der "Urknall". Und lieferte man die nicht ab, vielleicht übernahm rigendwann ein anderer eine Professur an einer Universität. Einer, der eher gut vom "Urknall" sprach, statt bei seiner Besprechung traurig, lustlos herumzuknautschen, müde "Mühsal" an den Tag zu legen. Oder, bei einem Bewerbungsgespräch für eine Beschäftigung bei einem Teleskopauge am Sternenguckerberufshimmel, da kam es zu Irritationen. Weil man es an Begeisterung für den "großen Knall" missen ließ. Der Konkurrenz derer, die dieselbe Stelle wollten, die war ohnehin enorm. Nahm man denn einen anderen, Brauchbareren, Nützlicheren, einen, eine, ohne "Probleme" am "Urknall". Ganz davon abgesehen, daß einem so ohne "Urknall" am Plan der Arbeitsplatz und die Möglichkeit, in Wissenschaftsmagazinen das eine oder andere unterbringen zu können, irgendwie abhandenkam. Bei einem Statusverlust war nicht einfach mehr was zu veröffentlichen. War man schließlich denen ausgesetzt, die allesamt entschlossen für den "Urknall" gingen, mit ihm sich umtaten. Denen, die für den "Urknall" offen oder versteckt zensierten. Fehlten einem die Umfänge am"Urknall", so profund war man dann nicht mehr. Konnten einem die wissenschaftlichen Fähigkeiten womöglich abgesprochen werden.

Fast könnt man das festhalten, das am "Urknall", das ist eine "punk"-artige Szenerie. Der "punk", ein Ding aus den siebziger Jahren, das mit Kalkül aufgezogen wurde. Mit der Schneidereischere bei den Schnittmustern, daß man umging, mit den Anstecknadeln an der Kleiderpuppe. Die Art, wie sich der "punk" hochjodelte, könnt man die perspektivisch direkt bei derselben Zeitenebenen-Schiene-Geschichte verorten, wie früher jegliches am "Urknall". Guckt man nur üblich-naiv auf Schallplattenveröffentlichungen der siebziger Jahr, kann man da irgendwann eine Situation nach und eine vor dem Jahr '75 gewahren. Die einen Jahre, ehe es zur großen "punk"- und "skinhead"-Installation gebracht werden konnte. Auf dieselbe Idee könnte wer, der dazu die Lust hat, auch am "Urknall" kommen. Eine "lustige","freisinnige" Wissenschaftswelt mit jeder Menge Mitteilungslust vor dem "großen Knall". Eine beruhigtere, unbeseeltere Wissenschaftlerszene danach. Eine, nachdem mit dem "Urknall" das mit dem Neuigkeitenschub und Mitteilungsbedürfnis die Wissenschaftlerbühne verließ. Nahezu alles, was mit den Zukunftsromanen, den "Ufo"-Sichtungen passierte, ähnlich wie da die Geschehnisse an der Musikantenfront Mitte der Siebziger waren. Freudlosigkeit, Desinteresse und der schnelle Wegwerf-Verkaufsschlager, das, das ab dem Jahr '75 allüberall zurückkehrte. Ab dem Jahr '75, daß manche Musikanten sich keine besonderen Mühen mehr zu veranstalten brauchten. Sie, daß feststellten, wie knapp da Geld war, das für musikalische Produktionen auszugeben war. Bei den Plattenverträgen befand man sich überdies in einer prekären Lage. Eilends wurd noch der weichgespülte Müll von einem herausgebracht, währenddessen man seinen Vertrag nicht verlängert kriegte. Sogar noch echte Dauerwellenfrisuren wurden den weiterhin Langhaarigeren zwischenzeitlich absichtsvoll verpaßt. Die Musikanten von zuvor, die, die vor '75 spannend waren, die sollten selbst noch beim Aussehen so wirken, als wäre bei ihnen der Stöpsel gezogen, bei all der plötzlich an einem entdeckbaren Biederkeit. Nirgends mehr ein Vorbild für so junge krassere Idioten weit und breit, außer dem "punk", der den "skinhead" an der Seite schleichen hatte. Den einen, den "skinhead", der "punk", daß ihn mitbrachte. Schließlich waren "punk" und "skinhead"von Haus aus eine "Weimarer Republik"-Absicht. Bei den "punk"-Anfängen jedoch, daß nicht jeder das sofort mitkriegte, daß noch eine zweite Type beim "punk" anwesend war: der "skinhead". Der "skinhead", ebenfalls ein durchkomponiertes Püppchen, das als Figur in jedem Kasperle-Theater seinen Auftritt haben hätte können. Selbst Kinder waren in der Lage, den "skinhead" genauso geschwind von weitem zu erkennen wie den "punk". Nebenher war es denn auch noch möglich, ratzfatz von einem "punk" sich in einen "skinhead" zu verwandeln und umgekehrt. Während die in den Siebzigern weiterhin etwas Langhaariger Gebliebenen einigermaßen Müll an Texten und bei dem Musikalienlinien absondern sollten. Wie gesagt: man wollte eine umfängliche Entzauberung von Leuten.

Auch ein Zweck, den der "Urknall" inbegriffen hat. Der Sachverhalt jedoch am Universum. Seit dem "Urknall" erdenwärts ist alles wissenschaftlich ebenfalls nichts mehr so lustig, begeisternd wie vormals. Eher hakt's dauernd irgendwie wo. Auch bei den Wissenschaftsleuten ging nach dem Unterbringen des "Urknalls" unmerklich eine Art Spannung flöten. Ein Geist. Absichtsvoll herbeigeführt. Der "Urknall", ein Vorläufer eben jener "punk"-Art Mitte der Siebziger. Auch beim "Urknall" kann man den Eindruck bekommen, irgendwer hätte einen Stecker gezogen, Luft rausgelassen. Wie es sich mit Sicherheit manche Leute wünschten. Die krasse Übereinstimmung, dem am Horizont der Wissenschaft und jenem der Religion, sie war sicherlich auch staatlich erwünscht. Hatte neben der religiösen auch seine gewisse politische Motivation. Einiges war schließlich auch bei den Staaten weltweit, nachdem man mit dem "Urknall" das  "Gleichschaltungsgesetz" von Wissenschaft und Religion unterbringen konnte.

Die beiläufige, kaum kommentierte, ausgeleuchtete Gleichschaltung von Wissenschaft und Religion. Als man mit dem "großen Knall" das der Wissenschaftler mit dem der Religionen bei "Im Anfang schuf ..." in Gleichklang brachte. Der "Urknall", der bildet das zufällig ziemlich genau ab, was da in den "Büchern der Bücher" bei "Im Anfang schuf ..." die allgemeine Wegstrecke ist. Der Verlauf der Geschehnisse ist nahezu eins zu eins. Und, möchte wer hinsehen, gibt es am "Urknall" wie zufällig nur einen Gewinner: die Kleriker, Theologen, Kirchenstaatsleute und deren Priesterschaft dort. Bei denen konnte sich alles wieder abgesicherterer wie schon immer am Hof halten. Als da am "Urknall" die Perspektive in den "Büchern der Bücher" noch höchstoffiziell entsprechend der jeder Wissenschaft wurde. Der am Wissenschaftshof mit seinem gesamten unendlich weit gestrecken Universum, der war am Erdkugelrund unten glattweg das Nachgiebige, die Veränderliche, derjenige, der abwinkte, nachgab. Während sich bei der Feststellung "Urknall" die der Religionen strafften. Bis heute hat man ihn, diesen einen Frieden auf Erden, ein Ergebnis eines beschlußfreudigen, alles zugestehenden Wissenschaftskonvents. Die "Gottsucher", die ... Wahre Wissenschaftskoryphäen fanden sich unter den "Gottsuchern". Faktisch verließ ein Gewinner einen Ort. Einer, der was zu feiern hatte. Die vielköpfigen Kirchenstaatabgesandten hatten bei der Abreise nicht schlecht was für die Feierei gekriegt. Ihre Gebete, die waren erhört worden. Der Wahnsinn. Jahrzehnte hält sich dieser "Urknall"-Friede nun unter denen der Menschenkreatur. Nicht das Universum ist das Interessante am "Urknall". Das in Mondnähe. Das Irdische hatte man legendär im Sinn. Mit dem "großen Knall" böllerte es vor allem bei den Sternenguckern und denen mit der Rechnerei am Kosmos mitteinrein. Ergebnisoffen, das war man mal. Das Endresultat beim Wissenschaftsvolk seit einer Zeitenepoche, einige kurze Jahrzehnte erst her, bis in die heutige Gegenwart: der "Urknall". Der "Urknall", der hat DAS zu sein, das unterm Strich herauskommt. Wenn wo nicht "Urknall" rauskommt, ist es nicht wahr.

 

 

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