Als hätte ein Ablaß gereicht
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Kann man sich vorstellen, daß man Wissenschaftlern mit so was wie einem "Ablaßhandel" kommen konnte? Jedenfalls war durchzudringen, damals, während umfinsterter Zeit. Als es mit der Aufmerksamkeit einer Weltöffentlichkeit nicht weit her war. Tage waren, daß sich nicht viele Augenbrauen hoben, wegen was seltsamen Begebenheiten, Ereignissen mitten in der Wissenschaftslandschaft.
Damals, als es zu der einen "Wissens"-Feststellung in Sachen "Urknall" inmitten des Wissenschaftlersvolks kam. Obwohl man alles ganz bei alten belassen hätte können: bei der Ergebnisoffenheit. Bei all den gesamten Nachteilen für die Forschenden an sich, am "Urknall". War man zuvor für alles am Kosmos schließlich relativ offen, hatte auch nicht allzu viel für die Ländergrenzen auf Erden übrig. Der Wissenschaftler war oft genug jemand wie ein Künstler, freisinnig, -geistig. Weltoffenheit, -bürgertum. Um dann, bei der "Urknall"-Ansage, unvermittelt mit was bekannt zu werden. Ein astreiner Vorteil für die Kleriker, Theologen, der "große Knall". Einer für die Kirchenstaatler. Diese und jene Priesterschaft. Diejenigen erhielten am "Urknall" was.
Vielleicht ereignete sich das eine mit dem "Urknall", weil sich manche Mehrheitsverhältnisse in arger Gegenwartszeit verschoben hatten. Die zu jeder Menge Reise fähigen Nordamerikaner etwa, die dadurch nochmals ein paar mehr werden konnten, Plätze anderer einnahmen. Während von ebenfalls Interessierten, die früherdings wie selbstverständlich eintrafen, viel zu viele fehlten, abgängig waren.
Bei sich ließ man es also zu einem "großen Knall" kommen. Am Wissenschaftshof. Um das eine "Urknall"-Gestell bemühte man sich wie in Troja die Trojaner um das "Trojanische Pferd". Darüberhinaus, daß man fast so was beiläufig festhalten könnte: da bei denen der Sternenguckerei und des formelhaften Rechenwesens in Kosmos-Fragen, bei denen wurde in der Folgezeit regelrecht durchregiert. Von oben nach unten was durchgesetzt. Wünschen, Ansagen von andernorts, wo eine Religionsperspektive herrschte, daß man irgendwie stattgab. Als wäre einem manches überhaupt kein Begriff, von dem, was man als Wissenschaftler verlieren könnte, was nicht, wenn es erst "Urknall" würde. Kann man doch rückblickend überschauen, was denn in der Zukunft aus Dingen wurde, nach der umfänglichen Einführung des "großen Knalls" auf der Bühne der Entstehungslegenden für alles im Universum. Nachdem an der "Urknall"-Installation das Licht zugeschaltet wurde. Man da am "Urknall" auf Erden Kleinigkeiten zu sehen kriegte.
Einigermaßen unbegreiflich, daß man das bei sich geschehen ließ. Schließlich hatte man weniger was von diesem "Wissen", mit dem man den "Urknall" unvermittelt ansagte. Aus heutiger Sicht nochgerade, daß man vom "Urknall" noch mal viel weniger was hat. Bei dem, was man am "großen Knall" an freier Forschung und all dem gegen anderes eintauschte. Wenn man heutzutage so draufblickt, hätte man sich das Unbestimmte, die Unsicherheit für all die Begebenheiten im Universum echt behalten können. Es beim "Urknall" für jeden bei der Glaubensangelegenheit belassen, statt am "Urknall" ein "Wissen" kundzugeben.
Nur, eins am "Urknall", das ist klar: Leute, Personen, die waren drängelig. In ihrer "Urknall"-Begeisterung kannten sie keine Grenzen. Wahrhaftige Hysterie, daß man entfaltete. Fast eine Art religiöse Ekstase. Als hätte man einen Dornenbusch gesehen, der unvermittelt losbrennt. Dabei ist der in der Lage, sich ab und an selber zu entzünden. Man verhielt sich nichtsdestotrotz fast wie wahnsinnig, bei Hubble und so denen. Selbst die, unmittelbar vom Kirchenstaatinnenhof, daß deswegen noch extra angereist kamen. Händchen zu halten, unterstützend zu wirken. Daß man sich die eigene Entschlußkraft beibehielt, nicht etwa wieder spontan vom Weg abwiche.
Man blieb nicht kühl, bei den Wissenschaftsneuigkeiten bei Hubble und der restlichen nordamerikanischen Kollegenschaft Hubbles? Hubble, der mit der Fahrt, Reise von Galaxien umging. Da eine Fahrstrecke so und so ausdeutete, daß da die "Gottsucher" unter den Wissenschaftlern hochsprangen. Diejenigen, die den "Urknall" vor allen Dingen besprachen. Diese, bei denen wissenschaftlich sich verhaltende Priesterschaft hauptsächlich umging. Die, die im Grunde nichts Wissenschaftliches interessierte. Das der Religion war ihnen das oberste Anliegen. Gut, die Beichte, die vor ihnen abzulegen war, das war das, was sie sich außer Unterhaltung, Gespräch noch wünschten.
Die der Wissenschaftsfakultäten - als hätte da wer wirklich urplötzlich, so krude unbesehen in schlimmer Zeit, durchgegriffen. Als wäre wer mit solchen Vollmachten ausgestattet gewesen, daß da eine Geschichte - eine wie die "Urknall"-Weltentstehungslegende, die knapp dran war bei "Im Anfang schuf ..." -, daß die ... Wie in einem Despotensystem ... Kernig, von oben nach unten ...
Wie was, per Dekret. Eine Dekrete-Anordnung. Der "Urknall", ein durchgreifendes "Gleichschaltungsgesetz". Das,mit dem sich Wissenschaft und Religion gleichschalteten. Der Sternenguckerei, ein "Konkurrenzunternehmen" zum Kirchlichen, der wurde es besorgt.
Man ließ es sich aber auch besorgen. Am "Urknall". Am "Urknall", daß man sich anscheinend zu guter Letzt als Wissenschaftsvolk noch mal den einen Nachhall von was Faschistischem abholte. Von jenem Faschistischen, "Nationalsozialistischen", das sich woanders verabschiedete. Einen Moment der Vergängnis erfuhr. Die Faschisten, "Nationalsozialisten", die hatten sich in ihre Löcher zurückzuziehen. Bei denen hatte sich der Perspektivenwechsel ergeben. Einer, daß SIE die waren, verängstigt. Sorgenvoll bissen SIE in ihre Handknöchel. Ihre gräßliche Herrschaft, die war am Vergehen. Wurde hinweggefegt. Für manche waren der Auswege wenige, die früher manchem Mitmenschen keine Auswege mehr ließen. Mitmenschlichkeit, ein Mangel der Faschisten, "Nationalsozialisten". Das Grausamste, das Faschisten, "Nationalsozialisten" ansagten, herrisch unterbrachten. Und nun ...
Kurz passierte trotzdem noch mal wo was. Etwas dergleichen. Unbesehen fast, kaum beleuchtet. Bis in die heutige Gegenwart. Seit so diesen bestimmten Wissenschaftsweltkonventtagen, als es geschah, daß welche mitten unter Wissenschaftlern ihre Herrschaft nahmen. Von Priesterschaft ohne und mit Ornat umstanden. Seitdem ist man entweder für den "Urknall". Oder ... Oder man konnte selbst noch Erfahrungen bei beruflichen Laufbahnen machen. Hatte man sich gestattet, sich gegen den "Urknall" zu äußern, war mitunter aufgemerkt worden. Man hatte festzustellen, daß wer das mitkriegte, daß man am "Urknall" widerborstig war. Sich dahingehend Widerrede erlaubte. Dieser "Urknall"-Widerwille, der als Folge dazu führte, daß man nicht so bevorzugt Aufstieg hatte, bei einem Teleskopauge und so. Der Bewerber waren viele, Studenten haufenweise. Man wurde weniger genommen, stellte man sich nicht "Urknall"-freundlich dar. Oder man hatte sogar seine Entlassung zu befürchten, deswegen. Nicht mal mehr seine Wissenschaftsneuigkeiten, die man mehr so unterzubringen vermochte, privater gegangen. Mußte man sehen, wenn man nicht so zu gebrauchen war - und der Kollegenschaft viele waren. Eine erstrebenswerte Tätigkeit, der Sternenguckerberuf, der bei einem Teleskop. Da mußte man die Vorteile, die man im Beruf hatte, schon begreifen und zu schätzen wissen.
Die wissenschaftlichen Veröffentlichungen - mit denen geht man auch kontrollierter, bedächtiger um, seit jener einen umfänglich-durchgreifenden "Urknall"-Werdung. Freiweg ist das wenigste. Ohne ein klein wenig "Urknall"-Freundlichkeit haut einem so leicht nichts hin, als Wissenschaftler. Wenn man ernster genommen werden will, die fachliche Kompetenz einem nicht eventuell angezweifelt werden sollte. Wo allüberall jede Menge Kompetenz vorhanden ist. Weltweit angesehene Preise beweisen das, daß da wer Kompetenz am "Urknall" beweisen konnte. Beim "Thema "Urknall" konnte man sich die tollen Trophäen abholen. Weil man am "Urknall" besonders gut war und ist. Man mitmacht dabei, den "Urknall" immer weiter zu untermauern.
Dabei war der "Urknall" eine Wissensfeststellung. Wußte man demnach gar nicht ...?
Jemand hier müßte eben jetzt an der Stelle lauthals in Lachen ausbrechen.
Wer aber in der Lage war und ist, gut an einem Resultat zu rechnen. An dem, das unterm Strich herauskommt, der ... Der kann auch am "Urknall" das Komplexeste ... Wie geht so ein Spruch? "Alle Wege führen nach Rom".
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