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Blog von TeddeMehr

Auch das jährt sich mit der nächsten runden Zahl

14. November 2018 , Geschrieben von TeddeMehr

Auch so eine Progromnacht aus der Zeit des Dritten Reiches hat soeben so was, Jahrestag, mit einer neuen runderen Zahl im Jahr '18 nach dem Millenium.

Auch was Sinnloses, die Geschehnisse dieser Progromnacht. Aus einer steil gehenden rassistischen Borniertheit und aufgepolsterter Intoleranz geboren. Einem Großtuertum, ohne daß es dafür einen tatsächlichen Grund gegeben hätte.

Das eines wüsten Hasses, das sich damit abbildete, den gegen so die Minderheiten im Land. Etwas, dem die als "Nationalsozialisten" im Land Vorherrschenden freien Lauf ließen. Bis hin zu dem mit der "Euthanasie".

So all die Gehässigkeit, Feindseligkeit von einem einzelnen und seinen Kumpanen. Nachdem sie an die Schalthebel der Macht geraten konnten.

Jahrelang las beispielsweise der eine sich was an. Er war Dauerleser in so rechtlastigen Hetzschriftwerken. Wie ebenso seine zu ihm hinzugekommenen Gesinnungsgenossen und Socken von dorther ihren Geist entwickelten. 

Wen muß man hier bei dem Thema schon wieder erwähnen? Den einen mit seinem "Tramp"-Breitbärtchen.

Der eine, der sich dieses Erscheinungsbild aus Nordamerika-Filmen einfach für alle Ewigkeit in der Visage behielt. Ohne DAS gibt's fast kein Foto aus alter Zeit. Als wäre irgendwie was an ihm mit dem des "Tramps" Charlie Chaplins vergleichbar. Daß man heutzutage an IHN denkt, und nicht an Charlie Chaplin als der Held in seinen "Der Tramp"-Filmen.

Der "Tramp", der mit einem viel zu kurzen Gehstock flanierte, einen verstaubten Knitteranzug an. Lächerlich, im Grunde, der "Tramp". Der "Tramp", man konnte auf viele Art und Weise, guckte er ab und an zu gescheit aus der Wäsche, wollte was, über ihn lachen. Hat auch so über ihn gelacht.

Statt des Schnauzers wählte der eine denn nach seinen Erste-Weltkrieg-Jahren irgendwann also das eine Breitbärtchen des "Tramps" als modische Erscheinung für sich. Wie so viele weltweit in den zwanziger Jahren. Als man öfters arm war. Ohne Arbeit und von schlimmsten Wirtschaftskatastrophen betroffen. Daß viele sich das des "Tramps" für sich nahmen. Das von einem Charakter, der relativ sauber blieb. Trotz allem. Daß er beständig eher Pech hatte, was eines Glücks sich bald bei ihm in etwas anderes wandelte. Irgendwie, daß bei ihm was schief ging, falsch lief. Der "Tramp", der wollte deswegen allerdings lange kein Gangster sein. Fingerte nicht an Waffen. Mit Gewalt alles für irgendeinen schnöden Mammon unternehmen, das hatte er nicht vor. Er konnte sein Kleid ohne weiters selber öfters noch mal irgendwo waschen. Eine Hose sich zurechtflicken, ein Hemd. Mord und Totschlag und zu schlimme Verbrechen, Gaunereien, die mied der "Tramp". Blieb demnach verhältnismäßig sauber. Aller Haltlosigkeit zum Trotz. Seinem steten Unglück.

Der eine, der sich auch als "Tramp"-Anhänger zeigte, er hatte auch bisweilen ein bißchen "Tramp'sche" Muße, seine Glücksmomente, ehedem, so nach dem Krieg. Er war zwar haltlos, wußte nicht recht. Aber er hatte Kriegskameraden. Zudem las er gerne was. Liebend gern las er anscheinend in all diesen bräsigen rechtrausdrehenden National-und Deutschtümelei-Schriften jener Zeit. Dort holte er aus dem Inhalt was für sich raus. Sog sich voll mit all dem kleinbürgerlichen Mief und dem Haß, der sich in diesen Zeilen abbildete. An dem orientierte er sich. Was für eine Fratze auch immer man in Texten dem Juden verlieh. Dem Zigeuner was nachsagte. Allen möglichen Leuten scheingutbürgerlich empört und von oben herab. Dort, wo man in Aufsätzen von einem neuen Erstarken der deutschen Nation nach dem ersten Weltkrieg träumte. In Textwüsten wurde gegen alles und jeden gehetzt. Gegen einen Friedensvertrag, das schmähliche Ende des ersten Weltkriegs. Die Sieger, die den Deutschen eine viel zu hohe Kriegsschuld auferlegten. Und man war eben von einer "Rasse" gegenüber anderen "Rassen".

All das der "Dolchstoß-Legende", dieses Kunstwerk an Lügenzeugs der Adelsleute und Generäle, ein Krieg wäre noch zu gewinnen gewesen, einen Frieden hätte man nicht schließen müssen. Das war ihm das Allergrößte. Das war SEINS. Das, was Schreiberlinge in Heftchen so vorurteilserfüllt in "Rasse"-Fragen und bei so was dahertexteten. All diejenigen die Verfasser, die Friedrich Nietzsche bisweilen schimpfend rauswarf, während bei ihm noch der "Kaiser" mit seiner "Monarchie" am Regieren war. Friedrich Nietzsches Schwester allerdings, die ihn, den "Bruder", zu pflegen anfing, die DIE Bagage aufs neue zu ihm einlud. Mit den Worten, Friedrich, der solle doch zur Abwechslung nett sein zu denen. Wären doch nicht alle "Schmierfinken" da. Sondern gelehrte Leute. Doktoren, Professoren, Staatsbeamte in bester Stellung, Gutgestellte von Adel, das. Welche, die Latein konnten. Bestes Latein.

 

 

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