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Blog von TeddeMehr

Fruchtig, süß und scharf auf der Zunge

12. Januar 2019 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #hug it

So Schachtelvoll kleine Fläschchen, nicht allzu teuer im Einkauf.

Das Gesöff, es ist ein Likör. Einer in Miniflaschen. Getrunken aus Kleinfläschchen.

Schmeckt nach Pflaume, Feige, was immer; jede Frucht denkbar.

Brennt einigermaßen auf der Zunge, ist trotzdem zuallererst was Süßes, Klebriges, hat eine Fruchtnote.

Die Märchenhaftigkeit eines Bushäuschens könnt man sich begucken. So Schüler latschen von rundherum ran, drinnen auf den Bus zu warten. Ziemlich früh am Morgen. Und nachmittags kehren sie zumeist an die Örtlichkeit zurück, gebracht vom Schulbus.

Schon früh morgens, daß da einer, könnt durchaus ein Gymnasiumgänger oder so was sein, dem dann und wann Intelligenz zugesprochen wurde, ihm nachgesagt, daß er ein Braver wäre, vor den anderen, die warten, grinsend und mit der und der Ansage eine Pappschachtel öffnet.

Eine Pappe, die ziemlich handliche Kleinstfläschchen enthält. Für ein, zwei Schlucke, nicht mehr. Fix auch das: ex und hopp. Weg ist es.

Fläschcheninhalt: So fruchtig-klebriges Süßzeug, das ziemlich viel Alkohol hat. Einen zweistelligen Alkoholgehalt.

Alkohol, der erst mal lockerer macht. Der Memme, dem Feigen, dem öffnet er das Mundwerk. Bei so den Kumpels und den kleinen, größeren Mädchen im Rund. Unbeschwerter, fröhlicher gibt man sich, hat so was wie einen Witz auf Lager.

Wenn dann eine, eine, die erst doof, komisch ranguckte, möchte, wird ihr hingesagt, kann sie auch eins der Kleinstfläschchen kriegen. Wie der eine oder der andere im Umkreis herum, auch schon so ein Fläschlein abgekriegt hat.

Vielleicht nickt sie mal, die Süße. Was ihr da angeboten wird, das ist kein kerniges, herbes Bier. Sondern was Süßliches. Da trinkt sie schon auch mal ein zweites der Kleindinger mit aus. Ohne erst mal größer irgendwas an sich zu merken. Gut auch früh morgens ist da dran zu nuckeln. Und das kleine Schnuckel, es ist da gut auch öfters mit dabei. So Grundschule, aufwärts, das Alter derer, die da hinwarten, daß mal der Schulbus eintrifft.

Das eine Süße mit Fruchtigkeit, das brennt zwar etwas auf der Zungenfläche hinterher. Nur, die Frucht und die Süßlichkeit, die war trotzdem zu schmecken. Dann kommt der große Bus an, Richtung Schulgebäude zu transportieren. Dem einen fliegt das eine oder andere der Schachtelvoll Glasfläschlein davon, weil er Hast hatte, den Pappdeckel nicht auf der Stelle geschwind anständig draufbrachte.

He, vielleicht ist es beim nächstenmal auch keines der Bürschlein, der was so Pappschachtelverpacktes den Freundinnen und den Rumstehenden präsentiert. Sondern, es ist SIE. Nun hat sie es selber. Konnt sich das besorgen. Ist DIE. Eine, nicht länger drauf angewiesen ist, mal zufällig was wo hingereicht zu kriegen. SIE hat selbst. Verteilt jetzt, an die, die nehmen. Ihre Freundinnen, die zugreifen. Freunde hat sie da auch nun, dahingehend.

Kennt denn männlich, weiblich da dort einen Unterschied? Bei dem, daß man dann bereits zur ersten Stunde ein klein wenig angeschickst im Schulgebäude eintreffen kann. Um sich dann so und so im Schulgebäude drinnen zu verhalten.

Muß doch nicht erwähnt werden: das trinkbare Zeug, das enthemmt. Da faßt einer schon mal kurz nach einer Mädchenhand. Oder sogar sonstwo im Vorübergehen bei einer hin. Was eine ihm das nächstemal zurückgeben könnte. Sie weiß auch, wo sie hinzufassen hat, was von ihm dort zu erspüren.

Was ihm, ihr nicht so unbedingt möglich gewesen wäre, wäre man nicht irgendwie enthemmter geworden. Daß man sich denn ein paar Dinge traut, die ansonsten nicht so im Anbetracht der Möglichkeiten gewesen wären. Etwa auch das, ein Bushäuschen achtlos derart vermüllt aussehen zu lassen. Daß es eigentlich bald Erwachsene, die vorüberkommen, sehen müßten. Mitkriegen, was ist. Wie da anscheinend was zugeht. Bei den vielen rumgekullerten Kleinstpullen. Das vom Etikett ablesbar, wenn es wer nicht ohnehin im vornhinein weiß, daß das kein Wasser, nichts Alkoholfreies war, das, an dem genippt wurde. Das leergetrunken wurde. Sondern etwas, das erhöhte Prozentpunkte Alkohol hat. Und daß da scheint's schon so ziemlich in der Frühe was mit so was abging.

Bei brutalem Zeug, an das man sich rasch gewöhnen kann. Bis man einen Meister hat. Einen großen Meister. Den Meister Alkohol, der einem Kleinigkeiten ansagt, einen dirigiert. Bald schon, daß man noch mehr braucht als so ein, zwei Kleinfläschchen. Daß man noch viel mehr in sich hineinkippt. Weil die kleinere Menge, die zuvor noch spontan lustig, fröhlich und hemmungsloser machte, nicht mehr so hinreicht. Nachdem man nichts mehr über das Übliche hinaus damit bei sich merkt. Bis man dann vielleicht aus dem Stand fünf, sechs Fläschchen oder mehr in sich reinschüttet. Auch zur ganz frühen Morgenstunde. Womit man dann was geleert hat, was erst mal einer ganzen Likörflasche entspricht. Etwas, das schließlich seine Arbeit tut. Die folgenden Stunden.

 

 

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