Bloß noch drinnen rumhocken, dauernd erreichbar, verfügbar
Tja, wie es aussieht, wird da nun eine Autoindustrie quasi lange seit Jahrzehnten dauernd mit doofen Ansagen irritiert, was so was wie Umweltfragen anbetrifft. Eine Industrie, die im Grunde nicht der Meinung ist, daß sie viel da was dran an den Dingen, die sie ausliefert, verändern müßte. Alles fährt doch, und es fährt gut rum. Über mehrere Jahre. Bis man sich ein neues Teil besser kaufen sollte. Für eine Neuanschaffung gehen.
So klappt das jetzt schon seit einer epochalen Ewigkeit.
Tatsächlich möchte sich von daher niemand jener Rumreise-Industrie großartig verändern. Weder sich selber, noch an den fahrbaren Untersätzen was ändern. Am liebsten würd man alles ganz beim alten belassen, wie eh und je. Den Rest, die schlechte Luft, all das, das sollt man halt ertragen können. Hauptsache, ihre Geschäfte, die nebenher auch bei der Volkswirtschaft aushelfen, weil Steuern reinkommen, laufen bestens.
Da hat man gut und gerne auf Erfindermessen und so dem, wo kurz neue Entwicklungen gezeigt werden, für was Kleinigkeiten nicht viel mehr übrig als einen lauen, feuchten Händedruck. Was zur Serienreife zu bringen, bei dem, was man selber vor Ort hat und treibt, das fällt nur sehr beiläufig ein.
Zu einer Serienfertigung von dem, was man unbescheiden lobt und so, da, mag man es nicht kommen lassen. Seit Äonen. Da reicht das mit der Kosten-, Nutzenrechnung anscheinend nicht aus. Oder ist es Konkurrenzdenken? Überdies, wen interessieren schon Wasserstoffautos, Elektrofahrzeuge, das? Man behält sich einwandfrei das, was man lange hat, "melkt" die "eine Kuh". Eben bis zum Geht-nicht-Mehr. Erst wenn das Vieh tot umgefallen ist, dann ...
Wäre da kein Druck von außen, man hätte nicht das geringste Interesse an irgendwas eines "Elektromotors". "Fahrende Wasserstoffautos" - was ist das? Willst du was? Irgendwelche anderen alternativen Antriebsmöglichkeiten, jenseits von "Benzinern" und "Dieseln" - glaubt man es? Ist hier wer noch recht bei Trost?
Jedes wirtschaftliche Risiko, das man zu scheuen scheint. Selber ist man lange wirklich niemand mehr, der mal was "Risikobereitschaft" besitzt, was neue Welt anstößt. Das war man mal, das war: "Es war einmal etwas auf vier Rädern, das fuhr ..." Im neunzehnten Jahrhundert.
Eine wirkliche Neuentwicklung aufscheinen zu lassen: "Läuft nicht". Wie ja auch das beweist, daß man selber so zum Beispiel bei was Entwicklung eines Elektroautos in China nur so nebenher dabei ist. Ein "Adabei", das ist man. Mitläufer. Zuschauer. Begutachter. Ohne übertrieben viel Eigenes im Portfolio. Man nimmt in Kauf, daß der Fortschritt "chinesisch" sein könnte.
Ansonsten macht man eher lieblos, gleichgültig an was rum, das man "Elektromotor" heißt, "alternative Antriebe". Damit, mit seiner Gestrigkeit, steht man zwar mitten auf der Straße rum, hat ein wenig Verkehr. Aber, wenn das eigene Gefährt dabei nebenbei angerempelt wurde, von der Straße abgekommen ist man deswegen noch nie. Wegen der paar "Bummser": keine Aufregung. Beim Hingucken, nirgends eine Delle. Nicht viel passiert bei einem.
Das Beste, das lange Zeit noch hingehauen hatte: das war, als man die Idee mit so einem Funktionsprogramm, auf englisch: "Software", hatte. Die hat man denn beim Weiterso gerne nach vorn gebracht.
Sonst? Wie gesagt, seit Jahren ist man bedrängt, wird hergerempelt - nur, man ist ziemlich massiv, groß, da muß schon was Schlimmeres kommen, gegen einen krachen, damit man von der Straße abkommt. Vielleicht eine "Große Magellan'sche Wolke".
Man weiß auch nicht viel Neues. Hat, wenn jemand bei einem rausgeht, eine Büroräumlichkeit verläßt, anscheinend nichts als ein müdes Abwinken übrig. "Wasserstoffauto" - echt wahr? "Elektroauto" - echt wahr? Macht euch dieses Zeug, euren Müll doch selber, wenn ihr es braucht. So klingt anscheinend der Text von dort in Wirklichkeit, wenn man ihn sich mal auf Deutsch übersetzen möchte.
Vorndran steht die europäischdeutsche Automobilindustrie eigentlich nirgends wo, außer beim Altvorderen. Dem mit einem historischen "Diesel"- oder "Benzin"-Verbrennungsmotor. Museen füllen sich damit bereits, mit den älteren Modellen.
So ist man unterwegs, verhält man sich. Scheut beim Piepeegal - "ist irgendwas?" - Risiken. Um allerdings, wie erwähnt, wo Risiken nicht zu scheuen. Wie so eine "Software"-Entwicklung, die man jahrelang freiweg verbaute, weltweit vorführte.
Auch im Heute, daß SIE jedermann nur das EINE ansagen: die "Benziner", die "Diesel". Man wird sie "noch in Jahrzehnten fahren", kann der vernehmen, der was hören möchte. So soll das bei einer "peripheren Modifikation" zugehen, wie man die Fahrzeuge seit dem ersten "Smog"-Alarm die Sechziger, Siebziger auch schon wieder verschiedene Jahrzehnte fährt. Alles fast dasselbe wie damals, nur im äußeren Erscheinungsbild ein klein wenig zu dem verschieden. Obwohl, auch von daher was seit halben Ewigkeiten: nichts mehr besonders abgeändert.
Allerdings, es findet sich da diese Gegend eine Überlegung, die man als großartige Zukunftsidee verkauft: daß die Karre bald selbsttätig noch reisen soll. Die Rechnertechnologie macht es möglich. Kein menschlicher Fahrer mehr benötigt. Als das Größte überhaupt wird einem das dahergeredet. Aufdringlich. Zwar soll der eine oder andere noch fahren lernen, aber selber rumfahren soll er deswegen mit dem Vierräderzeug lange nicht mehr. Allerhöchstens drinnen zu hocken, einem noch gestattet. Um selbst im Innern noch zu arbeiten, unablässig Telefonate zu führen, von wegen der Dauerreichbarkeit, weil man so viele hat, "follower", die ständig den Kontakt zu einen brauchen. Ganz davon abgesehen, daß man von denen, bei denen man arbeitet, jede Sekunde auch was Neues hören könnte.
Alles eben für die eigene alltäglich-umfängliche Funktionalität, die bald richtig grenzenlos rüberkommen möchte. Bei der ständigen Verfügbarkeit jeder Einzelperson zu jeder Zeit. Nirgends mehr seine Ruhe mal vor was. Vor irgendwie einer Ansage, einem Wort.
Nur, das mit der sinnlosen Ablenkung mit dem Autofahren noch, mit dieser verschwendeten Zeit, damit hat es sich. Ist nichts mehr damit. Mit dem Lenken, Schalten, Kuppeln. Beim reinen Drinnensitzen in der Druckerware-Kiste. Rundum versorgt mit anderweitiger Beschäftigung.
-----