Das Licht, es ballert örtlich, sucht sonst seine Kraft
Das rasende Licht, es knallt, ballert dir in die Augen.
Hat wer seine visuellen Sinne, läßt nicht viel für ihn was zu wünschen übrig, was Helligkeit, Umrisse, Farbigkeit anbetrifft.
Der Lichtschein, er verrät ihm augenblicklich jede Menge.
Das Licht, so geschwind, streuend, streunend. Die verräterischste Wesensart.
Doch hat es mit dem Lichtgefunkle ein bißchen eine Bewandtnis.
Im weiten Universum ist es zunächst mal gar nicht so häufig. Eher eine gewaltige Rarität.
Eine "Lichtfackel" benötigt universumsweit jede Menge Kraft, einen Brennstoff, an dem sich was "Feuer" nährt. Hell genug muß was Gefunkle bei größerer Ferne werden. Wie ein "Stern" der Milchstraße, eine Galaxie, ein ganzer Galaxienhaufen.
Dabei hapert es dem Gegleiße irgendwann an so dem einen besonderen Moment, den überhaupt jeder nahe dem Licht als das Selbstverständliche kennt: an Gegenwart. Am Momentum der Gegenwart. Unmittelbarer ist da einem beim Hinschauen auf Abendhimmelgeleuchte, Funkelwelt alsbald nichts mehr.
Parallelität, weltallweit bei Lichtschein, kaum auffindbar.
Wenn, dann muß etwas schon näher bei einem dran sein. Wiewohl es das Licht danach drängt, zu dem mit einen Sehsinn hinzugelangen, braucht es dafür bisweilen doch irre was an Weile einer Reise, Fahrt, wo Ankunft zu haben. Sich endlich vorzeigen, den "Verrat" begehen zu können.
Entfernungen zu durchmessen, eine Beschwernis für den Funkelschein. Schneller als mit einer Höchstgeschwindigkeit kommt der nicht daher. Das viel Aufhellende, es benötigt kürzere, längere Äonen, etwas von irgendwo woanders preiszugeben, einem was zu entdecken.
Daß sich festhalten läßt: der Faktor "Licht" - je weiter dieser eine Strecke zu bewältigen hat, um so mehr spricht dir da was die Worte von einem Märchenanfang: "Es war einmal, vor langer, langer Zeit ..."
Bloß, daß das Licht deswegen kein Märchenerzähler ist. Märchenhaftes erzählt dir das Licht nicht. Das Licht, es zeigt dir jedwedes Ding deutlich. Nur, gegen nichts kannst du quasi kaum was haben. Alles längst vorbeigegangen. Der Vergänglichkeit ist das Angesehene lange anheimgefallen. Unerrettbares Gestern.
Die Verhältnisse, sie sind beizeiten, wird was Weg mit der Zeit genommen, nun mal in der Weise: Du hast zur Kenntnis zu nehmen, weiter nichts.
Heutzutage würdest du ähnliches jedoch andernorts treffen. Unverfälscht, diese eine Wahrheit, magst du so was gerne: eine Geschichte von Tod, Untergang, Aussterben. Da hatte was seine Zeiten, die sind nun verstrichen und vorüber. Unter Umständen sagt dir da das eine oder andre was, teilt sich dir was mit.
Hübsch seltener im Weltall, der Umstand mit allzu viel an funkelnder Lichtschimmerware. Und noch viel was Rareres im Weltall: was die Tatsache einer Gleichzeitigkeit, Das der Parallelität. Das Visuelle, das läßt dich nur von wegen einer Wahrnehmung an so was glauben. Die Lichtstrahlen schaffen das nämlich nicht: Im Licht ist alles, das weiter entfernt ist, tatsächich vor allem eins: ferner geworden. Tiefste Vergangenheit. Wie so ein Fotoalbum, in dem jedes Kind blickt, wie so manche Verhältnisse irgendwann mal wo waren.
Das Licht, es schafft das ganz und gar nicht für dich und mich, ist was eine bessere Distanz dazwischen, eine Gleichzeitigkeit irgendwo zu erschaffen.
Nach überall hin, wo jedermann in den Nachthimmel hochzublicken vermag, für niemand irgendwas anderes als Vergangenheit zu gewahren. Längst vergangene Welten. Epochale Vergangenheitszeiten.
Als Augenblick hat nichts davon einen gegenwärtigen Wahrheitsbezug. Kein Stückchen was ein wenig weiter fort.
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