Daß es mal zu einer Entzauberung käme
So eine, knapp sechzehn, die im Jahr '19 nach dem Millenium mit ihren Ansagen, Meinungen für manches an Rabatz bei allen möglichen Schülern sorgte. Daß viel zu viele selbst weltweit den Ruf hörten, anarchistisch schulfrei machten, statt wie üblich Werktag für Werktag zur Schule zu gehen, sich auf die Schulbänke niederzuhocken.
Viel lieber, als daß sie Unterrichtszeit nahmen, zeigten sie sich mit hochgehaltenen Bannern bei Demonstrationen. Und eine, eine Bestimmte, die zeichnete für dieses Rebellentum, das weit in die Welt hinaustrug, verantwortlich. Ihre Ansagen, die schienen welchen schlüssig, was einen ein "Abitur" oder sonst ein Abschluß noch was nützt, wenn man denn durch zukünftige Katastrophen ziemlich in Mitleidenschaft gezogen wird. Das Überleben: erschwert. Daß man sich als einzelner einer schlimmen Situation eventuell eher halt- und hilflos zu ergeben hat, ob im Abitest der Sieger oder nicht.
Man sieht sie, die eine, derweil weiterhin. Sturköpfig bleibt sie bei der einen Sache, ihrem Anliegen. Auch wenn es bei ihr längst nicht mehr so zahlreich zugeht, es was weniger Leute um sie herum geworden sind. Trotz aller möglicher Dringlichkeiten, dem Zustand der Welt, den sie empfindet, so der ganz große Auftrieb, der scheint bei ihr vorüber. Jede Menge, die für größere Kompetenz in Klimafragen eintraten, die sind wieder im gewöhnlichen, alltäglichen Schulunterricht. Während sie immer noch auf ihrem Platz vorm Parlament hockt, wo sie früher schon saß, stundenlang ihren Protest an den Tag legt. So Ausdauer, für sie das kleinste Problem.
Nun, daß man plötzlich was bei Kindernachrichten zusieht. SIE, diejenige eine, sie ein Thema der Moderatorinnenschönheit. SIE wird als der Nachrichtenbrennpunkt für das auf Kinder und Jugenliche zugeschnittene Format hergenommen. Sie, sechzehn Jahre, sie, die sich bereits mit echten Politikern Wortgefechte und manche Kommentarzeilenauseinandersetzungen auf sozialen Netz-Plattformen lieferte. Bei IHR höchstselbst hat was Journaille recherchiert, was Neuigkeit für die Kinder und Jugendlichen zutage gefördert. Wegen ihr wurde in ihrem näheren, ferneren Umfeld herumgefragt, Erkundigungen, daß man einzog. Fast, daß einem das Wort "Entzauberung" einfällt, der bei ihr versucht wird. Ist man beiläufig in der Lage, die kleinen Nachrichtensendungsansagen mit ihren harmlos scheinenden Spitzen und Andeutungen richtig auszudeuten. Nicht um die großen Themen von ihr, der Sechzehnjährigen, hat sich da jemand gekümmert, sondern anscheinend um das, daß bei so der Sendungsredaktion von oben herab anscheinend was durchgestochen wurde. Da mal vielleicht alternativ was zu gestalten, eine Geschichte sendungsredaktionell aus einem Blickwinkel ganz anders aufzuziehen.
So was demnach, als hätte jemand von oberster Stelle Kleinigkeiten anmoderiert. Daß man da was nicht weiter so durchgehen lassen könnte. Bei den Kindern, Jugendlichen.
Was in diesen "Kindernachrichten" zu erlauschen war, daß bei ihr, der einen, die mit ihren Protesten und Ansagen schon so viele erreichen konnte, also selber für die Recherche gegangen wurde. Derartiges wie ihre sechzehnjährige Person findet auf eine unfreundliche Art und Weise Erwähnung, und nicht so was wie die auf den Fingernägeln brennenden Themen "Klimaerwärmung", all der Plastikmüll in den Weltmeeren und so weiter. Statt um das und so was machte sich scheint's jemand Sorgen um die Gefahr, die SIE mit sich bringt. Praktisch, daß jemand mit journalistischem Hintergrund zu jemandem hinlatschte, der SIE noch ein wenig besser kennt. Vielleicht die Eltern, Verwandte, manche Lehrerschaft. Sonstwas Freunde, die sie an sich weniger zu haben scheint. Solche sprach man denn an, die mal was über SIE, die mit ihren 16 Lenzen, zu erzählen wußten. Ein bißchen was Genaueres, sie betreffend hatte man auch auf Lager.
Das heißt, mit "Autismus" wird sie da in der Kinder-, Jugendlichennachrichtensendung in Verbindung gebracht. Aber doch nebenher noch als zweifellos "intelligent" benannt. Aber, sie war, hab ich das recht mitgekriegt, die Worte, die sie anbetrafen, verstanden, so bereits mal in psychologischer Behandlung und so. Als ein schwieriges Mädchen, nicht leicht zurechtzukommen mit. Derweil man sich im Laufe des einen Beitragsgeschehens, das, das bei der gesamten Anlage noch mit Abspielung hatte, SIE sich ganz alleine begucken konnte. Etwas ungelenk, ungestalt und von der Seite. Beinahe passend zum Krankheitsbild "Autismus" vereinsamt. Echt arm, mitleidserregend, SIE, auf der laufenden Kameraaufnahme. Abend ist's schon irgendwie, kalt war es ebenso. Ihr Zeug hat sie zusammengepackt, und jetzt geht es doch noch mal ab für sie, ab nach Hause. Bald möchte man zu weinen anfangen, wegen IHR. Um SIE.
Ganz alleine, sie, mittlerweile. Einsam auf ihrer Insel. Trotzdem, daß sie es einfach nicht lassen kann, was andere schon wieder lassen ... Bockig, starrköpfig. Vielleicht, von daher, daß auch das eine sich abbildet: ein IHREM "Autismus" entsprechendes Verhalten, Teil ihrer "Autisten"-Erkrankung.
Schon die Frage: Was ist dort auf Nachrichtenmagazinsendung für Kinder, Jugendliche für ein Versuch auf der Reise? Was birgt das hintergründig, soll hier an- oder dargestellt werden? Vielleicht so was, wie was, als da von oben herab die Mitte-siebziger-Jahre-des-letzten-Jahrhunderts zunächst der oberkrasse Pöbel-, und Anspuck-"punk" eingeführt wurde. Dieser "punk" allerdings einer, der am Schluß nichts anderes im Sinn hatte, als sich gegen den sich ekstatisch herumverbiegenden flippigen langhaarigen Gitarrenhelden und gegen zu lange Musikstücke, viel zu gut produziert alles denn, aufzulehnen. Der "punk", der, ohne es scheinbar selber recht mitzukriegen oder so, alles lauthals rauskeifte, all die Aufregung all der Vatis und Muttis der sechziger Jahre über, die erste Hälfte der Siebziger. So was, daß der "punk" tatsächlich hauptsächlich von sich gab, abbildete, das Eltern-Keifen. Der "punk" wie die, die sich jahrelang so aufregten, rumkreischten wegen der viel zu freigeistigen, ungehemmten Jugendkultur. Dem "Hippie"-Wesen. Die Haare der Zigarettenbürschchen zu lang, die Röcke der Gören viel zu unanständig zu kurz. Mit dem "punk", daß sie schlußendlich kam, die mächtige Gitarrenhelden-Entzauberung. All das, daß einem der eine, der freigeistige, undisziplinierte "Hippie" endlich doch mal wegginge, der einem beispielsweise den schönen, herrlichen Vietnam-Krieg in die Tonne kloppte. Ein Krieg, mit dem lange nicht Schluß sein hätte müssen. Und wenn man noch Atombomben auf die Vietnamesen draufgeregnet hätten, auch egal.
Und jetzt kommt man bei dieser lästigen Sechzehnjährigen in so Kinder-, Jugendnachrichten fast in ähnlicher Weise rüber. Fast, als hätte man eine Eile mit dem Umstand. Stimmt ein Lied so an, als wäre die eine, knapp am "Autistentum", doch wohl viel eher was für die nächste Anstalt, eine Klapse. Als "Autistin" wäre sie bei psychiatrischer Betreuung vielleicht besser aufgehoben, als da mit hochgehaltenem Protestplakatbanner vor einem Parlamentsgebäude. Beim Psychiater, dem zupackenden Pflegepersonal und dem in der Gummizelle. Sie, diese Person, samt ihrem doofen Klimawandel-Glauben. Ihrem zornigen Teenager-Trotzgeschwätz da und so. In der Zwangsjacke könnte sie alle vier Wände echt wie toll ankreischen. Samt all ihren alles andere als zurückhaltenden Sätzen, ihren Wünschen nach Aufwiegelung. Widerstand. Wo allgemeine Schulpflicht herrscht. Wo doch alles eh längst gut ist. Man muß als Politiker nur immer so vieles mehr mit in Betracht ziehen. Etwa an die noch denken, die mit dem Kohleabbau ihr Geld verdienen und so. Auch die hat man zu bedenken. Alles ist doch gut, man will mit der Kohleförderung nun doch aufhören. Gemach, Gemach.
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