Der eine im Rampenlicht, der zweite huschte verstohlen hinten mit rein
Bei der Schneiderschere. Den Anziehpuppen, die man rumstehen hatte, eingekleidet zu werden. Den Stoffbahnen für die verschiedenste Kleidung. Den Einstecknadeln mit den bunten, glatten Plastikköpfen, die da wer andauernd sah. Bei einer "Legende", von der man sich zwischenzeitlich das und das erzählte, die Angelegenheit immer besser für sich aufzubereiten. Deutlicher das parat zu kriegen, das, was man irgendwann mal aller Welt vom "punk", ja, "punk", so sollte es heißen, und der Entstehung des "punk" mitteilen wollte.
Zu zweit reiste da also was an. So beiläufig exakt, für die Mitte der Siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts.
So zwei Typen, Figuren. Dort die Tage, wo es auf Schallplattendeckeln ein klar erkennbares DAVOR gibt. Und ein ziemlich deutlich markiertes Etwas, das man mit DANACH umschreiben könnte. Ein Davor und ein Danach. Ein Früher könnt man sich staunend begucken - und ein: ab da. Ab da dann.
Zunächst war es der, der Gebräuchlichere, Üblichere, der für die Jedermann-Sicht: der "punk". Den "punk", den man was politisch "Linkeres" hieß. Dem allerdings der eine unmittelbar auf dem Fuß folgte: der "skinhead". Den "skinhead" blickte allerdings nicht sofort jeder. Wie die vielgestalten Absichten mit dem "punk" auch nicht auf der Stelle zu durchblicken waren.
Der "skinhead" ... Doch auch was wie was von langer Hand Vorbereitetes, nicht?
Ganz allgemein kam da mit dem "punk" ein Ding zum Vorschein, als hätte man etwas schon ein bißchen länger in der Schublade rumliegen gehabt. Was die Lade nur eine Sekunde aufzuziehen gebraucht, da mal draus das hervorzuholen, was drinnen der Inhalt war: ein Konzept. Alles, das nur so auf den passenden Moment wartete. Oder auf einen glasklar umrissenen Zeitpunkt: gut, bis dahin dann erst mal noch, aber nicht weiter. Bei der prekären Frage: Konnte man das echt an den Mann bringen? Beziehungsweise an das "Zigarettenbürschchen"? Die Frau, das Mädel, das war nicht unbedingt der Zweck der Übung. Wiewohl das denn ein Fall für "Die Jugend" wurde.
Der "punk", einer mit einem bedeutenden Modedesign. Der "skinhead" jedoch erst recht. Design-Ware. Fürchterlich modisch und durchdacht.
Der "skinhead", ebenfalls denn einer, der eine glasklare Modeausrichtung hatte. Eine derartige Struktur.
Der "skinhead", gedacht für junge Leute, wenn die zur Abwechslung mal eine rechtsgerichtete Gesinnung haben, annehmen und abbilden möchten. Sich so was nicht lieber abholen wollten, das im Gegensatz zu dem anderen, das man da mit dem "rock 'n' roll" lange seit einer halben Ewigkeit kannte.
Nicht bloß immer so das des etwas linksgerichteteren und toleranteren Menschen, der auf Äußerlichkeiten und vieles mehr nicht sonderlich achtgab. Sondern ganz was anderes. Das, das des Plattmachens, aus dem Stand heraus sofort mal zuzuschlagen, sobald einem mal eine Nase nicht gefiel. Wo es doch so viele Nasen gab, die einem nicht gefallen konnten.
Etwa die Thematik einer Hautfarbe? Wann hat man zuletzt was "Jüdisches" gehabt? Man denke sich das dahin, jene Zeit, so die Siebziger des letzten Jahrhunderts.
Geht einem das klar? Der "punk", der war ab Mitte der Siebziger, seitdem hat er seinen Auftritt. Der "punk" und der "skinhead". Der "skinhead", die Begleitung des "punk".
Rasch mit der Faust wo drauf, der Hinweis, beim "punk". Und erst recht beim "skinhead". Mittenrein in die Gosche des anderen sollt's gehen. Nichts mehr mit irgendwas "Hippie", ganz das Gegenteil von dem. Was anderes wollte man unterbringen. Zuvorderst bei den Kerlchen, den Bubis, Milchgesichtern.
Irgendwas jenseits des schrecklichen "Sanften", der da aushalf, den Vietnam-Krieg in die Tonne kloppen zu müssen. Nein danke, sagte da man wer diverser Politikausprägung da dazu. Damals, als Ende war mit dem Vietnam-Krieg, stank das welchen ganz gewaltig. Die reinglotzten, in die Bevölkerungsschichten. Die man in den USA wohl den "Republikanern" zuordnen könnte, nicht wahr? Aber auch anderswo stank da wen was an.
Der "skinhead", im Grunde jedem sofort kenntlich. Von weitem kennt man so einen "skinhead". Diesen "skinhead"-Jemand in Springerstiefeln, Röhren-Dschiens und eben dann das, das Hauptmerkmal an ihm: die eine Vollglatze. Glattestrasur. Am besten etwas glänzenderer Natur. Politurglatze.
Zuweilen war es auch so als das anzusehen, das mit dem "punk", dem "skinhead", daß es zu was Erinnerung an die "Weimarer Republik" geraten sollte. Die "punk"-Erschaffer, die sich das ausdachten. Die darauf setzten, daß sich was des Erhofften abspielte, daß sich schon was aufschaukeln würde. Zwischen was einem "punk", dem "Linken", und dem "skinhead", dem "Rechten". Daß die sich, wie in der Gebrauchsanweisung des "punks" drinnen stehend, bis aufs Blut herdroschen. Vielerlei Auseinandersetzungen sollten sich von daher aus solchem ergeben. Wäre es so gekommen, wie man es vom Geschichtsunterricht her wußte, aus so den "Weimarer Republik"-Tagen, nichts hätte man dagegen gehabt.
So die Siebziger jedoch, daß da draus sich nicht so großartig viel entspann. Vielleicht zur Enttäuschung von dem und dem, der oder der. Außer so die gröberen Suffpöbeleien und -prügeleien war nichts größer los am Hof. Zwar mit Polizeieinsatz und dem. Bloß: echte, länger anhaltende Straßenkämpfe? Weit gefehlt, das mit dem Aufbauschen.
Weiter brachte es die eine absichtsvolle Britenkonsorten-Häme - das mit "punk" und "skinhead" - nicht. Nirgendwo größer auf der Weltkugel.
Das ,"Weimarer Republik", das mit dem einen gewissen, gesicherten Sieger, das war damals nicht. Man hatte seine britisch-bornierte Bespaßung, sein hämisches Gelächter, weiter nichts Gröberes am Nachrichtensender belauschbar. Nichts. das weiterführender auftrieb. Egal von daher, daß man als Briteninselbewohner, bei dem, wie man vor '75 noch musikalisch auf der Reise war, bis in die Gegenwart hinein nicht mal mehr in der Lage ist, mit seinen Musikern regelmäßig mal einen alljährlich stattfindenden schnöderen europäischen "Eurovisionssongcontest" zu gewinnen.
Schließlich gab es damals was. Das eines besonderen "Mehltaus", der sich niedersetzte. Ab Mitte der Siebziger. Der hatte denn in der Jugendkultur, der Musikweltszene seine Weile.
Bis in die Gegenwartsepoche, daß dieser exklusive Mehltau auf allem aufliegt. Weiterwirkt.
Was so neue Jugendkultur angeht. Was war denn das irgendwie Größere seitdem? Die "punk"-und-die-"skinhead"-Inszenierung aus den Siebzigern, die hilft ziemlich aus, Dinge einzubremsen. Bis in die Jetztzeit.
Überall so das dauerhafte Stilmittel, als wäre man was die Fünfziger. Die fünfziger Jahre auf der Dauerschleife. Voll betoniert. Ein wahrer "Gruß des Murmeltiers". Ohne daß man öfters genauer weiß, ist da was nun "rock 'n' roll"-Ära. Als noch Presley, Bill Haley sangen. Oder doch was die früheren fünfziger Jahre, das dort tanzt? Geht das und das nicht bis in die vierziger Jahre rein zurück? Selbst noch die Dreißiger, die sind drinnen, nicht? Die dreißiger Jahre, die kennen auch manches. So die USA der dreißiger Jahre durch. Selbst in Großbritannien. Die Dreißiger, als viele in den USA oder in Großbritannien voller Faszination nach dem europäischen Festland starrten. Was etwa die dreißiger Jahre in Italien für Ereignisse waren. Oder im Deutschen "dritten Reich". Da zeigte man sich durchaus fasziniert von, dachte sich als USA-Bewohner, Briteninsellebender das eine oder andere, das könnt man annehmen. Ob da nicht auch für einen selber das und das die Möglichkeit sein könnte. Von dem, was der "Duce" meinte. Der "Führer".
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