Neues "Urheberrecht"
Was was heißt? Vielleicht dauernd immer was das alte "AC/DC"-Lied. Als Bon Scott am Leben war und als der Sänger noch ein bißchen bei den Worten aushalf, die er selber singen sollte.
So etwas ungefähr war sein textlicher Gedankengang: Der Gitarrenspieler, der kriegt für ein Weilchen seinen Ruhm ab. Während der Geschäftsmann was mit seiner Frau hat. Bei der - und sonst auch -, mit Geld um sich wirft, das er sich durch die Künste des Gitarrespieler abholte. Das desjenigen, den ER ansonsten - wäre da eben nicht diese eine wesentliche Sache, das Geld - kaum ausstehen könnte. Dieser Abgrund zwischen Künstlern und jenen, die sich als Geldgeber provozieren wollen, sonst dabei nicht viel ein Interesse an nichts haben, als an dem der schnellen Kohle. Wie es nach dem Auftritt des "punkers" ab Mitte der Siebziger wieder ganz grundsätzlich zur schieren Tagesrealität wurde. Bis in die Gegenwart. Mit dem "punk" holten SIE sie sich zurück, die reine Kaufmannssicht. Das Aussehen des Künstlers: wo in den Fünfzigern festgefroren. Nebenher das Bestimmen darüber, um das es sich gleichfalls drehte, was ein "Hit" war, was nicht. Was am "Türsteher" vorüberkommen durfte, was nicht. Bei dem, was zur Hauptsache musikalische Wegwerfware sein sollte. Darüberhinaus jedoch das Allerwenigste.
Alles im Heute, wie es seitdem ab Mitte der Siebziger immer war. Bon Scotts flüchtige Zeilen sind schließlich solche, längst aus einer matteren Ära, der Ende der Siebziger. Nur - vielleicht heute wieder noch ein wenig aktueller, beim Gesicht des einen, der Geschäftsmann ist. Einer, nicht viel was anderes im Kalkül hat, als das Geld. Geld, Geld - Geld, so viel und so rasch wie möglich. Die in den Verlagshäusern, die Medienproduzenten, die was der Fünfziger, frühen Sechziger liebten. Bei dem Aspekt. Den man sich vorstellen muß. Daß etwa die "Beatles" nicht viel in der Vorhand hatten. Prekär einen Penni kriegten die, pro verkaufter Scheibe. Wehe, die "Beatles", die hätten nicht "Hit" um "Hit" geschrieben. Zig Millionen sind die Verkaufszahlen der "Beatles". Weltweit.
Und geknebelt soll dein Mund auch so zusätzlich werden. Das Beste wäre, wer ist nichts weiter als ein Clown. Du dienst der guten Laune, dem unbeschwerten, sinnbefreiten Schunkeln. Zufrieden bei deinem Bier, deinem Schnaps.
Dieses neue Urheberrecht, das man eben beschlossen hat, für Europa, das scheint von daher eher was was altes Verflixtes zu sein. Das mit sich am liebsten schleicht. Reingehuscht kommt, durch die Hintertür. Bei einem Ding, aus einer Haltung heraus geboren, daß man den Geschäftsleuten aushilft, Nebenher auch bei dem Umstand, daß so Politikern ein Wille zur Zensur nahe liegt. Am liebsten hat er den, der naiv seinen Wahlzettelkrakel bei ihm alleine macht. Wenn denn schon gewählt werden muß.
Schon die Frage: Wird es da manchem Autoren besser gehen dadurch, weil er mehr "Rechte" an seinen Werken hätte? Oder dient es nicht nur wieder als was, massenweise Kanten und Ecken abzuschleifen? Am besten, die freie Meinungsäußerung wird gestört, massiv beeinträchtigt?
Weiß auch nicht, daß ich damals, als man sich im internationalen Netz noch so sorglos nackiger präsentieren konnte, mehr als so diese oder jene Erektion unverlangt gesehen hätte, dauernd die auseinandergespreizten Beine. Höchstens ab und zu war was. War alles eigentlich kaum der Rede wert. Schließlich gab's ihn auch damals da und dort an den Schulen, den Sexualkundeunterricht. Mehr als das hab ich wirklich nicht gesehen, mitgekriegt. War eher zum Drüberhinwegsehen. Mußte man sich ja nicht drum kümmern, bestimmte Leute nicht extra anschreiben, nur weil so ein Gemächt oder was Entblößteres einer Frau abgebildet war. Dasselbe, wie man sich nicht jeden Film, der Fernsehprogramm hat, ansehen muß. Nur, weil was zufällig gesendet wird.
So viel war das gar nicht. Bis die große Erregung der Politiker mit ihren vielerlei Sorgen um dies und das auf den Ticker geriet. So das mit den "Kindern", so was führten sie im Wort. Besorgungen wegen naiver Kinder und dem bei so Abbildungen im internationalen Netz. Als ob Kinder nicht eher das große Gähnen befallen könnte, bei dem, was Vati, Mutti sich da auf der Dauerschiene ansehen. Ständig das gleiche.
Und jetzt ist hier wieder was Großes. Das einen noch größer ankommen möchte. An einem zu zerren, daß man sich um das Tausendste kümmern müßte. Bei was "Filtern", von denen dir erzählt wird, daß du es mit denen zu tun kriegen könntest. Weil hier wer irgendwelche Kaufmanns-Rechte an Kunstwerken hat ... Sich als was "Eigentümer", "Besitzer" geriert, an was, das er sich irgendwo mal extra für so einen Moment für eine Geldsumme "erworben" hatte. Etwas, was er selber nie verfaßt oder zu Liedgut gewandelt hat. Aber er, sie, es ist nichtsdestotrotz ein "Rechteeigner". Jemand, der nun bestimmen möchte. Hauptsächlich was Geld soll rüberwachsen. Am besten für eine Gewinnmarge.
So eher wohl alles was für so was wie die Verleger, diese Geschäftsleute, als für die, die prekär, mitunter mit Herablassung weit von oben herab angesehen künstlerische Werke erschaffen. So der Verkäufer, der einen so schon knapp hält, der was möchte, nicht der Künstler an sich. Aber das im Namen der Künstler, der Freischaffenden im Kunstgewerbe, deren Interessen schützt man wieder mal vor. Von daher spricht einer von mehr Geld, das wer mit diesem neuen Urheberrecht abkriegen soll. Selbst noch den erwähnt man eine Sekunde, der am liebsten auch von seiner Kunst leben möchte. Wahrscheinlich aber meint man mit dem "Urheberrecht" bloß IHN damit, den Geschäftsmann, nicht? Und bei ihm: das der Zensur-Meister. Auch ein Freund der Auslese ist er, daß nicht unbedingt jeder ... Während man doch selber manchem Künstler seine Bevorzugung schenkt. Denjenigen, die willig bei einem sind, da mit sich reden lassen. Da und dort, daß man was ändern, verändern läßt. Willfährig. Und nicht nur die Rechtschreibung, den Satzbau.
Für den Rest hätte man liebend gerne was, das an der Kandare. Oder nicht?
Bei einem nun frisch eingeführten "Urheberrecht" könnte es demnach wieder toll was geben. So von oben runter, aus den Bürosesseln in den "Penthouse"-Hochhäusern. Wo man den Cognac in den bauchigen Gläsern schwenkt und die Zigarre glimmen läßt.
Schon was verdächtig was dabei, wenn so ein konservativer Politiker sich wegen so Demonstranten erregt und davon spricht, weil derer ein paar mehr sind, die wären allesamt doch "gekauft". Die, denen so viele waren, die gegen das neue Urheberrecht der Verlage und der freisinnigen Geschäftemacher und für die freie Meinungsäußerung ihre Schilder hochhielten, die hätte irgendwer allesamt "gekauft".
Schon was Witziges, nicht? Diese Idee, daß hier wer Geld ausgegeben hätte, da was Protest extra zu inszenieren. So viele, die dafür bezahlt worden wären.
He, beruhig sich einer doch! Das neue Urheberrecht, es kommt. Es ist doch durch das Europaparlament gekommen. Muß jetzt nur noch so die Hürde der europäischen Regionalparlamente nehmen. Das allerkleinste an Problem. Daß nun bald tatsächlich jeder sehen wird müssen, was es damit genauer auf sich hat, mit dieser "Urheberrechtsreform".
Als das Internet damals prüde werden sollte, echt wahr, kann mich wirklich nicht so dran erinnern, dermaßen viele Nackte überall gesehen zu haben. So Abbildungen von Geschlechtsteilen und dem, was man gemeinhin mit Pornografie in Verbindung bringen könnte. Weil wo was zu definiert ausgeschaut hätte. An den Weibern, den Kerlen.
Und jetzt, wieder ist da was. Hat man sich eine Neuigkeit erdacht. Aus dieser Welt, der von denen, die dir politisch ständig den Anständigen mimen, den Allerweltsaufgeregten vorzeigen.
Ob dieses Neue der Jahr '19-Gegenwart nach dem Millienium am Ende tatsächlich ein einziger Künstler wirklich braucht. Und nicht eher der eine nötiger als nötig hat, der einem als "Verleger" mit seinen "Geschäfts"-Interessen ankommt. Daß es sich um dessen ewige Exklusivität als "Rechteinhaber", "Eigner" an was anderer sich dreht. Und um die besseren Rechte seiner von ihm bevorzugten Kunstschaffenden, dieses "Klientels", dieser "Kundschaft". Über die man mittels verschiedenster Verträge herrscht. Die man dafür auch in erster Linie unters Volk gebracht sehen möchte. Und nicht irgendwelche andere, die am besten allesamt namenlos bleiben sollten. Das darf man sich also ab jetzt alles ebenfalls beiläufig mit begucken.
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