Reinballern in die eigene Garage
Die nächsten Europawahlen stehen bevor ...
Und was das mit dem "Brexit" sein soll, das weiß tatsächlich momentan, Mitte März des Jahres '19 nach dem Millenium, noch kein Mensch genauer. Angesichts so irrlichternder Briten.
Wird es nun was Wildes? Soll es einen ungeordneten, chaotischen Brexit geben? So was wie eine Einfahrt eines Briten in die eigene Garage bei etwas überhöhtem Tempo mit der vierrädrigen Karre ... Schwer zu sagen, wem da was schadet. Wem das weh tun soll, setzt da wer Britisches sein Fahrgeschäft kühn ungebremster gegen die Garagenrückwand. Weil er irgendwas abtesten will, vielleicht das geringer gewordene Schmerzempfinden einer "nationaler" angeredeten Ureinwohnerbevölkerung, die Fähigkeit zum Mitleiden irgendwelcher Zuschauer aus der Ferne. Wo man das Rasende der Hineinfahrt nicht fassen kann.
Sag an der Stelle hier mal prophylaktisch das, was bestimmt gesagt werden soll: "Aua!" O ja: "aua". "Aua! Aua!" Wenn einem schon das Zugucken insbesondere weh tun soll.
Schließlich sitze ich, genausowenig wie jeder andere Festlandseuropäer auch, mit in der britischen Karre. Wenn sie übermütig die Eigenheimgarage prüfen, nachgucken, was stärker ist, die Karosserie oder irgendeine doofe Garagenwand. Nur, weh tun soll mir das Geschehen deswegen um so ärger; mich schlimmer schmerzen, als es jeden Briten schmerzt. Jeden Tag ist davon fast zu hören, zu lesen. Geradezu, daß da keinem Briten was böser ankommt. Aber so, am Festland Europas soll es dafür jeden um so boshafter erwischen. Ungefähr: "mach mal die garasch". Hinein in die "Garasch", bei ein wenig zuviel Druck am Gaspedal. Dann: hastig drauf auf die Bremse ...
Zwar hat es auch schon Vorbereitungen gegeben, hinsichtlich so eines hemmungsbefreiten "Brexits" durch die Briten. Die britischen Normalo-Parteien derweil, die seit dem einen Stichtag für was der Exklusivität für so gewisse komische Rechtsraus-Briten umtriebig wirken, daß es bei genaurer Betrachtung kaum faßlich ist. Diese englischen Rechtsraus, die sich gehaben, als wären sie irgendwas britischeres Britisches. DAS britische Britische schlechthin. Wie man sie, so welche, ehedem, so makaber die dreißiger, vierziger Jahre für jedes einzelne Land, jede nationale Landesfläche in Europa sich besehen und unzweideutig benennen hätte können. Bloß, heutzutage sind DIE, ausgerechnet DIE DAS nicht. DAS, als was man SIE von daher früherdings die Dreißiger, Vierziger heißen konnte. SIE selbst benannten sich in dieser Weise. Diese Klarnamen jedoch für die Gegenwart, lieber nicht, nein danke. Da reißen sich die Augen weit auf, wiegelt man ab. Alternative Ausdrücke klingeln besser in Gegenwartsgehörgängen. In der Gegenwart dieses Heute heißt es sich "rechtskonservativ". "Alternative Rechte", so was. Die Schmuckworte "Alternative", selbst noch an "andersdenkend" kommt man rechtsraus nicht vorüber. Für das, das in den Dreißiger, Vierzigern noch seine ungezügelten Bezeichnungen hatte. Weil SIE sich auf der Redekanzel höchstselbst so hießen. Jene Worte wie "Faschismus", "Nationalsozialismus" führten SIE vor Publikum im Mund. Wortbrocken, die heute beinah jedem Kind noch zu geläufig sind. Daß Kleinkinder einem sagen, was es damit auf sich hat. Was DAS ist, sein dürfte, vernehmen sie so Ausdrücke. Weswegen man bevorzugt, nicht über "Los" zu gehen, lieber auf so diese Klarausdrücke zu verzichten.
In Gegenwartstagen, da mag man DAS denn doch nicht so. Glasklar als das angesehen zu werden, was man ist. Da täuscht man mit sich lieber anders an. Als das, das davon spricht, daß es ein "Europa der Nationen" möchte.
Ein "Europa der Nationen", man stelle sich vor. Schwer zu sagen, was das ist: ein "Europa der Nationen". Vielleicht bloß das, von dem man von daher in massenweise Geschichtsbüchern Einzelheiten Kleinigkeiten nachlesen kann. In Buchwerken, in denen dir von einigem Schrecken Mitteilung gemacht wird. Während da dauernd nichts anderes als das, das "Europa der Nationen", betrachtbar ist.
Mir persönlich ist da eher das andere Europa ein Anliegen. Eines, das mir bekannt ist, mit dem ich vertraut bin. Das große, starke Europa, das Gemeinschaftsprojekt. Das mit dem einen Europaparlament mit seinen Fraktionen. Dafür werde ich im Jahr '19 auch wählen gehen. Die Stimme dafür abgeben. Für jenes Europa, die europäische Gemeinschaft. Und nicht für das "Europa der Nationen" derer, derer vor den Tagen von Adenauer, De Gaulle. Ein Europa, das vor dem Jahr '45 ausreichend ewig epochal wirken durfte.
Lange genug hat es das gegeben. Das mit den nutzlosen kriegerischen Einzelstaaten hinter höchsten Grenzwachtürmen. Das desgleichen, für das wer Superreiches mit massiv persönlichem grenzenlos weltweitem Geldfluß jenen "Brexit" als Exklusivität für sich und seine altbackenen nutzlosen Gedankengänge anreißen ging. Zehn Jahre einer öden, wüsten Kampagne leistete man sich in Großbritannien, einfach so. Weil man reich genug für so was war. Distanziert überdies, von allem der gewöhnlichen britischen Parteien, mit dieser Exzentrik.
Es heißt, daß so ein britischer wüst Reicher, der so was höchste Grenztürme liebt, scharf umrissene Ab- und Begrenzung, sich absprechen würde. Mit anderen. Britisches Ausland. Mit "Ausländern". Diversen Festlandseuropäern. Jedoch so unvertrauten Gestalten der Marke "Rechtsdraußen" vom europäischen Festland. Mit denen, daß man sich ungeheuerlicherweise abgibt. Verhält und vorzeigt. Ziemlich weit entfernt von der Heimat, der britischen Insel. Bei allem Grobschlächtigen einer beengten Weltsicht, allem Reichtum zum Trotz, daß es bei wem Britischstämmigen dabei bleibt: so ein Umgang, einem zuteil.
Wirklich, nur bei einem hat da was von wegen seines Reichtums durchaus einen anderen Charakter. Dort sagt man sie nicht an, die bornierte, blasierte Regionalität. Bei dem, was grenzenlos arbeitendes Geld so alles an Rendite bringt. Darüber schweigt man sich lieber "very british" aus. Und so über das: das im Privatflieger jederzeit rund um die Welt. Von dem erzählt man dem britischen Eilandeinwohner noch viel weniger was. Von der grenzenlosen Sicht, die hier gerade ein Rechtsraus für sich nimmt. Mit der selbst noch im Ehebett herumgelegen wird. Nicht die Britin, die und die Europäerin. Schon eine Sache, daß da Leute, wenn sie Lust drauf haben, im privaten Flieger ... Daß jeder gewöhnliche Brite, verheiratet mit einer Britin, der viel zu viel nicht so hat, nur großäugig dumm aus der Wäsche gucken könnte. Der, dem man was von den Härten von wegen des "Brexits" mitteilte. Daß er den Gürtel besser enger schnallt. Was immer dem normalen britischen Inselbewohner nach dem "Brexit" fehlt, so leicht kommt der andere von jeder "Brexit"-Situation weg, für die er erst gesorgt hat. In diese Superreicheneigenheime wird selbst noch nach dem verwüstendsten, übelst vorstellbaren "Brexit" von überall auf der Welt Ware angeliefert. Jeder luxuriöse Kostenpunkt: piepeegal.
Mit Leuten aus der Europaregion Italien soll der eine Brite, der sich angesichts der "Brexit"-Idee kaum einkriegen kann, was ausbaldowert haben, daß es zu dem "Brexit"-Wildwuchs tatsächlich kommen soll. Daß der auch wahr würde.
Wie gesagt, wie es ausschaut, soll das jedem Festlandseuropäer so voll weh tun, wenn die Briten in einem erhöhteren Tempo in ihre eigene "Garasch" reinbrettern. Man ihnen zuschaut, wie sie ihr Fahrzeug drinnen im Innern abstellen. Und wie immer das Gefährt dann am Ende aussieht.
Die Reparatutkosten, am Fahrgeschäft, all das mit dem Drumherum, man scheint es sich leisten zu können. Um die reicheren, besseren Briten muß man sich dabei tatsächlich niemand besorgen. Auch das Adelshaus wird sein wie eh und je. Da eilt alles von einer Schwangerschaft zur nächsten.
Stell dir vor, was dir da weh tut. Du müßtest bloß all das Gerede hören, in Texten rumlesen. Wie dir das ankommen soll, daß da was britenmäßig geschwind gegen die Garagenrückwand krachen will. Würd auch meinen: Der Brite fährt da ungebremster bei sich rein. Mir könnt das Ganze wirklich ziemlich egal sein. Wie die britische Kiste danach aussieht, pah! Trotzdem meinen sie zu einem, der Europäer müßte besonders darunter leiden. Deswegen: mitleiden, das Angesagte. Habt Mitleid mit IHNEN.
Aus dem Grund wiederhol ich das hier sogar noch mal: "Aua! Das tut hübsch weh. Aua. Aua."
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