An so einem Brückentag
So ein Brückentag. Feiertagswochenende. Samstagnachmittag ist auch. Mitunter wo Fußball. Vorm Fernsehgerät, dem Radioempfänger.
Aber nicht für JENE. Nicht für dieses Volk. Es tut bloß so, als wär was Freizeit. Samstagnachmittäglich hat man zu werkeln, sich mit Kleinigkeiten zu beschäftigen.
Nebenher, das eine oder andere, das wird auch getan. Zuoberst angestellt. Unternommen.
Auch der Sohn, dessen Bekannte, Freundin ankam, der ist mit dabei. Von dem war bereits mitzukriegen, wie er den Rasenmäher durch die Landschaft schob. Damit lärmte. Dann saß man wieder rum, als wär man unbeschäftigt, hätt keine Absichten. Wie erwähnt, mittlerweise ist eine Bekannte, Freundin des Sohnes eingetroffen. Es war ja auch der Samstagnachmittag bei Feiertagen. Wo man an Freizeitvergnügen, alles mögliche denken könnte. Zusammensitzen, in trauter Runde auf Gestühl. Mutti, Vati, das Bier und der Sohnemann mit einer, von der es sich nicht sagen läßt, wie lange der sie bei sich behält. Auch egal. Jedenfalls darf sie auch mit dabei rumhocken. Sich an der Schau beteiligen.
Viel was war anscheinend am Abgehen, los mit einem. Nur, man selber, man wollte sich nicht so unbedingt akzentuierter nach vorne schaffen. Irgendwie ansonsten noch Hand anlegen. Anders wie sonst schon mal öfters. Es wurde denn wer einbestellt, so ein "kleines Helferlein". Eines mit Motorsäge, dem und dem. Als hätte man so was nicht, die Halde voll davon bis oben Kante. Restlos das gesamte Zubehör; alles hatte man selbst mehrfach, was der eine für seine Beschäftigung mitbrachte.
Der eine, der Einbestellte, der erschien, der hantierte demnach trotzdem mit dem eigenen Gerät, brachte sein Werkzeug mit. Er, der, den man dann gestenreich herumbegleitete, ihm ansagte, was er anzustellen hätte. Da und dort, an einem Gartengelände, das einem tatsächlich nicht selber gehörte. Das bis zum Willkürstaat, das dauert einweilen auch noch ein paar Tage. Daß man vor welche hintreten kann, ihnen erklären, das und das will man für sich haben. Wenn man es also kriegen könnte. Daß sie, wie in den Dreißigern, Vierzigern, denn mit dem Kopf nicken, für einen für eine Enteignung und das sorgen.
Der eine, der herbeigerufen worden war, mannigfaltig war der denn auch zugange. An Gesträuch, Bäumen der Garteneinrichtung, hauptsächlich dort nebenan. Da ließ er sich hindirigieren, sich erläutern, was er zu unternehmen hätte. An eigener Statt, währenddessen man selber bei sich feiertägliche Muße spielte.
Als hätt man Pause, so verhielt man sich am Bild. Als wolle man, wär was am Losgehen, biedermeierisch die Ahnungslosigkeit vorschützen. Mitunter lachend was von sich geben, guckte doch zufällig wer vorbei, der ... Um bestimmt auch auf den einen zu zeigen, dem seinen Fleiß zu preisen. Das darzulegen, auszubreiten, velleicht hätte da einer was mißverstanden. Zwar hat man ihm durchaus bedeutet, was er auszuführen hätte, bloß ... Was kann man dafür, wenn der eine ein bißchen zuviel unternimmt? Kennt sich nicht so aus, der Mann, hier, mit den Begebenheiten, kommt von weiter weg her.
Auch mittenrein ging man wieder mal. Was das verriet, das war so ein dicker, Meter entfernt liegengebliebener Ast. Ihn, den man aus dem Nachbargarten rauszuzerren hatte.
Da drauf konnte man wohl als wer mit der Vorliebe für Ordnung, Sauberkeit, die genaue Parallelstellung von Dingen und fast zentimetergenaue Aneinanderreihung der Bepflanzung bei sich im Eigengarten denn anscheinend nicht verzichten. Schließlich beharrt man bei sich an und für sich auf Ordnungsliebe. Auch beim Gärtnern ist der eine Charakter ganz weit vorn. Zufällig wächst bei einem nichts wo raus. Und wenn, dann nicht für lange.
Schon ein heißes Samstagsnachmittagsgeschäft, das man aufzog. Aber übersichtlich geblieben. Es gab ihn kaum, den vielleicht erhofften Ärger. Außer dem, daß man doch wahrgenommen wurde, im Beilauf. Trotzdem war all die Szene schreckenslangweilig. Kein Mensch, von man angesprochen wurde. Am Ende auch nur die eigene achtlose Ordnungsbevorzugung, mit der man sich verriet. Daß man denn nicht auf Kleinigkeiten verzichtet hat. Die mit zur Lust am Bewandern anderer Leute Gelände dazugehören. Bei all der Bewandtnis, die die Tatsache für einen hat.
Ziemlich groß bei einem, jenes Ding. Am Halbfeld von denen, die man selber als Einbrecher, Diebe, Betrüger und sonst so was kennt. Würd das von einem mal genauer irgendwie besehen, stünde man glattweg mit solchem Volk mit rum. Mit dem wäre man großartig bei jenen mit wo in der Zelle dabei. Der einzige Unterschied: daß man dem mit dem Haus- und Landfriedensbruch den Vorzug gibt. Gern und oft, daß man am Beschleicherboden bei anderen mit sich reist. Was als "stalking" zu übersetzen wäre, hätte wer diese Übersetzung für einen parat.
Was allerdings auch nicht jeder hat. Erst merken müßt jemand was. Bei dem in der Anlage, daß man sich bei derartigem fast öfters besser auskennen müßte. Orientiert sein. Am Schluß denn überhaupt nicht so leicht, das mit dem Haus- und Landfriedensbruch, dem "Stalken" als das eine Große von einem zu Gesicht zu bekommen.
Der eine Charakter, warum man sich nebendran, mitunter ziemlich arbeitsam, geschäftig, herumtreibt. Wobei das perspektivisch erst mal auffällig werden muß, daß es sich bei einem um dergleichen handelt. Um selbiges eines Wesens, das informiert bleiben möchte. Daß, wenn einem keiner was sagt. Nichts mit einem geredet und viel besprochen wird. Wenn einem sonst keiner was mitteilt, erzählt, daß man da zwischendurch selber bei sich für die Neuigkeiten zu sorgen hat.
Man hat sich zu was zu verhelfen. Dafür kann man schon mal schnaufend herummalochen. Daß es keiner glaubt. Wie das ja kein Mensch glaubt, daß man wo falsch und uneingeladen bei der Arbeit zu blicken ist. All das, das man anstellt, für so die zufällige, bessere Neuigkeit beim Nachbarn.
Ist da unbestimmt Gesträuch weniger da, der Weg freier geschaufelt. Das ist doch gut, nicht? Da zerkratzt man sich nicht so die Füße an garstigen Stauden, Gestrüpp. Hat man die Sicherheit, daß man eventuell schneller von wo fliehen kann, hat man zuvor was für sich unternommen. Vorgearbeitet.
Ist doch klar, oder? Das mit den Kratzspuren. Kleid muß man sich auch nicht zerreißen wollen. Wo zufällig reintreten, in Häufchen und so. Bloß weil man bei zu hohem Bodenbewuchs was übersehen hat.
Igitt, wie da was bei einem stinken kann. Die Stiefel, Schuhe, an denen man lästig zu schruppen hat, bis man die wieder sauber kriegt ... Manch ein Geruch, hat man ihn mal an den Fingern gehabt, nicht leicht loszukriegen. Man hat sich gewaschen, riecht da immer noch lästigerweise was rum. Und man muß und will unter Leute.
----