Die echt wahre Geschichte, Begebenheit oder nicht
"Fake news" - war so ein Wort die letzten Jahre über. Eigentlich ständig seit so einer US-Wahl.
"Fake news" - daß man besser aufpassen sollte, was man da tagtäglich mitgeteilt, an Neuigkeiten serviert bekommt.
"Fake news" - daß man allen möglichen Sachen nicht mehr so trauen kann.
Insbesondere bezüglich so eines Jahr '17-US-Präsidenten besprach man DAS. Seit dem seinem Wahlsieg war das so ein Thema. Das, was so Journalisten, Medienvertreter im allgemeinen im Verlauf jener Tage meinten, was es mit diesem Präsidenten auf sich hätte. Vertrauen haben könnte man bei dem in das Allerwenigste.
Ab dem Moment seiner Wahl, daß man anders darauf achtgeben müßte, was man so erzählt, berichtet bekommt. Aus dem Weißen Haus. Weil es da einer grundsätzlich mit der Wahrheit nicht so genau nimmt. Daß man von daher lieber zweimal nach was sehen sollte, was es aus dem "oval office" für Mitteilungen gäbe, Daß man wirklich nun im vornehinein was wissen, Kenntnisse bei sich voraussetzen müßte, um eine von der Realität abweichende Nachricht zu erkennen. Mindestens zweimal wäre hinzusehen. Weil sich da einer die Welt macht, wie sie ihm gefällt.
Daß was nicht so genau genommen würde, im Umfeld des einen präsidialen Herrschers. Von ihm selber. Von daher hätte man im Grundsatz auf sich aufzupassen. Besser, man prüfe Meldungen und so Sachverhalte aus dem Weißen-Haus-Umfeld ein klein wenig nach, ehe man anfängt, sich so freiweg mit diesen Inhalten zu verbreiten. Um da unmerklichen oder offenkundigen Abweichungen von den harten Fakten auf die Spur zu kommen. Nicht irgendwo böse aufzulaufen. Schließlich hätten sich die Begebenheiten geändert. Nachdem einer seinen Platz im Weißen Haus nehmen konnte, im Jahr '17 nach dem Millenium.
"Fake news" also. Um die Welt ging dieser Begriff.
Soeben läuft so ein Video rauf und runter. Man hört harte musikalische Rhythmen, jede Menge Gitarren, sieht dazu mannigfaltige Bewegtbilder. Ein einwandfreier Parforceritt durch die und die Geschichte der europäischen Region "Deutschland". Eine Szene reiht sich geschwind an die andere. Schon manchmal sehr plastisch. Was anschaulich. Als wäre da das und das mal wahre Begebenheit, wirkliche Realität gewesen. Nett vorstellen kann man sich das.
Bloß - wie schaut es darüberhinaus aus? Stimmt auch wirklich immer alles so, wie es da dargestellt wird? Entspricht das und das Bild der tatsächlichen Wirklichkeit vergangener Epochen? Oder - was verbirgt sich im Hintergrund mancher farbenprächtiger Szene? Was stecken da für Absichten dahinter?
Fast will es scheinen, das eine Video, das verlangt ein bißchen was von einem. Erst mal, daß man in der Schule im Geschichtsunterricht aufgepaßt hat. Richtiggehend ist das Ding so, als setze es die und die Kenntnis voraus. Daß man jemand sein müßte, der in der Lage ist, Dinge, Unterschiede gewahren zu können. Angesichts des vielen Aufgetischten. Daß man besser doch was davon wissen sollte, was früherdings die tatsächlichen Begebenheiten, Ereignisse waren. Daß man im Vorlauf dem was entgegenzusetzen haben müßte, was sich da am Video an Bilderfülle randrängelt.
Daß man von Sachverhalten eine Ahnung hat, daß man was mit diesen vielen zusammengepuzzelten Bildern in Zusammenhang setzen kann. All das dieses einen nun ruhmreich gehenden Videos, bei dem, was so bei den Nordamerikanern das große Thema ist, seit dem einen Jahr '17 mit so einer Präsidentenwahl, die eine krasse Richtungsentscheidung zutage förderte.
Alles am Video scheint schließlich irgendwie stimmig. Und doch. Man muß man schon scharf aufpassen, sich vor dem Rübergebrachten in acht nehmen. Bei der Fragestellung: Hat man es da nicht mit einer leichten Abänderung eines Ereignisses am Geschichtshorizont zu schaffen? Daß was doch anders ankommt, verschieden? Sicherlich nur ungefähr so passierte, wie die teuer produzierten epischen Videobilder es einem weismachen wollen.
Schwer auch zu sagen, was man mit dem einen Video ganz genau will. Wie man es ansagt, scheint es, so die, die deutsche Ureinwohner sind, die sollen sich die Tränen trocknen. Bloß, Tränen? He, wer hat denn in dem Sinne gerade irgendwie besonders herumgeheult? Wegen irgendwas von früher? Alles länger her im Grunde. Regiert wird man seit einer halben Ewigkeit nicht mehr davon. Weswegen sollte man also zu flennen haben, als deutschregionaler Europäer?
Oder hat da die Ansage was anderes in der Hinterhand? Daß man erst wieder böser mit dem Flennen anfangen müßte? Durch Neuigkeiten? Nachdem man das von früherdings wo wiedersieht? Das Alte, allerdings nicht auf alten Filmstreifen. Sondern anders. Gegenwärtiger. Leibhaftiger. Als was, das wieder besser zurückkehren konnte. Aufscheinen. Nach über siebzig Jahren. Mit frischen, unverbrauchten Larven. Bei unbekannten Mienen, die so Leute aufgesetzt zeigen, damit sich einer möglichst kenntnisfreien Bevölkerung präsentieren. Solche Personen einer Weise, die erst wieder ein Weilchen brauchen würde. Fortentwickeln können, das müßte man sich. Da bei DENEN, jenen Bestimmten, daß man nicht so rumflennen soll? Wegen Angriffen, denen man sie sich von wegen der Vergangenheitstage fortgesetzt ausgesetzt sehen?
Deswegen? Oder hatte man mit dem einen Video die Absicht, unvermittelt da darauf aufmerksam zu machen, daß da was ist, weswegen man zum Weinen anfangen könnte? Im Heute? Angesichts von Neuem am Gegenwartshimmel? Von daher so richtig frischer Tränenfluß? Beim Hinsehen nach so der Wählerschaft von welchen?
Sonst hätte man ja wahrscheinlich nicht unbedingt so großartig viel, wegen dem man derzeit größer wegen dem von damals rumflennen müßte. Oder? Erst die eine Neuigkeit, die bringt sie alternativ. Neue laufende Tränen.
Was ist stimmig, am Video? Was kommt in ihm seltsam? Daß einem Tränen in die Augen schießen könnten.
Ein Szenenbild. In einem Konzentrationslager. Gefangene in der allgemeinen Lagerkleidung aus der Zeit werden da hergezeigt. Kräftige Kerle - keine ausgemergelten - mit dem Strick um den Hals.
Bloß ... Bei den paar Dokumentationen und Filmen, die mir untergekommen sind, auf so was kann ich mich einfach nicht entsinnen. Kann mich auf kein einziges derartiges Bildwerk besinnen. Aus den Konzentrationslagern. Daß ich je das mit dem Aufhängen wo gesehen hätte.
Da setzt scheinbar bei mir was aus. Außer dem Umstand ist da nichts, daß dergleichen durchaus ebenfalls im Bereich des möglichen gewesen sein könnte. Ansonsten geht bei mir dahingehend nichts klar: Zu jeder erdenklichen Grausamkeit - Folterung, Zu-Tode-Schuften, Hungertod, Vergasen und so dem einer Doktor-Mengele-Spielwiese - zu der ist es in diesen Vernichtungslagern gekommen. Einzig und alleine, das mit dem Hängen, das scheint mir entgangen zu sein.
Fast könnt ich meinen, das mit dem Aufhängen, das haut ja noch hin. Beim ganzen Restlichen.
Mir geht beispielsweise klar, daß ein KZ-Lagerkommandant, wenn ihm danach war, aus der Ferne auf so einzelne Häftlinge, die er in der Marschkolonne gesehen hat, geschossen hat. Hatte er kurz die Lust, knallte er jemanden ab.
Oberseltsam, das mit dem Aufhängen. Ausgerechnet DAS fehlt bei mir irgendwie im gesamten Potpouri der Grausamkeiten, zu denen die vom Wachpersonal der Lager fähig waren.
Da ist wohl was der Videodreh-Dramaturgie mit geschuldet. Obwohl einer den Lagerkommandanten spielen hätte können, der ... Der mit dem Sturmgewehr gerade losballert. Einen Musikgruppenkollegen hätte er niederschießen können.
Manch andere Szene wäre auch passender gewesen. Bloß, man wählte da so den Charakter des Erhängens ... Jedes einzelne gestraffte Musikgruppenmitglied, das mit dem Strick um den Hals darauf wartet. Daß der Sache ein Ende bereitet würde.
Na gut. Möglicherweise hat man mal Leute in den Lagern aufgehängt. Vielleicht Deserteure. Die hätte man allerdings bei heruntergerissenen Epauletten und ohne sonstige Rangabzeichen in ihren Uniformen aufgeknüpft. Nicht in einem Lagerinsassenkleid.
Vielleicht hätte man sich auch so unter den vielen in einer Gaskammer zeigen können. Während nebenan einer von Bedeutung per arrogantem Handzeichen rumfuchtelt, jetzt aber mal sofort den Hahn aufdrehen, daß es weiterginge, daß das Gas wieder die Ofenrohre flute. Später, wie die Leichname im Akkord rausgetragen und entkleidet werden. Man die toten, kleiderlosen Körper der Erstickten - männ-, weiblich, Buben, Mädchen - aufeinandergestapelt mittels handgezogener Leiterwägen zu mehreren zu den Verbrennungsöfen karrt.
Kleidung und Wertsachen waren mitunter noch zu was nütze. Verkaufsware der "SS" an der "Heimatfront". Wie so Haare, aus denen Bürsten zu machen waren, Hauttalg, der auszukochen und zu Seife zu verarbeiten war. Manches mehr hatte man da noch im SS-eigenen Fertigungsbetrieb. An die Kramerläden im "Reich" lieferte man hübsch was aus.
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