Die, Kinder groß zu kriegen
"Träum weiter" - hat eine da was bei dem mit dem Thema "Weichzeichner" gemeint.
So eine, nicht alt, aber so ungefähr so alt wie da eine, die da Teil von was war. Die ewigen Gerichtstage mit der, bei den Auftritten vor laufenden Kameras, die sie hatte. Das Gesamte, das ging erst letztens doch irgendwie zu Ende. Man mußte zu einem Urteil kommen.
Wie die ausschaute, wenn sie sich so hinter der Anklagebank plazierte. So hübsch lange Haare, Ein regelrechter Haarberg, im Grunde. Gekämmt.
Bei dem, daß sie kaum von dem abkam, was ihr zu ihrem Platz im Gerichtssaal verhalf. Die Präsenz von ihr: daß ein Kerl sich besser nicht in ihr täusche, vertat. Gut möglich, unterliegt da einer einem gröberen Irrtum, daß sie einem was zurechtstoßen konnte. Was bei ihr Sache war, was nicht.
Auch damals, das, als da der mit dem Breitbärtchen noch regierte, war manches nicht so einfach. Bei dem mit den Frauen und IHM. Die Weibspersonen und ER, der mit dem "Tramp"-Nachäfferbreitbärtchen, das hat durchaus eine Bewandtnis.
Bei mancher Automobilfahrt von ihm gab es so Szenen. Als wäre da irgendwas ein "Popstar" späterer Epoche am Auftauchen. Hielt seine Limousine, eine Karre im Dreißiger-Jahre-Stil, wurde ihm die Autotüre geöffnet, kletterte er aus dem Fahrzeuginnern heraus. In dem Moment, daß kleine Mädchen in kürzeren Röckchen mit vorgehaltenen Blumensträußen vor ihn hintraten. Artigen Knicks zeigten die, reckten ihm ihre Sträuße entgegen. Dann und wann, daß Gedichte aufgesagt wurden. Vor IHM. Ehe er Mädchenköpfe großzügig hertätschelte.
Das heißt, war da was bei ihm was davon zu verstehen, was die kleineren Mädels sagten. Weil anderweitig wie toll gekreischt wurde. SS- und Wehrmachtssoldat-, Polizeiuniformierte und geheimere Polizisten in Zivil, die alle Hände voll zu tun hatten, die Menschenmenge zurückzuhalten. Die Kreischeweiber, die an IHN ranwollten. Ihm ans Tuch gelangen. Reihum wurde mitunter in Ohnmacht gefallen. So hyperventilierte man, so führte man sich auf. Bei ihm, dem mit dem schmucken Breitbärtchen, das er sich behielt, weil alles bei ihm damit so populär ging. Selbst ältere Damensemester bewahrten nicht diese Contenance, sondern kippten, angesichts von ihm, reihum weg.
Er hatte sie durchaus, eine Beziehung zum Weibsvolk.
"Bund deutscher Mädels" und so. Beiläufiger klarmachen hätte man sich was dieses Frauenbezugs ehedem mal sollen. Der weibliche Teil der Bevölkerung, die vom weiblichen Nachwuchs, all die, die waren nämlich nicht von ihm vergessen. DIE hatten eigentlich nicht viel weniger was unterwegs wie die Buben, Jungs, späteren Teenager. Der wesentliche Unterschied nur, die von der männlichen Abteilung, die hatten die Wehrsportübungen, das Lagertreiben zwischen barsch im Befehlston bellenden Ansagern, den Soldatenmentalitätshintergrund.
Nicht das, das wie rhythmische Sportgymnastik wirkte. Mit der die vom Frauenlager sich körperlich ertüchtigten. Dann und wann, daß sie dabei auch in den Wald durften. Nicht alleine, Pilze zu sammeln, Wurzeln, Kräuter. Bisweilen, daß auch sie Gewehrattrappen rumschwangen, selbst noch mit echter Waffe rumballern durften, den Rückstoß zu spüren, das. Um sich doch sich wieder dem zuzuwenden, was so die weiblichere Perspektive der Geschichte war. Als die, die zukünftig Kinder kriegen sollten. Am besten jede Menge davon. Die Bürschchen, die zukünftig die Soldaten wären, die Weibchen die, die für die Brutpflege verantwortlich. Bei der im Kopf zu behaltenden Tatsache, daß es oftmals vorkommen konnte, daß der Mann im Haus ganz grundsätzlich abging. Trotzdem sollte für den Fortbestand des Soldatenwesens gesorgt werden. Wegen dem, wenn es die Umstände erlaubten, die Weibsbilder weniger wegsterben sollten, durften.
Deshalb schickte ER keine Frauenspersonen vermehrter an die Front. Als die, die die Kinder bekamen, sollten sie im Hinterland bleiben. Dabei kriegten sie schon was geistigen Unterbau, in SEINEM Sinne verordnet, ab. Man sollte nämlich nicht glauben, daß ER der Frau an sich was ersparen wollte.
In die Konzentrationslager geriet die eine oder andere. Auf der Seite des Wachpersonals. Auch so bei den Ärzten in den KZ waren Hauben- und Kittelträgerinnen mit dabei. Zum Beispiel bei Mengele. Da taten auch Krankenschwestern IHREN Dienst. Als welche, die bei dem Treiben mit aushalfen. IHNEN, denen einer Ärzteschaft. Die ins innere Reich hinein Bericht erstatteten, ihren auf Nachricht wartenden Professoren, die was neueste "Forschungsarbeitserkenntnisse" den Kommilitonen unmittelbar vermittelten. So die, die vom Krankenschwesternpersonal, die alles begleiteten. Die besprachen sich mit diesen Schreckensärzten. Die eine oder andere zog die Spritze vielfach geübt rasch auf, wurde gewunken.
Zurückhaltung, daß ER, der mit dem unablässigen Breitbärtchen, an den Tag legte. Kühl blieb er, als die Oberen des "Bund deutscher Mädels" vor ihn hintraten. Nach Waffen verlangten sie. Wegen der Verzweiflung, von der sie wußten. Die größer werdenden Lücken der Männer an der Front wollten sie auffüllen. Sich für IHN, den "Führer", in den Kugelhagel werfen. Was ER allerdings nicht gestattete. ER blieb dabei: ER nahm dafür die Schulbübchen, die Greise und das, solange es eine Waffe einigermaßen halten konnte. Krude begriff, wie eine Panzerfaust vielleicht funktionierte, wurde sie abgefeuert.
Die der Damenwelt, die verweilte in der Etappe. Weil sie die war, die die Kinder kriegte. Neue Kinder sollte man kriegen. Bis sich die Reihen neuerlich füllten. Die nächste Soldatenschar aufwuchs. Daß Heere neuerlich vielfüßig marschieren konnten. Für DAS blieben die Weiblein an den Kinderwägen. Ohne daß DAS bis heute unbedingt so gekommen wäre, wie ER sich das ehemals dachte. Seit fünfundvierzig sind nicht zu viele in SEINEM Sinne marschiert. Das muß weiter noch erst mal wieder werden.
DAS war SEINE Beziehung zur Frauenwelt. Daß doch auch die Mädchen, Frauen was der "Zucht", Parteierziehung abkriegten, das ist ein irgendwie weniger ausgeleuchteter Teil der Geschichte. Keine Ahnung, weshalb. Daß er durchaus was an Geist vorbereitet hatte, bei IHNEN, JENEN, die die Natur fürs Kinderkriegen bestimmte. Derweil ER die Buben ihren Familien entfremdete, war das schlußendlich bei den Mädels ebenso an der Tagesordnung.
Muß man SEIN Versprechen an junge Leute, Kinder, das er kurz nach dem Jahr-dreiunddreißig-Wahlentscheidabend abgab, nur mal näher in Augenschein nehmen. Als ER meinte, daß "Die Jugend" sich nicht ein uns aus sehen sollte, nicht ein und aus wissen. Keines Gedankens sollte man größer fähig sein, dafür wollte ER Sorge tragen. Daß man zu nichts imstande war, außer zu dem, das man von oben herab verordnete.
Trotzdem: Obwohl auch da was Vorbereitung hatte, in der Frauenwelt, die ganzen dreißiger Jahre seiner Herrschaft durch, die erste Hälfte der vierziger Jahre, es muß was dazwischengefunkt haben. Vielleicht das, daß alles einfach zu maßlos schrecklich war. Bei dem, was man nach fünfundvierzig als die Wirklichkeit zur Kenntnis zu nehmen hatte. Wie man dastand. Bei dem, was da zuzugeben war.
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