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Blog von TeddeMehr

Immer unduldsamer, herrischer

1. Mai 2019 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #hug it

Dort, bei den Austrianern auf der Planetenoberfläche, kommt der rechte Herr immer unduldsamer zum Vorschein.

Der eine, der einem vor allem was ansagen möchte, im Befehlston. Widerspruch einlegen, bei ihm am besten weniger.

Vielmehr unreflektiert hinnehmen. Noch an der letzten, lastenden Ansage soll man seine Freude haben. Eine Nachfrage, von wegen rassistischem Tonarten und dem hinterletzten Vorurteil, anscheinend besser nicht.

Lieber nur noch kopfnicken. Weil SIE es sind, die ... Die jedes "Späßchen", das Altbekannte rechter Last andeuten. Das, das dir im Heute nicht gestrig scheinen will, sondern als Neuigkeit des Gegenwärtigen daherkommt. In der Gegenwart der Jetztzeit. Bei den Gegenwartsthemen. Am liebsten wäre ihnen DAS, mit nichts auf so altvordere Begebenheiten aus einer Epoche in Zusammenhang gebracht zu werden, als SIE doch schon einmal am Machtgestühl Platz nehmen durften. Ungeheuerlichkeiten hatte man ehedem von IHNEN, Übles kriegte man damals ab. Jedes Übel, das schlußendlich mit IHNEN zusammenhing.

Ewige Jahre, diese Herrschaft, bloß seit Ewigkeiten nicht mehr in der Weise wiedergesehen. Derweil SIE diese eine Ähnlichkeit doch liebend gerne ins Spiel bringen. Bloß aus der Gegenwartsepoche heraus. Als das Neue. Die Neuigkeit. Ob bei den leiseren Tönen. Oder vermittels eines Geschreis.

Von daher etwa auch der eine Witz, der von einem "Bevölkerungsaustauch".

Da lachen nicht die Hühner, das sollte man schon ernster nehmen. Nicht deswegen in Gelächter ausbrechen, bei solchen Besorgungen, Kümmernissen, auf welchem Planeten auch immer. Jemand hätte in der Absicht, eine ganze Bevölkerung wo auszutauschen. Geradezu dort, wo eben SIE sich auf den Planetenoberflächen mit jedweder Vorurteilsverhaftung großflächig umtun. Man so was wie SIE bald überall tanzen sieht.

Daß dergleichen wie SIE erneut Wirklichkeit werden könnte. Was von DEM, das lange nicht mehr in der Weise gesehen werden konnte. Auf der Halde, daß es eher mit sich rumflözte. Am Müll. Fadenscheinig, mit Wurmstich. Unterste Schublade. Nun jedoch: bei allergrößtem Vergangenheitsbezug. Altvordern redet man mitunter hinter vorgehaltener Hand. Rechte-Last-Schreiberlinge etwa, denen am Nationalhorizont nichts zu abartig war, sich damit selbst in Schriftwerken zu verwirklichen, die kann man nahezu zu jeder Zeit entdecken. Nietzsche beispielsweise, der kannte viele dieser Socken. Vorgestellt wurden ihm DIE, die sich lang und breit mit Monarchistensülze und Obrigkeitshörigkeit verbreiteten, beim Kaiser mit Rasse, Deutschtum und so ähnlichem tönten, hetzten. Der Wahnsinn, Professoren, Verbeamtete, und so was, das Wert darauf legte, der Umwelt anzusagen, man wäre doch "Lateiner", das waren SIE. Dem eigenen Schund zum Trotz. Im Angesicht Nietzsches dachten sie ... Ihre Machwerke, zwar rasch wieder vergessen, nichtsdestotrotz, durch die Jahre schaffte es DAS doch weiter. Einer, ein Gewisser, der da bei ihnen rumlas, der DAS für ernster nahm. Der für sich das eine Breitbärtchen als Markenzeichen hernahm. Das schmale Bärtchen des "Tramps" Charlie Chaplin, eine weltweite Modeerscheinung die zwanziger Jahre. Der "Tramp" an sich allerdings einer, der andeutete, "sauber" bleiben zu wollen, aller Not und mißlicher Situation zum Trotz, bei allem mitzumachen, das fiel ihm nicht ein. Haltlos oder nicht, Banken wollte er deswegen lange nicht überfallen, zum Mörder werden. Was man vom anderen, der sich ebenfalls mit jenem Breitbärtchen versah, so nicht unbedingt sagen kann. Das mit DEM, der mit seinem falschen, hinterkünftigen Nationalgetue, bei Blut und Ehre, Vaterland, seinem ausgewachsenen Haß, hauptsächlich auf die Minderheiten, sich eine Diktatur wünschte. Am Allerbesten eine, mit sich als der große Diktator, Despot. Etwas, zu dem es glattweg auch noch kommen konnte. An ihnen, den Minderheiten im Land ließ er sich, als Leser von so Schriften, auch aus, nachdem ER tatsächlich den Thron nehmen durfte. Statt sich DAS unduldsam zu ersparen, hatten da ein paar Deutschsprachige mehr in den Wahlkabinen was für ihn über.

Wirklich, immer weniger so die Widerworte wollen Bestimmte am Austrianer-Planeten droben vernehmen. Die, die in Gesangsbücher reingucken, Liedgut nachsehen, das man die Tage knapp singen durfte, als der mit dem Breitbärtchen mit den SEINEN vorherrschte. Den Herrscher, "Führer", daß er diese Lebenstage mimte. So jene Herrschaften der Gegenwart, gleichfalls längst von viel zu viel Volk gewählt. Von einer Bevölkerung, deren Vorurteile sie am allerliebsten heuchlerisch befördern. Immer ungebärdiger kommen SIE mit sich vor, weil sie mit dem, was sie meinen, noch Gewählte bleiben, Zustimmung haben. Obzwar das das Beste und Einfachste wäre, wie man mit IHNEN zu verfahren wäre: indem man SIE nicht wählt. Solange man das noch kann, daß man DIESE Wahl hat. Daß sich ein paar mehr doch das Wahlkreuz wieder mal sparen. Bei SOLCHEN, DIESEN. Die doch im Gestern so irre lang Auftritt hatten. Daß noch das letzte von IHNEN in Auge fallen kann. Weiß doch auch ein jeder im Grunde genommen, was das mal war. Wo man mit DEM hineingeriet. Daß man sich jedwede Neuigkeit durch SIE sparen könnte. Wenn es einem schon bekannter gemacht wird, mit einem Grinsegesicht von IHNEN selbst, was DAS in Wahrheit ist. Auf was SIE Bezug nehmen. Eh, "Rasse", "Jüdisch", "Zigeuner", "Schlitzaugen", schwarze, gelbe Hautfarbe? Leutetypisierung, selbst noch mit Lineal- und Zirkelmaß. Wie die Dreißiger. Bei Mengele.

Das des Alten, aus dem Profansten geboren, dieser größte erfahrbare Horror, den Deutschsprachige mal im nachhinein in Erfahrung bringen durften. Als da die Augen groß und größer wurde, als Selbsterkenntnis war. Währenddessen so welche sich da bei den Austrianers auf der Planetenfläche immer deutlicher herrisch gestikulierend herzeigen. Ihrer Haltlosigkeiten trotzend, soll man sie immer unkritischer betrachten und das bei IHNEN weniger klar benennen. Fast meinen SIE, SIE müßten nichts mehr wie früherdings mal ertragen. Sich nicht länger Fragen stellen lassen. Obwohl da bei ihnen Inhalte verbreitet werden, von Leuten aus IHREN Reihen, die jedem, der noch was wahrnimmt, das Vorurteil in Reinkultur abbilden. Als was, das man nötig zu haben scheint. Eine im Grunde altbekannte Fratze. Die von IHNEN. Trotzdem man DAS überdeutlich mitkriegt, das bei IHNEN, soll man, was SIE angeht, den Schulterklopfer noch und nöcher geben.

Quasi sollte man nichts mehr kritisch finden, bei IHNEN auf der Bühne. Nichts weiter als DAS entdecken, was ES ist. Was SIE in Wahrheit sind. Wiewohl sie doch den Blick auf alles bei sich höchstselbst freigeben. Den auf die Tatsache, daß SIE freiweg denken ... So die Beweise erbringen. Für den massiven Fehler, den man Anno '33 mit IHNEN beging. Bei so was wie bei IHNEN in der Wahlkabine vielköpfiger anzukreuzen. Freihändig. Unberatenerweise. Das bei IHNEN verharmlosend. Auch wenn SIE jedermann alles vom späteren längst auf gut Deutsch erzählten. Es von sich gaben. Nichtsdestotrotz blieb man naiv und taub. Das schnöde Wahlkreuzchen, um das es sich grundsätzlich drehte, das sparte man sich einfach nicht auf.

Immer unbebärdiger, freimütiger präsentieren SIE sich einem jeden bei den Austrianern am Kleinstplaneten droben. SIE wähnen, SIE dürften das schon. Das, daß SIE tatsächlich keine Rücksicht mehr zu nehmen brauchen. Darauf, daß SIE noch das Niedrigste von sich vorzeigen. Als Zeichnung. In Wort- und Bildform. In Echt noch vor aller Welt. In aller Deutlichkeit. Jenes EINE Unverhohlene doch.

 

 

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