Wohin jegliches reist
Das scheint die Wahrheit: Alles auf der Welt, das auszumachen ist - hat man denn den einen Sinn, doch Kleinigkeiten bei Lichtschein gewahren zu können -, das hat mit Schwarzen Löchern zu schaffen.
Alles. Alles ist als einem Schwarzen Loch vorgelagert zu betrachten. Hat einem solchen dienlich zu sein. Als "Nahrung".
Die real exisierende Welt ist praktisch DAS, was die Schwarzen Löcher, die alles zu sich hinzerren, ansaugen, nicht sofort schlucken können. Das Abfallprodukt, das sich daraus entwickelt hat, daß sich bei den Schwarzen Löchern zuviel an restlos ALLEM ansammelt. Kein Stäubchen schließlich, das sich nicht auf der Anreise zu irgendeinem Schwarzen Loch befindet. Einem größeren, kleineren.
Daraus, weil JEGLICHES wo zu einer bestimmten Örtlichkeit irgendwie hingelangen MUSS, daß alles entstand, was bei Nachtdunkelheit am Horizont schimmert, glitzert, funkelt. Schließlich: Wenn wo achtlos Sämtliches die Hinfahrt nehmen MUSS, bedeutet das, daß das Tausendste auch eintrifft. Das Tausendste, das miteinander reagiert. Reagieren muß. Das Explosiveste, das von daher noch zusammenfindet.
All die wahrnehmbare Materie, die sich aus so diesem Umstand ergab. Auch die unsichtbare. Muß man doch zugestehen: wo bei Staub und Dreck die unterschiedlichsten Substanzen aufeinandertreffen, da geht irgendwann das Verschiedenste los. Bei Zeug, das schlimme Reaktion hat. Daß es irgendwann kracht, sobald da Explosivware hochgeht. Daß die Blitze zucken. Funken schlagen. Atome, die in der größten Hitze aufgebrochen werden. Sich zu was Neuem zusammensetzen und so fort. Die wabernde "Suppe", die kocht und kocht. Es brodelt allerorten.
Lustig ist es, wie es in der Schwarze-Loch-Umgebung zugeht. Derweil, das eine Schwarze Loch, das in der Mitte von allem sitzt, das frißt und frißt. Das, das sich an nichts was stört. Das Schwarze Loch, das nährt sich selbst noch daran. An ALLEM "labt" es sich. Bloß, zwischendurch, so ein Schwarzes Loch, es kann sich nicht ständig alles einverleiben. Da hat was draußen vorm Schwarzen Loch rumzuwarten. "Anzustehen". Bis zu dem Momentchen, daß es drankommt. Geradezu dazu kommt es im Angesichte eines Schwarzen Lochs: daß was noch ein geraumes Weilchen Weile hat, weil allzuviel rundum da ist. Sogar so weit geht das, dermaßen viel im Rund, daß sich im Anstehenden selber rundweg noch das und das entwickeln kann. Schließlich knallt und rummst es allüberall. Daß sich im Laufe der Zeit da was alles mögliche noch ausbackt. In der ausgedehnten, weitläufigen Strecke der Staub- und Dreckware. Wo sich was verdichtet ausgestaltet und weiterhin noch mehr angezogenes Zeugs aus irgendwelcher Ferne dazukommt. Ohne Unterlaß arbeitet die Anziehungskraft.
Ist ja auch in der Weise das die sichtbare Realität. Sonst würde man wohl all das, das des Nachts, das da als Gefunkel im Dunkel aufscheint, nicht großartiger in die Wahrnehmung kriegen. Ist man dann und wann in der Lage, rum- und hochgucken zu können.
Bei den Schwarzen Löchern ist alles etwas. Jedes Stäubchen zählt.
Alles, zu was auch immer es sich ausgestaltet hat, das sofort in das Schwarze Loch hineinrutscht, sobald es zunächst beim Schwarzen Loch an der Reihe ist. Daraus scheint sich die "Zeit" entwickelt zu haben. Aus diesem "Anstehen", der "Warterei". Bis so weit ist, daß der wahre Regent, der Beherrscher der Szene aufscheint, der von der einen Wahrheit erzählt, was da Sonne, Mond und Sterne für IHN sind: nichts anderes als "Futter". Seine nächste Runde Nahrung, für die nun der Platz freigeschaufelt wurde. Ganze Sonnensysteme, was immer da Sonnen für gute oder schlechte Gegenwartszustande haben, wie viele Planeten ein Zentralgestirn umkreisen, die geraten dann rein ins Schwarze Loch. Einvernahme ist im Sog. Dem das Kleinste nichts widerstehen kann. Nur: bei der Masse draußen. Der "Mahlstein", er "zermahlt" nur, was er als das allernächste "zermahlen" kann.
Bei allem Eigenleben, das es führte, Sonne, Mond und Sterne sind nichts weiter als das im "Proviantbeutel". Das in der großflächigen "Vorratskammer" eines Schwarzen Loch. Das von allem zuviel dort in der Kammer hat.
Ob hell leuchtend, vielleicht erst kürzlich ausgebildet, oder schon alt, zusammengesunkene, implodierte Sonne. Dem Schwarzen Loch voll piepe. Die Anziehungskraft des Schwarzen Lochs, die wirkt unablässig. Nichts, das nicht irgendwo zu einem Schwarzen Loch hingezerrt wird. Bei einem Schwarzen Loch erkennt man was Nächststehendes, dann das, das in der Nähe verharrt, schlußendlich das, das ziemlich weit von IHM entfernt scheint. Das Zunächststehende, das ist dann beizeiten dran, fällig. Als das vorne in der Reihe "erlebt", "erfährt" was seinen "Rutsch". Totalegal, was es für sich sein möchte. Wie schön sich da was ausbildete. Älter, neuer. Voll piepe. Es MUSS hinein ins Schwarze Loch, ist es vornedran.
Was immer, es gibt keinerlei Innehalten. Als Nebenbei-, Abfallprodukt hat man das als die eine Wahrheit, Realität hinzunehmen. Ob einem diese Wahrheit gefällt oder nicht: Das Universum insgesamt ist nichts als irgendwas nebenher. Eine Beilaufentwicklung. Die es nicht bräuchte. Die sich aber trotzdem aus der Überfülle bei einem Schwarzen Loch entwickelte.
Eine Entwicklung, die es ziemlich oft gibt. Obwohl es sie beim Schwarzen Loch an sich nicht notwendigerweise bräuchte. Oder doch? Aus übergroßen Sonnen entstehen selbst noch, hat sich das mit der nuklearen Brenndauer erledigt, Schwarze Löcher. Kommt es zu was eines "Nachwuchses". Einem Schwarzen Loch, erst mal im Kleinstformat. Eine Miniausgabe.
Bei größeren, kleineren Schwarzen Löchern. Wenn wo was im Universum ungewöhnlicher an Fahrt zunimmt, wird das wohl nichts anderes heißen, als daß ein massiveres, gefräßigeres Schwarzes Loch dort unmittelbarer "Ware" zu sich ranzerrt. Was von dem, das ihm vorgestellt ist. Darauf rast man am Ende geschwinder zu, weil man auch näher, direkter dran ist. Ehe man dort jenseits des Ereignishorizonts eines Schwarzen Loch gerät. Dem, dem man dienlich zu sein hat, weil es einem keine Fluchtmöglichkeit gewährt. Alles, das Leben und so heißt, es ist eine zeitweilige Nischenerscheinung. In einer ewiglich prekären Lage, von der manches Leben indessen gar nichts weiß.
Wirklich, so einem Schwarze Loch ist die Umgebung allerhöchstens eins: das Freßpaket. Wer dort nicht rein möchte, der müßte schon zeitig die Flucht ergreifen, nicht? Vier Lichtjahre vom hiesigen Sonnensystem entfernt steht wohl so was eines Schwarze-Loch-Nachwuchses im Raum herum. Ein Nachwuchs-"Wurmlöchlein". In ein paar zig Jahrmillionen, daß das irdische Sonnensystem dort in unmittelbarer Nähe aufschlagen wird. Der Sternenüberrest, die Gesteinsbrocken, im Heute "Planeten" geheißen. Bis der Moment kommt, daß man an ihn herangerät, an den Schwarze-Loch-Horizont. In ihn, daß man einzudringen hat.
Andere Möglichkeiten? Keine. Alles flüchtig hier. Ein Hauch. Nichts, das nicht vergeht. Das hiesige Sonnensystem. Die Milchstraße. In vier Milliarden Jahren nichts mehr da, außer vielleicht wo noch ein schnöder Lichtblitz. Bis der sich auch noch ins Nichts verliert.
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