Als man versuchte, was zu inszenieren
Da war ein Gelächter beim großen Schnitt Mitte der Siebziger. Hämisch, spotterfüllt. Bei dem, was sie propagierten und von dem her sehen wollten. Im Verlauf einer Aufführung. Und von wegen zahlreicher Ansagen anbei. Was mit wortreich bedeuteten Worten im Hintergrund daraus werden sollte: Etwas, das sich einstmals, vor Jahrzehnten, entwickelt hatte. Daran versuchten sie sich. Grinsend, Spöttisch. An DEM. Sonnenbrillen auf, von oben herab, auf jedermann herabschauend. SIE suchten DAS weltweit auf die Bühne zu bringen. Beim "punk". Bloß als eine Inszenierung. Das sollte IHR Ruhm sein.
Beim "punk", mit dem ein Rieseneinschnitt war, mitten im Siebziger-Jahrzehnt. Ein derartiger Schnitt, daß der sich bei den Jugendkulturen bis heute auswirkt. Mit dem "punk" hat er sich so richtig über alles gebreitet, was vorher eine Blüte hatte. Das Mehltau-Zeitalter wurde eröffnet, mit dem "punk". Das bis in die Gegenwart hinein Pflänzchen rasch verdorren läßt. So recht hoch wächst und sprießt seitdem nichts mehr. Trägt irgendwie weiter.
Wie da was gewirkt hat, bei "punk" und "skinhead". Eventuell könnt man sich das mit dem "Brexit" als etwas besehen, das viel was mit "punk" und "skinhead" zu schaffen hat. Wer da für den bornierten "Brexit" verantwortlich zeichnet, welchen Alters da Leute sind. Was die am "Brexit" für Figuren sind. Nebenher bei diesem einem Jahr '17-US-Präsidenten und dem, wie es so Gestalten doch früher auch schon gab. Diejenigen, die das nicht fassen konnte, daß SIE den Vietnam-Krieg nicht länger fortsetzen konnten. Wegen so Leuten und ihrer "Bewegung". Durch "Bürger"-Proteste,. "Hippies". Das war das Höchste, daß man den Vietnam-Krieg durch so welche beenden mußte. Weil ein "undisziplinierter", widersprechender Geist für einen Mentalitäswechsel sorgte, konnte man nicht weiter.
Da mußte man sich in den frühen Siebzigern mit Plattenbossen und so Musikproduzenten zusammensetzen. Sich mal unzweideutig mit DENEN über Kleinigkeiten unterhalten. Darüber sprechen, daß ihr Interesse doch dem Geld galt, nichts viel anderem. Oder? So werte-, rechtskonservative Rolitiker besprachen sich bei einem großen Treffen freiweg mit jenen, die sich zu der Zeit zwar in der Musikindustrie eine goldene Nase verdienten, das doch aber auch ein klein wenig anders anstellen könnten. Nicht wahr? Die Musikalien-Bosse und Jugendjournalverleger, sie sollten wieder was bei sich ändern. Grundlegend.
Und dann passierte auch was. Geradezu zufällig, daß es sich traf: Mitte der Siebziger. Wie ein Fanal scheint es auf. Von der britischen Insel her zündete es ins Weltweite. Den Briten, denen man damals fast aus der Hand fraß. Bei was wie den "Beatles", den "Rolling Stones" und so weiter. Einen Wahnsinnruf hatten die Briten zu verlieren eigentlich, aber das juckte dann am allerwenigsten. Wen interessiert's, daß die Britannien-Leute bis heute kaum mehr in der Lage sind, den "Europäischen Song-Contest" regelmäßig zu gewinnen?
Das war damals so ein Hintergedanke beim "punk" und so dem, bei denen, die großmächtig über das nächste Ding, eine Neuigkeit auf der Teenagerszene nachdachten: die eine Weimarer Republik mit ihren Geschehnissen. Ihr Wissen darum, weil sie mal Geschichtsunterricht hatten. In Großbritannien. Lehrer, die ihnen da was erzählten. Wie es in der Weimarer Republik so zuging.
So, als so DIE damals, so Mitte der siebziger Jahre herum, anfingen, sich nach "punk"-Art umzuziehen, in der Weise vor eine Journalistenschar hinzutreten, diesen mit einem wahren Schwall an Worten was auseinanderzusetzen.: etwa, wie sie den langhaarigen Gitarristen so satt hätten. Die ewigkeitenlangen Lieder. Die viel zu kostspieligen Musikproduktionen. Und dergleichen mehr. So was nicht nur für "Pink Floyd" - sondern noch für jede doofe Gruppe, die aus dem Stand langhaarig was ansagen wollte. Bei all dem von dem, was viel zuviel mit dem "Hippie" der sechziger Jahre und dem Gesamten zu schaffen hatte. Das, was "freie Liebe" hieß, Aufklärung in sexuellen Fragen, "Blumen statt Gewehre", Wobei die Härte der Klänge, die man bisweilen komplex auf die Ohren kriegte, ziemlich aufregte, nervte. Obwohl man die Gitarrenspieler gerne als "Nichtskönner" abtat, billig, allerhöchstens bei ein paar "Riffs" dabei, bei ihrem Spiel, das sich jeder in einer Sekunde draufschaffen könnte, der kurz mal eine Gitarre anfaßte.
Der "punk", der hatte zu anfangs als die große Teenager-Falle auch ein bißchen was mit rauheren Gitarrenmusikklängen zu schaffen. Nur, erst der "punk", der brachte die grundsätzliche Einfachheit des Spiels. Bei dem besonderen Handpuppen-Aussehen des "punks". Genauso wie das des "skinheads". Modisch beide auf der Stelle mit dem höchsten Erkennungsfaktor ausstaffiert. Beide hochgezüchtetem britischem Modedesign entstammend. Absichtsvoll für die Stilbildung ersonnen. Wie beispielsweise auch der Minirock der sechziger Jahre ein Einfall im Englischen war. Den man dann in den siebziger Jahre als viel zu frei schwingender Geist wieder einzudämmen suchte. Als man die jungen Frauen bei den Midiröcken wieder zu sittsamerer Kleidung umzuorientieren suchte. Zu unförmigeren Hosen. Alles sollte viel weniger sexy, eher abregend sein. Auch circa Mitte der Siebziger, dergleichen, am Auftreten, Vorkommen. Mindestens die Fünfziger wollte man zurückkriegen. Wenn wer bis in die Gegenwartszeit was darf, dann die Fünfziger.
Die fünfziger Jahre. Bei denen SIE kaum an was des Rock 'n' Roll oder Jazziges denken. Das heißt, mit seinem Fünfziger-Jahre-Aussehen könnt man sich gut auch in den Vierzigern, Dreißigern, Zwanzigern oder so zurechtfinden. Trägt man einem schwarzen Anzug mit Krawatte. Oder kleidet sich in ein dickes, formloses Kostüm, einem Kittel, einer Schürze, hat man den Part der Frau. Alles zumindestens bis zu den Kniescheiben runter.
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