Der am Modehof entwickelte "punk" war beste Ware
Wirkt fast , als wär das mit dem "punk" schwer was Mächtiges auf der Verschwörungstheoretikerbodenfläche.
Allerbestes "Design". Erstklassige Warenlieferung vom Modehof. Besser konnt man DAS fast nicht kriegen.
Voll in Sicht, die, die für den "punk" sorgten. Sich in Britannien dafür umkleideten, als "punk" zu wirken. Eine Modeschöpferin. Ein Musikproduzent, der namentlich dafür ging.
Einmal lebt die noch, die am "punk" für vieles am modischen Erscheinungsbild sorgte. Die arbeitet bis heute, bei den glatten Stecknadelköpfen, bringt ihre Mode unter die Leute. Exzentrisch sollen ihre Modeentwürfe sein, und doch auch hinterhoftauglich.
Während andere, die für den geistigen Unterbau beim "punk" verantwortlich zeichneten, die Folklore ...
Geht einem ja auch der Strauß erst auf, Zusammenhänge betreffend, wenn man vielleicht in einem "Rocklexikon" Kleinigkeiten nebenher liest, oder so Historienmusiksendungen lauscht, die die Musikwelt der fünfziger, sechziger, siebziger Jahre und so weiter nachbetrachten.
Eher eine Fußnote, eine Beilauferscheinung, das, was es zu erfahren gab. Und zwar das, daß es so anfangs der Siebziger zu fast so einem mafiösem "Familien"-Treffen konservativer Politiker mit Schallplattenbossen, Musikproduzenten, Velegern von Jugendzeitschriften und dergleichen kam. Haufenweise, daß der Einladung gefolgt und angereist wurde.
Über so Zeitbegebenheiten und anderweitige Verhältnisse wurde bei der großen Zusammenkunft gesprochen. Über einiges sich ausgetauscht. Etwa über die Frage, ob man noch recht bei Trost oder Verstand sei. Diese Tage der frühen Siebziger, nachdem in Nordamerika der Vietnamkrieg nicht fortzusetzen war. Abgesagt werden mußte die Kriegsunternehmung, ein Friede wurde verkündet. Was einige nicht unbedingt erfreute. Daß sie da Bevölkerungsbestrebungen nachgeben mußten. Sie hätten mit dem kriegerischen Treiben gerne weitergemacht.
Es war denn also an der Zeit, so die frühen siebziger Jahre, anständig sich mit den Produzenten von Musik und den Verlagsherren von so Jugend-, Kindermagazinen auszutauschen, sie diese und jene Fragen beantworten zu lassen, wie die Verhältnisse bei einem selber so lagen. War man DAS? Interessierte man sich dafür?
Was soll man lange um den Brei rumtexten: Diese einen wertkonservativen Politiker, die fanden Gehör. Ihr Anliegen wurde nicht vergebens besprochen. Auch wenn alles erst mal wie gehabt weiterlief. Bis eben, bis Mitte der Siebziger. Mitte der Siebziger war man denn so weit. Als ob die Vorbereitung für so eine derartige Bestrebung weit genug gediehen wäre, daß man mit ihr rüberkommen konnte.
Man brachte IHN auf die Reise, den "punk". Von Großbritannien aus. Die Briten, vorher auch für viel in der Musikwelt verantwortlich. Bei so den "Beatles". Den "Rolling Stones". Jimi Hendrix mußte aus den Vereinigten Staaten nach England reisen ... Eine wahre Blüte hatte die britische Musikszene zu der Zeit. Regelrecht fraß man den Briten aus der Hand, wähnte da ohne Unterlaß was. Nach Großbritannien wurde geblickt, was dort so abging. Beinahe kam es in Britannien manchen Leuten am Musikantenhorizont so vor, sie könnten noch alle Grenzen sprengen. Bis der "punk" Auftritt hatte. Der "punk", der dem eine Ende setzte. Grob.
Auch das, wie es in Fragen des Sexuellen und der Aufklärung bei den Leuten zuging, das paßte vielen am konservativen Politikerhorizont am Ende schlußendlich nie wirklich. Während jener Tage genauso wie vorgestern oder heutzutage. Genauso wie eben das mit den ewigen Langhaarigen, die weiter und den einen, IHNEN doch von Grund auf verhaßten, den"Hippie", abbildete.
Da brauchten SIE was, einen Hebel. Mit dem da was einzudämmen war. Niederzuschlagen. Und siehe, es wurde denn "punk". Ziemlich genau Mitte den Siebzigern, als sollte das irgendwann jemandem im Rückblick noch mal was zu bedeuten haben. Obwohl man das mit dem "punk" als eine natürliche Sache, eine Neuauftauchen von was Strömungen in der Jugendkultur und nicht als was Veranstaltetes, Inszeniertes ausgab. Das mit dem "punk", der doch grundlegend so viel zur Folge hatte. Der "punk", der brachte ihn mit sich, jenen Mehltau, der bis heute auf allem liegt, was bei jungen Leuten so abgeht. Der "punk", der war diese Zeitenwende. Seit dem "punk", daß sich vieles rasch wieder eindämmt, niederzuschlagen ist.
Schwer zu sagen. So perspektivisch. Wer immer das in den Siebzigern schal überblickte, Gehör fand der nicht. Wollte er, sie, es anklingen lassen, daß DIE, die den "punk" nach vorn schafften, in ihren wortreichen Ansagen eigentlich wie so die sich anhörten, die in den fünfziger, sechziger Jahren die Braven in der Familie waren. Die "Brillenschlangen". Die, die zu der Zeit Vati und Mutti schon nach dem Mund redeten, bei dem mit dabei waren, was Vati und Mutti empörte, was nicht. Genauso klang nun allerdings der eine, der "punk". Ab Mitte der Siebziger. Vielfach kannten die "punk"-Entwickler die Musik selber, hatten sie am Plattenteller gehabt. Die Klänge, über die sie redeten, sie hörten die Musiktitel, die ihnen als "punk" zu lang waren. Se waren vertraut mit den Klängen der Gitarristen, allem möglichen der progressiven Musik zu der Zeit. Und eigentlich stellten sie sich als "punker" grinsend als DIE hin, die sich gegen den Gitarrespieler und gegen dessen Aussehen auflehnten. Gegen den einen Gitarrespieler, man stelle sich vor. Quasi war der "punk" eine Gegenbewegung. Der braven, anständigen Jungs und Mädels, gegen die ANDEREN, die viel Knatsch daheim bei den Eltern hatten, nicht so ohne weiteres mit Papi ins "Pub" mitgenommen wurden, seinen Autoschlüssel abkriegten.
Wie da der eine oder andere der Bedeutenden beim "punk" daherredete, das hörte sich richtiggehend an, als spräche aus ihnen ja fast noch der Musikproduzent. Der bei der Musikentstehung zu viel Aufwand betreiben, Geld in die Produktion reinstecken mußte. Der eine, der die erste große "punk"-Gruppe anriß, war auch ein Musikalienproduzent. Als hätte da einer von IHNEN die "Sorge" eines Plattenproduzenten, schwatzten welche "punks" daher. Wie welche, die sich so eine Perspektive anlernten, die mit ihnen selber an sich nichts zu schaffen hatte. Mit derartigem, daß sie vor Volk hintraten. Als "punker" ausstaffiert, daß sie Journalisten, Medienschaffenden und so denen, Fragen beantworteten. Bei seltsamen Fotografien, die in alten Musikszeneheften damals die Siebziger-Jahre-Tage zu sehen sind. Fotos bei Beitägen, die den "punk" behandeln, da aufscheinen und mit dem Entstehen, Ursprung des "punks" in Zusammenhang gebracht werden. Wie so verwackelte Schulzimmerfotografien von kurzhaarigen Jungs. Könnten im Grunde irgendwelche Bilder von irgendwem jener Epoche sein.
Was den "punk" anbetrifft, kann man dann zu allem Überfluß auch ständig diesen einen Wahnsinn-"Zufall" nehmen: Exakt so Mitte der Siebziger. Der Einschnitt, er war Mitte der Siebziger. Daß sich der, der der Gegenwart dazu Lust hat, mag, dessen Auge dafür geschärft ist, eine Szene davor und eine danach auf Schallplatenpapperdeckeln besehen kann. Wie es eben der eigene Geschmack ist, wem man sich zuneigt.
Ja, ab Mitte der Siebziger war "punk", zuvor war irgendwas anderes.
Die eine Zäsur glasklar erkennbar, die der "punk" mit sich brachte.
So recht scheint das Mitte der Siebziger keinem ein Begriff gewesen, was sich da mit dem "punk" tatsächlich an Grundlegendem abspielte. Trotz all dessen, was man als die Gebrauchsanweisung für einen "wahren 'punker'" absonderte. Alles nachlesbar. Wie man ebenso den Vergleich anstellen kann: Wie Vati und Mutti reagierten, auf die Musikszene, auf den Rock 'n' Roll mit seinem gesamten zersetzenden Freigeist. Ab Mitte der Fünfziger, die sechziger Jahre durch. Ganze Glaubenswelten wurden erschüttert politische Perspektiven verwirbelt. Auch der Minirock, der dabei einen Beitrag leistete. Während der "punker" doch gefährlich Dinge wie diese erregten, empörten Vatis und Muttis der Rock n roll-Fünfziger, der Sechziger absonderte. Ohne daß das sich in der Journaille wiederspiegelte. Bei denen die erst den "hard rocker" unablässig niedermachten, dann doch den "punker" plötzlich lobten. Worauf man sich irgendwie geeinigt zu haben schien. Ab Mitte der Siebziger. In diesen "kritischen" Musikmagazinen. Als die "punk"-Lobhudelei das Angesagte war. Der "punk", der so viel "Neues" mit der Musikwelt anstellte. Beim "cut" durchaus eine Wahrheit.
Dieses eine Fazit doch: Die "punk"-Ansager, die sprachem viel jenen Vatis und Muttis der fünfziger, sechziger Jahre aus dem Herzen. Und noch viel mehr manchem konservativen Politiker. Der sich Disziplin, Soldatentum und so was auch für die Berufswelt wünschte, Gehorsam, nicht freigeistigen Widerspruch, langatmiges Erklärung verlangendes Herumgerede. Jemand hatte zu tun, was ihm gesagt wurde, und sollte nicht versuchen, mit einem, der Dinge so und so ansagte, lang und breit über was labern zu wollen. Zum "Labern" war man nicht angestellt. Was "überblicken" zu müssen.
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