Trotzdem sieht man wo kaum was weniger
So Fotos. Aufgenommen in Afrika, Australien oder sonstwo in Nordamerika. Irgendwo auf Grünflächen.
Auf den fotografischen Aufnahmen sind ausgewachsene, mehrfach mannsgroße Krokodile zu sehen. Scheinbar sinnlos, verirrt staksen sie in der Landschaft rum. Befinden sich auf Landgang. Alles fast zu ungelenk, für ein Reptil, das eher im Wasser seine Heimat hat.
Andererseits: Krokodile können schneller rennen, geschwinder, flotter werden. Falsche Gedanken dürfte man nicht kriegen. Eventuell hat das ziellos wirkende Herumwandern auch einen hintergründigen Zweck. Krokodile sollen so einen siebten Sinn für Wasser haben. Sind ihre eigene Wünschelrute für die nächste Wasserader.
Folgt man den Krokodilen, schleicht ihnen in sicherem Abstand hinterher, kann man sie bei was entdecken. Erst mal, daß sie wo Pause machen, dröge rumliegen. Für ein Weilchen. Bis die Krokodile unvermittelt anfangen, sich zu beschäftigen. Buddeln ist bei ihnen angesagt. Mit vollem Beineinsatz beginnen sie zu graben, die Erde mit dem Schwanz seitwärts zu schieben.
Derweil, vielleicht wird es einem beim Krokodil zu langweilig, man geht gähnend dort weg. Um im nächsten oder darauffolgenden Jahr wiederzukommen. Dorthin, wo man dachte, sich zu erinnern, daß man einem Krokodil beim Herummalochen zugesehen hat. Muß ungefähr derselbe Ort sein, wo man eine bessere Wasserfläche überblickt. Ebenerdig; nicht der Hauch einer Spur irgendwelchen Erdaushubs. Bei einem kleinen Teich steht man rum. An einem Wasserloch, bei dem sich aufs neue dieses und jenes Tier einfindet, nachdem der Mensch sich von dort verdünnisiert hat.. Von ganzen Tierherden wird das kleine Gewässer als Tränke genutzt. Auch zum Baden steigt Vierbeiniges gerne rein ins Wasser.
Als wahre Idylle kann man es betrachten. Bis man zwischendurch mal mitkriegt, daß da irgendwas unvermittelt hochgeschossen kommt. Aus der Untiefe des Gewässers. Ein Riesenmaul klafft offen. Das eine unglückliche Opfer wird hochgeschleudert, landet erneut im klaffenden Maul. Hinuntergezogen in die Tiefe wird es.
Man denkt sich, ein Pech, nun ist auch ein Krokodil am herrliichen Plätzchen eingetroffen. Mit Sicherheit ein Wahrnehmungsfehler: Denn, es ist das eine Krokodil, das man von früher kennt, man müßte sich nur erinnern. Das Kroko, dem man mal länger bei den Aushubarbeiten zuschaute. Oder es bloß beobachtete, wie es so in der Landschaft rumspazierte. Als hätte es sich verlaufen.
Dieses eine Krokoldil, dem sein Wasserloch ist das. Es hat für die eine Wasserstelle die Verantwortung. Für diese Örtlichkeit, bei der es alsbald wieder wie eh und je zugeht. Als wär nie was gewesen. Viele unterschiedliche Tierarten, die sich einzeln oder in Herdenstärke der Wasserstelle nähern. Gesoffen wird; eins, zwei, drei nutzen das Naß für ein ausgiebiges Ganzkörperbad.
Vier, fünf Tage ist öfters gar nichts. Kommt eben immer auf die Größe des einen Tiers an, das sich das Krokodil schnappen konnte. Es kann dauern, bis da alles von ihm restlos verdaut wurde. Ganz unterschiedlich, wann sich das nächstemal der kleine Hunger einstellt. Alles allerdings kein Problem, bei den vielen Tieren, die ans Wasserloch ranmachen. Ist man wieder an dieses eine Örtchen zurückgekehrt, kann man zwischen dem höher und höher werdenden Pflanzenbewuchs heraus dem belebten, vielköpfigen Treiben zusehen. An dem kaum je auffällt, daß da was, das ehedem immer hinkam, mal fehlt. Abgängig ist. Derweil, es gibt jede Menge Jungtiere und so. Unterschiedliche Größen.
Auf eine gewisse Art und Weise könnte man sich DAS auch bei einem Schwarzen Loch so denken. Das Schwarze Loch, das seinen "Hunger" stillt, sobald wieder was in es "reingeht". Angesichts der Masse von Sternen, Planeten, Gesteinsbrocken - Unmengen an allem hat es um sich herum, daß das kaum irgendwie größer ins Gewicht fällt, daß im Grunde unablässig was irgendwo abgeht, den "Verschwindibus" macht. Es ist trotzdem weiter mehr als genug präsent. Bei einem Schwarzen Loch wird manches eher noch mehr, weil sich weiterhin was bei ihm im ferneren Rund anhäuft. Schließlich wird die Anziehung des einen Schwarzen Lochs kaum je schwächer, eher das Gegenteil. Bei einem Schwarzen Loch gibt es beständig Neuigkeiten, bildet sich dies und das aus im Irgendwo der gewaltigen Blasenausdehnung. Daß bei der schieren Unmenge an allem kaum auffallen mag, daß das nächstemal was seinen Weg hineingefunden hat. Als was Sichtbares, daß es der Vergangenheit angehört. In das eine Schwarze Loch wurde es gesaugt, hineingezwungen. Endete bei seinem ursprünglichen Daseinszweck, hatte dem EINEN zu dienen. Fürs "Spaghettisieren" ging es. Während alles rundherum in der nahen, weiten Ferne nicht viel anders wie eh und je wirkt. Bei einigen einwandfreien Sonnensystemen, die unmittelbar ranrücken. Diese und jene Sonne, Planeten wie Jupiter, Neptun, Saturn und so fort. Ungezählt was Angehäuftes dieses und jenes Waberzeugs. Nicht mehr wiederzusehen, hat sich die nächste "Freßattacke" eingestellt.
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