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Blog von TeddeMehr

Um wahres Verliererwesen Bescheid wissen

29. Juni 2019 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #hug it

Wie geht der Spruch? "Willst du Verlierer sehen, mußt du rechtsraus blicken". Wahrhaftiges, großgängerisches Verlierertum. Eins, das sich schon mal kaum einkriegen konnte. Mit sich.

Außerdem solltest du gut drüber was wissen, daß du so welche nie gewinnen lassen dürftest. Grundlegend sollten DIE Verlierer bleiben. Für jeden das Gesündeste.

Im Grunde was Verbotenes, da was solches wie DIE nach vorn zu bringen. Bei einer allzu bekannten, trauten Geschichte. Der, die da nach dem zweiten Weltkrieg schonungslos zum Vorschein kam. Schonungslos war DAS am Bild. Für welche Dinge die Verantwortung genommen werden mußte. Was da einer von oben runter von den Beamtentischen aus betreiben ließ. Damit nichts zu deutlich gesehen würde, trotz allem, was an Einschüchterung, niederträchtiger Irreführung an der "Heimatfront" herrschte, in die eroberten Gebiete, daß man ES lieber auslagerte. Dort installierte man DAS, im großen Stil. Bei Verhaltensweisen, die mit Ehre, Stolz, Liebe zur Heimat und so was, auf das man sich mal gerne bezog, kaum was zu schaffen hatten.

Erst mal, der Anfang: Die billigsten, schundigsten, gewöhnlichsten Ansichten, die hatte einer für sich genommen. Bei denen siedelte ER sich mehr und mehr an. Nahm DIESE als das SEINE. Obwohl er ein kleines Weilchen zuvor noch Künstler sein wollte. Dem Zeichnen, der Malerei, daß er anhing. Eine Lebensepoche, aus der am Ende noch sein Vegetarismus übrigblieb.

So die schäbigsten, vorurteilsüberladenen Schriften am Monarchie- und Nationalhorizont, die es wo umsonst gab oder die man sich selbst noch nachfragend besorgen mußte. In denen begann er seine innere Beheimatung zu finden. Bei denjenigen. die beständig das Bornierteste, Bräsigste absonderten. Schriftzeugs mit all der überbordenden Gehässigkeit, Feindseligkeit der Weltkriegsjahre, jener Nachkriegszeit, dann der Spaß die zwanziger Jahre durch. All dem, mit dem sich so Biedermeiertisch- und Spießbürgertumschreiberlinge verwirklichten und rüberkamen. Als oberflächliche Nationalgläubige, Monarchisten und sonstig Obrigkeitshörige. Von Leuten, die sich als Professoren, Doktoren oder sonstwas eines Lehrers in ihren Textzeilen auf das Widerlichste abbildeten. Als diejenigen als Rechtsnationale von oben herab in solcherart Zirkeln, die sich heutzutage "rechtskonservativ" heißen. Mit dem Wort "neu" - "neo" - oder "alternativ" sich schmücken. Sich selbst noch als jemand offenbaren wollen, der ein "Andersdenkender" wäre. Ein schönes "anderes Denken" aber.

DER eine, der mit dem Breitbärtchen, mit dem er sich bei den Leuten mit der "Tramp"-Mode der Charlie Chaplin-Filme aus Nordamerika zeigte, der hat sich von dem und diesem Müll nicht etwa abgewandt. Hat bei dem, mit dem sich der Faschismus präsentierte, nicht wegwerfend abgewunken. Das Zeug hat er regelrecht in sich hineingesaugt, sich dessen angenommen. Selber noch hämisch dabei gegrinst. Das möcht er auch, meinte ER. Mit dem ist ER in rechtslastignationale Kreise gelangt, tat sich dort hervor. Seine Redebegabung, Fähigkeit zu Schauspiel und Mimik wurde entdeckt. Obwohl er bloß ein Gefreiter war, sein Vater einer, in einem Zugwärterhäuschen. Bis es mit IHM gar so weit kam, daß ER mit Gesinnungsgenossen, denen er das Wort führte, eine eigene Partei gründete. Um am Ende, als er denn die Macht innehatte, all das wahr werden zu lassen, was er sich ehedem an Schrott angelesen hatte. Bei denen mit der widerwärtigst kleingeistigen Vorurteilsverhaftung. Diesen, die für das eine muffig Beengte des Spießbürgers schrieben. So jene Leute, mir bekannt, weil sie Friedrich Nietzsche aufsuchten. Weil sie bei Nietzsche wähnten, Nietzsche, der wäre einer der ihren. Außerdem gesellten sie sich zu Nietzsche, um ein klein wenig was von Nietzsches Ruhm abzukriegen. Deshalb, daß SIE Gäste in Nietzsches Haus waren und blieben. Vielleicht auch, weil sie Nietzsches Werk für sich fehlinterpretierten. Obwohl Nietzsche bei IHNEN an sich doch ein klein wenig den Rahmen sprengte. Angesichts IHRER Absonderungen und Schreibversuche.

Derweil SIE einem mit ihren geistigen Ergüssen nichtsdestotrotz aushalfen. Bei der Leselektüre an der Erster-Weltkrieg-Front. Ihm, dem EINEN. Der ehedem mal künstlerisch tätig sein wollte. Selber sich durchaus an was versucht hatte. Postkarten malte er schon mal die eine oder andere. Ohne an sich größer dabei zu bleiben, sich weiter länger mit den Bleistift- und Pinselstrichen und an den Farbtönen auf der Palette abmühen zu wollen. Wozu er es allerdings brachte: er war der, der all das der eigenen kleinen, spießigen Vorurteilsverhaftungen am Ende leibhaftig durchzog. Er schwatzte nicht lange in der Gegend rum, er setzte DAS in die Tat um. Seine Konzentrationslager, die stehen dafür. Die an sich so in schalen, schmalen Hetz- und Haßtiradeschriften ihren Ausgangspunkt hatten. Er las JENE Texte und nahm sich dieser Zeileninhalte allen Ernstes an.

Solche eines Personenkreises, wie es ihn eigentlich zu jeder Zeit gibt. Auch im Heute. Und das, obwohl man keinen dieser Schreiberlinge aus dem Vorgestern heutzutage größer kennt. Muß an sich auch keiner. Nicht in der Schule, nirgendwo. Muß sich dafür wirklich bei niemandem wo entschuldigen, wen von dort nicht zu kennen. Auch nicht dafür, da er da was versäumt hätte, weil er was nicht gelesen hat. Anders wie bei Kafka, Dostojewski und vielen, vielen anderen mehr, deren Bücher in Bibliotheken auf Leser warten. Kaum einer von denjenigen Socken, die sich bei Nietzsche im Salon einfanden, findet in Gegenwartstagen namentlich im Schulunterricht Erwähnung. Hat eine Bibliothekspräsenz.

Ob da Lehrer einen über Namen unterrichten wollen, das kommt wohl auf den Lehrer an. Ich weiß an sich nicht, wie welche mal hießen. Mußte mir nie einen Namen merken. Mir ist die Nietzsche-Geschichte von wegen Nietzsches zunehmendem Siechtum und Nietzsches Verhaltenweisen gegenüber seinen Gästen, Besuchern bekannt. Die Begebenheiten mit Nietzsches Schwester wurden mir bekanntgemacht. Müßt mich auch nicht kundig machen, was DIE vom Rest anbetrifft, oder? Obwohl DIE, derweil SIE bei Nietzsche rumhockten, schon alleine als "Lateiner" ein Wahnsinnsgefühl an sich hatten. Als Verbeamtetete, Leute mit Professur und dergleichen Titel der Juristerei und mehr. Trotzdem nichts als die Speichelleckerschreiber der Mächtigen, Kaisertreuen, des Adels und der Monarchie, bei was der rechtsrausdrehenden "Nationen"-Fragen, der Minderheitenfeindseligkeit. "Zigeuner", "Juden". "Sozis". "Linke". Bei der sexuellen Ausrichtung, um die sie sich im Grunde ebenfalls ewig sorgten. Oben: eben das Duckmäuserische. Nach unten: das Treten.

 

 

 

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